Das deutsche Rüstungsunternehmen ARX Robotics und die ukrainische Firma ROBONEERS melden Vollzug der ersten wichtigen Systemtests.
Die beiden Firmen aus Deutschland und der Ukraine haben dabei den unbemannten Roboter-Panzer GEREON von ARX Robotics aus Deutschland erfolgreich mit dem ferngesteuerten Waffen-Modul SABER von ROBONEERS aus der Ukraine verbunden.
Dies gilt als Meilenstein der noch jungen Kooperation. Schließlich wurde der Vertrag zur Zusammenarbeit erst am 4. Oktober 2026 beim Staatsbesuch von Bundeskanzler Friedrich Merz in Kyjiw unterschrieben, im Beisein des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Noch vor Ende 2026 sollen die ersten Roboter-Fahrzeuge mit den neuen Waffen-Modulen einsatzbereit sein und an die ukrainische Armee geliefert werden.
Wie das neue System funktioniert
Das unbemannte Kettenfahrzeug GEREON sorgt für den Antrieb, liefert den Strom und übernimmt mit Kameras und Sensoren die Aufklärung. Das aufgesetzte Modul SABER von ROBONEERS übernimmt die Verteidigung und den Angriff. Durch diese Kombination können Soldaten aus sicherer Entfernung kämpfen, wodurch ihr Leben geschützt wird.
Der GEREON-Roboter von ARX Robotics ist bereits vielfältig in der Ukraine im Einsatz. Er kann Nachschub transportieren, Verletzte retten, den Funk stören, feindliche Drohnen abwehren oder eben mit Waffen ausgestattet werden. Das System lässt sich schnell für den jeweiligen Zweck umbauen.
Das Waffen-Modul SABER ist ebenfalls flexibel. Soldaten können darauf verschiedene Waffen montieren, von einfachen Gewehren bis hin zu Granatwerfern.
Maximilian Wied, CFO und Mitgründer von ARX Robotics, sagt: „Moderne Landstreitkräfte benötigen Kampfplattformen, die sich schnell an unterschiedliche Einsätze anpassen, neue Technologien integrieren und nahtlos mit bestehenden Systemen zusammenarbeiten".
Die beiden Firmen arbeiten auch an anderer Stelle zusammen. Sie haben ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet, um die Produktion eines weiteren Transport-Roboters namens Rys Pro in Deutschland und der Ukraine stark auszuweiten. Im ersten Jahr sollen bereits über 1.000 Stück davon gebaut und ausgeliefert werden.
Boris Pistorius besucht deutsches Tech-Unternehmen Helsing
Auch für den Bundesminister der Verteidigung Boris Pistorius hat KI heute Priorität. Er besucht die Firma Helsing an deren Hauptsitz in München.
Im Mittelpunkt des Besuches stehen die Vorstellung neuer Produkte und KI-Fähigkeiten des Unternehmens. Neben Gesprächen mit der Geschäftsführung findet auch ein Austausch mit Mitarbeitern und der Arbeitnehmervertretung statt.
Das Unternehmen Helsing wurde 2021 gegründet und gilt als eines der am schnellsten wachsenden, wertvollsten europäischen Tech-Unternehmen in der Verteidigungsindustrie. Ein sogenannter „Neo Prime“.
Helsing entwickelt Künstliche Intelligenz und Software für moderne Waffensysteme und die Verteidigung. Sie rüsten bestehende Militärtechnik wie Panzer, U-Boote oder Kampfflugzeuge mit KI-Gehirnen auf.
Die Kunden sind vor allem die deutsche Bundeswehr, Frankreich und Großbritannien. Helsings KI-Systeme und Drohnen (wie die HX-2) werden bereits aktiv in der Ukraine von ukrainischen Einheiten eingesetzt, um sich gegen den russischen Angriffskrieg zu verteidigen.