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Live. Europa verstärkt Militärpräsenz vor Zypern nach iranischem Drohnenangriff

Die griechische Fregatte Psara verlässt am 4. März 2026 den Hafen von Limassol, Zypern
Die griechische Fregatte Psara verlässt am 4. März 2026 den Hafen von Limassol, Zypern Copyright  AP Photo/Petros Karadjias
Copyright AP Photo/Petros Karadjias
Von Johanna Urbancik
Zuerst veröffentlicht am
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Nach einem Drohnenangriff auf den britischen Luftwaffenstützpunkt Akrotiri wollen mehrere europäische Länder ihre militärische Präsenz im östlichen Mittelmeer verstärken. Spanien plant eine Fregatte zu entsenden. Großbritannien kann sein Kriegsschiff HMS Dragon erst kommende Woche auslaufen lassen.

Die Operation "Epic Fury" von den USA und Israel gegen den Iran dauert weiterhin an.

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Israel meldete am Morgen eine groß angelegte Angriffswelle auf Ziele in Teheran. Iran reagiert mit Gegenschlägen und greift dabei erneut Standorte in Bahrain, Katar, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten an.

Euronews-Journalisten in Katar berichten, dass vor kurzem mehrere Explosionen über der Hauptstadt Doha zu hören waren. Nach Angaben der Reporter soll die katarische Luftabwehr die Geschosse abfangen haben. Die Angriffswelle – ihrer Meinung nach bislang die größte seit Beginn des Krieges – dauerte etwa anderthalb Stunden.

Über Schäden oder Opfer ist bislang nichts bekannt. Seit Kriegsbeginn am Samstag wird Katar im Zuge iranischer Vergeltungsschläge nahezu täglich beschossen.

Die neuesten Entwicklungen finden Sie in unserem Live-Blog.

Bislang sechs US-Soldaten und Soldatinnen getötet worden

In den vergangenen Tagen wurden sechs US-Soldaten im Krieg mit dem Iran bei einem Drohnenangriff auf einen US-Kommandostandort im kuwaitischen Hafen Port Shuaiba getötet worden. Das bestätigte das US-Militär.

Zunächst war von drei Toten die Rede, später erhöhte sich die Zahl nach weiteren Funden in den Trümmern auf sechs. Bei den Opfern handelt es sich um Angehörige der US-Army Reserve, die vor allem logistische Unterstützung für Militäroperationen leisten. Der Angriff erfolgte mit einer Drohne, die die Luftabwehr durchbrach und ein taktisches Operationszentrum traf.

Verteidigungsministeriumsangaben zufolge wurden vier der Soldaten am Dienstag identifiziert, die letzten beiden am Mittwoch. US-Präsident Donald Trump will nach Angaben des Weißen Hauses an der Überführung der getöteten Soldaten teilnehmen, um ihren Familien die letzte Ehre zu erweisen.

Diese Kombination von Bildern, die von der US-Armee am 16. Mai 2025 aufgenommen wurden, zeigt von links: Sgt. Declan Coady, 20, aus Des Moines, Iowa, Sgt. 1st Class Nicole Amor, 39, aus White Bear Lake, Minnesota, Capt. Cody Khork (35) aus Lakeland, Florida, und Sgt. 1st Class Noah Tietjens (42) aus Bellevue, Nebraska. (Sgt. Brent Newton/US-Armee via AP)

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Teheran beklagt zivile Opfer – Israel meldet Angriffe auf Raketenlager

Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baqaei, hat die Angriffe auf den Iran scharf verurteilt und sie als "brutale und ungerechtfertigte Aggression" bezeichnet. Die militärische Eskalation habe nicht nur humanitäre Folgen, sondern erschüttere auch die Weltwirtschaft – mit steigenden Energiepreisen, instabilen Währungen und wachsendem Druck auf Verbraucher weltweit.

Für die Menschen im Iran selbst sei der Preis jedoch am höchsten: Laut Baqaei würden gezielt zivile Gebiete angegriffen, was zu schweren Verlusten unter der Bevölkerung führe. Aus den USA heißt es, dass sich die Angriffe gegen die iranische Führung, das Atom- und Raketenprogramm sowie die Streitkräfte richtet.

In einem Beitrag auf X teilte das israelische Militär die Ziele, die sie vor kurzem im Iran angegriffen haben. Dazu gehören Ziele im "Herzen Teherans", die als oberirdische und unterirdische Raketenlagerstätten definiert werden. "Eines der Ziele in Teheran war eine unterirdische Anlage, in der das Regime ballistische Raketen lagerte. Zudem wurden Lagerstätten zerstört, in denen Raketen aufbewahrt wurden, die für Angriffe auf Flugzeuge vorgesehen waren", so die Armee.

