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US-Inflation steigt auf drei Komma drei Prozent: Iran-Krieg treibt Energiepreise

ARCHIV: Gebäude der US-Notenbank in Washington, D.C., Juni 2025
ARCHIV: Gebäude der US-Notenbank Federal Reserve in Washington, D.C., Juni 2025 Copyright  AP Photo/Patrick Semansky
Copyright AP Photo/Patrick Semansky
Von Quirino Mealha
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Die US-Verbraucherpreise ziehen im März deutlich an: Die Inflation steigt im Jahresvergleich auf drei Komma drei Prozent, getrieben von teurerer Energie nach dem Iran-Krieg, wie die Behörden am Freitag melden.

Die jüngsten Daten zum Verbraucherpreisindex (CPI) zeigen, dass die Inflation in den USA im vergangenen Monat wieder an Fahrt gewonnen hat. Nach Angaben des Bureau of Labor Statistics sprang die Gesamtteuerung von zwei Komma vier Prozent im Februar auf drei Komma drei Prozent im März.

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Im Monatsvergleich legten die Verbraucherpreise um null Komma neun Prozent zu und entsprachen damit den Prognosen. Das war der stärkste Anstieg seit dem Jahr 2022. Die Kerninflation ohne Lebensmittel und Energie zog im Jahresvergleich etwas moderater von zwei Komma fünf auf zwei Komma sechs Prozent an. Auf Monatsbasis stiegen die Kernpreise um null Komma zwei Prozent.

Die Zahlen lagen in einigen Bereichen über den Erwartungen von Ökonominnen und Ökonomen, in anderen darunter. Sie machen deutlich, wie unmittelbar sich die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten auf die Wirtschaft auswirken.

Die Benzinpreise in den USA kletterten im März um rund 20 Prozent, weil es zu Störungen bei den weltweiten Öllieferungen kam. Das schmälert die Kaufkraft der Haushalte und schürt die Sorge, dass die Wirtschaft kurzfristig langsamer wächst.

An den Zapfsäulen erreichten die landesweiten Durchschnittspreise den höchsten Stand seit Jahren. Viele Amerikanerinnen und Amerikaner müssen deshalb ihre Ausgaben zurückfahren.

Die Inflation wird vor allem durch stark gestiegene Energiekosten angetrieben, die mit dem anhaltenden Krieg mit Iran zusammenhängen. Der jüngste Schub kommt für die US-Notenbank zu einem heiklen Zeitpunkt: Sie ringt um ihre nächsten Schritte in der Geldpolitik.

Folgen für die Politik der US-Notenbank

Schon vor der Veröffentlichung der Daten am Freitag hatte Mary Daly, Präsidentin der Fed-Filiale in San Francisco und Mitglied des Offenmarktausschusses (FOMC), angedeutet, dass der Anstieg kaum überraschen dürfte.

„Ein hoher CPI-Wert dürfte niemanden überraschen“, sagte Daly.

Sie fügte hinzu: „Wenn der Konflikt mit Iran rasch beigelegt wird und die Ölpreise wieder fallen, ist eine Zinssenkung nicht ausgeschlossen.“ Entscheidend sei aber, ob die Waffenruhe halte, „denn wenn das der Fall ist, werden die heutigen CPI-Zahlen schnell Makulatur sein“.

Für die Geldpolitik zeichnen die CPI-Daten ein differenziertes Bild.

Zwar hat sich die Gesamtinflation weiter vom Zwei-Prozent-Ziel der Fed entfernt. Doch die relativ verhaltene Kernrate deutet darauf hin, dass der Sprung vor allem auf Energie zurückgeht und vorübergehend sein könnte.

Zwischen den USA und Iran gilt derzeit eine brüchige Waffenruhe. Regierungsvertreterinnen, Regierungsvertreter und Notenbanker beobachten nun genau, ob die Ölpreise in den kommenden Wochen wieder nachgeben.

Die nächste FOMC-Sitzung ist für den 28. und 29. April angesetzt. Dann prüft das Gremium, ob es den Leitzins unverändert lässt oder einen Kurswechsel andeutet.

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