Revolut meldet für 2025 Rekordergebnisse: Umsatz und Gewinn steigen kräftig, das Fintech treibt seine Pläne für einen weltweiten Bankenstatus voran.
Revolut, die in Großbritannien ansässige Digitalbank, meldet Rekordergebnis für das Jahr 2025.
Der Umsatz der Neobank übertraf die Erwartungen der Analysten und stieg um 46 Prozent auf 4,5 Milliarden Pfund (5,2 Milliarden Euro), wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.
Haupttreiber waren höhere Erlöse aus Kundenentgelten und der Ausbau des Kreditgeschäfts. Das Kreditportfolio von Revolut wuchs um 120 Prozent auf 2,2 Milliarden Pfund (2,5 Milliarden Euro).
„2025 war ein weiteres Meilensteinjahr. Wir haben ein breit aufgestelltes, widerstandsfähiges Unternehmen aufgebaut, das in großem Maßstab profitabel arbeitet und damit die Grundlage für die nächste Wachstumsphase legt“, erklärte Mitgründer und Vorstandschef Nik Storonsky.
Der Vorsteuergewinn legte um 57 Prozent auf 1,7 Milliarden Pfund (zwei Milliarden Euro) zu, nach 1,1 Milliarden Pfund (1,3 Milliarden Euro) im Jahr 2024. Die Vorsteuermarge lag bei 38 Prozent.
Die Zahl der Privatkundinnen und -kunden des Fintechs stieg um 30 Prozent auf 68,3 Millionen. Die Zahl der Geschäftskunden nahm um 33 Prozent auf 767 000 zu. Die gesamten Kundeneinlagen, einschließlich der bei Partnerinstituten verwahrten Gelder, erhöhten sich um 66 Prozent auf 50,2 Milliarden Pfund (58 Milliarden Euro).
Revolut bietet Mehrwährungskonten und Echtzeit-Überweisungen an. Das Angebot wird Schritt für Schritt um klassische Bankdienstleistungen wie Kredite erweitert. Das Unternehmen will sich damit als eine der führenden Digitalbanken Europas etablieren.
In Europa ist Revolut bereits breit vertreten. Besonders stark ist das Unternehmen in Frankreich, Spanien und Polen, wo in den vergangenen drei Jahren mehr als 30 Prozent der Erwachsenen ein Konto eröffnet haben.
Im März erhielt Revolut im Vereinigten Königreich eine vollwertige Banklizenz und kann seither ein breiteres Spektrum regulierter Bankprodukte anbieten.
Bereits im Januar nahm das Unternehmen das vollständige Bankgeschäft in Mexiko auf. Im März stellte es zudem einen Antrag auf eine Banklizenz in den USA.
Im Ausblick auf das Jahr 2026 bekräftigte Revolut sein Investitionsprogramm von zehn Milliarden Pfund (11,6 Milliarden Euro) für die kommenden fünf Jahre. Dazu zählt die Schaffung von tausend Arbeitsplätzen im Vereinigten Königreich. Bis Mitte 2027 rechnet das Unternehmen damit, die Marke von 100 Millionen Kundinnen und Kunden zu erreichen.
Anlegerinnen und Anleger verfolgen aufmerksam die Pläne von Revolut für einen Börsengang. Dabei könnte das Unternehmen mit rund 100 Milliarden Dollar (86 Milliarden Euro) bewertet werden.
In einer jüngsten Finanzierungsrunde wurde Revolut bereits mit 75 Milliarden Dollar (65 Milliarden Euro) bewertet und zählt damit zu den wertvollsten privaten Tech-Unternehmen Europas.