Wie viele Menschen bei den amerikanisch-israelischen Angriffen auf den Iran bislang getötet worden sind, ist unklar. Der Rote Halbmond im Iran berichtet, dass in Teheran 1.000 Menschen durch Luftangriffe der USA und Israels getötet wurden. Euronews konnte die Zahl nicht unabhängig verifizieren.

Rauchwolken steigen auf, als während der US-amerikanisch-israelischen Militäraktion am Donnerstag, dem 5. März 2026, in Teheran, Iran, die Stadt getroffen wird. (AP Photo/Vahid Salemi)

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Pistorius: "Deutschland ist nicht Kriegspartei. Die deutsche Bundeswehr wird sich an diesem Krieg nicht beteiligen"

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius betonte am Mittwoch im Bundestag, dass die Bundeswehr sich nicht an dem Krieg gegen den Iran beteiligen werde. Pistorius bekräftigte, dass der Schutz deutscher Soldaten und Staatsbürger in der Region oberste Priorität hat.

Angriffe auf Bundeswehrstandorte in Erbil und Al-Asrak seien abgewehrt worden, alle Soldaten seien unverletzt. Gleichzeitig unterstützt die Bundesregierung Deutsche bei der Ausreise aus der Krisenregion.

Deutschland werde sich jedoch nicht am Krieg beteiligen und setze stattdessen auf Deeskalation und diplomatische Lösungen. Pistorius fordert zudem eine Exitstrategie für die Zeit nach den Kämpfen und warnt davor, dass der Krieg im Nahen Osten den Fokus vom russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine verdrängen könnte.

Bernd von Jutrczenka/dpa via AP

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Iran-Frage: Was kommt nach dem Militärschlag?

In einem Gastbeitrag für Euronews warnt Saeid Golkar, Associate Professor an der Universität von Tennessee, dass eine militärische Schwächung des iranischen Regimes ohne einen Übergangsplan ein noch radikaleres System hinterlassen könnte.

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Krieg in Nahost: Die jüngsten Entwicklungen

Guten Tag aus Berlin. Der amerikanisch-israelische Krieg gegen den Iran dauert nun sechs Tage an. Anbei eine Zusammenfassung der Geschehnisse in den vergangenen Stunden.

  • Europa verstärkt militärische Unterstützung in der Region: Italien will Luftabwehrsysteme, Drohnenabwehr und Raketenabwehr in Golfstaaten schicken, die von iranischen Vergeltungsschlägen betroffen sind. Ministerpräsidentin Giorgia Meloni begründet dies mit dem Schutz tausender italienischer Staatsbürger sowie rund 2.000 Soldaten in der Region und der Bedeutung des Golfs für Europas Energieversorgung.
  • Europäische Kriegsschiffe auf dem Weg nach Zypern: Italien und Spanien kündigten an, Marineeinheiten zur Verteidigung des EU-Mitglieds Zypern zu entsenden. Spaniens modernste Fregatte „Cristóbal Colón“ soll gemeinsam mit dem französischen Flugzeugträger "Charles de Gaulle" und griechischen Kriegsschiffen Luftverteidigung leisten und mögliche Evakuierungen von Zivilisten unterstützen.
  • EU sorgt sich um Sicherheit der Handelsrouten: Brüssel koordiniert verstärkte maritime Sicherheitsmaßnahmen rund um die Straße von Hormus – eine der wichtigsten Öltransportrouten der Welt. Iran hatte zuvor erklärt, die Kontrolle über die Meerenge zu haben. Die EU fürchtet Störungen des globalen Energiehandels.
  • Konflikt wirkt sich auch auf den Ukrainekrieg aus: EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas warnte, dass dringend benötigte Luftabwehr- und Drohnenabwehrsysteme nun teilweise aus Europa in den Nahen Osten verlegt werden. Gleichzeitig treiben steigende Ölpreise Russlands Einnahmen und könnten Moskaus Krieg gegen die Ukraine indirekt finanzieren.
  • Frankreich erlaubt Nutzung seiner Militärbasen: Paris bestätigte, dass US-Flugzeuge während des Konflikts zeitweise von französischen Basen im Nahen Osten operieren dürfen. Diese Einsätze sollen vor allem den Schutz von Partnerstaaten im Golf unterstützen.
  • Neue Drohnenangriffe in der Region: Drei iranische Drohnen trafen nach Angaben Aserbaidschans den Passagierterminal des Flughafens in der Exklave Nachitschewan nahe der iranischen Grenze. Über mögliche Opfer ist bislang nichts bekannt.
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