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Mullahs in Europa: Hat der Chamenei-Sohn Luxushotels in Deutschland?

Teheran, Iran: Fahrzeuge fahren an einer Werbetafel vorbei, die ein Porträt des verstorbenen iranischen Obersten Führers Ayatollah Ali Chamenei zeigt, der bei einem Militärein
Teheran, Iran: Fahrzeuge fahren an einer Werbetafel vorbei, die ein Porträt des verstorbenen iranischen Obersten Führers Ayatollah Ali Chamenei zeigt, der bei einem Militärein Copyright  AP Photo
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Von Zara Riffler
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Ein iranischer Geschäftsmann soll laut Medienberichten in Europa ein Immobilienimperium aufgebaut haben. Darunter Luxushotels in Deutschland. Die Spuren des Unternehmens sollen nun zum Sohn des getöteten geistlichen Oberhaupts Ali Chamenei führen. Er könnte sein Nachfolger werden.

Nach dem Tod von Ajatollah Ali Chamenei ist die Nachfolge an der Spitze der Islamischen Republik weiterhin offen. Denn offiziell wurde noch kein neuer Oberster Führer benannt. Hinter den Kulissen gilt jedoch Modschtaba Chamenei, der 56-jährige Sohn des verstorbenen Religionsführers, als einer der aussichtsreichsten Kandidaten.

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Sohn Modschtaba Chamenei hat sich bislang weitgehend im Hintergrund gehalten, soll aber über entscheidende Machtbasen im Apparat der Islamischen Republik verfügen, vor allem über enge Verbindungen zu den Revolutionsgarden (IRGC).

Doch mutmaßlich hat er nicht nur Machtbasen im Iran. Der zweitälteste Sohn und mögliche Nachfolger Chameneis soll ein Immobiliennetzwerk kontrollieren, dessen Spuren nach Europa und Deutschland führen. Bei dem Immobiliennetzwerk soll es sich um ein 100-Millionen-Dollar-Imperium handeln.

2019: Mojtaba Khamenei, Sohn des getöteten iranischen Obersten Führers Ali Khamenei.
2019: Mojtaba Khamenei, Sohn des getöteten iranischen Obersten Führers Ali Khamenei. AP Photo

Besitzt der neue Ober-Mullah ein Immobilienimperium?

Das „Hilton Frankfurt City Centre“ ist eines der beliebtesten Hotels in Frankfurt. Und auch das „Hilton Frankfurt Gravenbruch“ gehört zu den besten Adressen der Stadt. Laut einer Recherche von Bloomberg sollen beide zum millionenschweren Immobiliennetzwerk des neuen Regimeführers Modschtaba Chamenei gehören.

Konkret ist der Eigentümer der iranische Multimillionär Ali Ansari, der als Verbindungsmann der Mullahs unddes Chamenei-Sohnes fungieren soll. Ansari bestreitet jede Verbindung zu den Revolutionsgarden und zu Mojtaba Chamenei.

Viele fragen sich, könnte das Geld der Hotelgäste in den Händen des iranischen Regimes landen? Berichten zufolge agiere Ansari womöglich als eine Art Strohmann für Chamenei, doch die Firmenverhältnisse seien so geschickt angelegt, so die Berichterstattung, dass alle Vermögenswerte nicht auf dem Namen des Sohnes laufen.

Haben die Mullahs Luxuhotels in Frankfurt am Main?
Haben die Mullahs Luxuhotels in Frankfurt am Main? AP Photo

Medienberichte: Wie groß ist das Immobilien-Imperium in Europa?

Dies soll nicht nur Deutschland betreffen. Das Immobiliennetzwerk erstrecke sich über Europa. Die britische Zeitung Financial Times hat vor Kurzem enthüllt, dass sich der mutmaßliche Verbindungsmann Ansari Immobilien in Europa im Wert von rund 400 Millionen Euro zugelegt haben soll.

Zu diesem Firmen-Labyrinth gehörten demnach ein früheres Kempinski Luxushotel, eine Beteiligung am Steigenberger Hotel & Resort Camp de Mar auf Mallorca, ein Nobel-Anwesen in Großbritanniens Hauptstadt, mehrere Villen in London sowie ein Einkaufszentrum in Oberhausen.

Mutmaßlicher Verbindungsmann Ansari bestreitet Verbindungen

Der Geschäftsmann Ansari ist einer der einflussreichsten Oligarchen im Iran. Er wurde insbesondere durch lukrative Staatsaufträge reich. Doch er bestreitet jegliche Verbindung zum Mullah-Regime. Im Oktober 2025 erfolgte bereits der Vorwurf der Regierung Großbritanniens, Ansari würde die Revolutionsgarden finanzieren, um die 150 Millionen Euro von Ansaris Vermögen wurden eingefroren. Die britische Regierung hat ihn sogar als "korrupten Banker und Geschäftsmann" bezeichnet.

4. März: Irakische Schiiten tragen während einerTrauerfeier in Nadschaf im Irak einen Nachbau des Sarges des Obersten Führers Ayatollah
4. März: Irakische Schiiten tragen während einerTrauerfeier in Nadschaf im Irak einen Nachbau des Sarges des Obersten Führers Ayatollah AP Photo

Der Mullah-Sohn Mojtaba Chamenei wurde 1969 in Maschhad geboren und wuchs in einer Zeit auf, in der sein Vater aktiv am Widerstand gegen das Regime des Schahs beteiligt war. Als junger Erwachsener nahm er am Iran-Irak-Krieg teil und leistete dort Militärdienst. Er absolvierte seine theologische Ausbildung in Seminaren von Ghom, dem wichtigsten Zentrum der schiitischen Gelehrsamkeit im Iran.

Mojtaba Chamenei trägt außerdem den Rang eines "Hodschatoleslam", was einen mittleren Rang in der Hierarchie der Geistlichen darstellt und eine Stufe unter dem Ajatollah liegt. Kritiker werfen ihm vor, dass ihm theologische Tiefe und Autorität für das höchste Amt im Staat fehlen. Trotzdem trägt er – genau wie sein Vater – den schwarzen Turban, der traditionell auf eine Abstammungslinie zum Propheten Mohammed hinweist.

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