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Benzin und Diesel in Europa: Wo ist es am teuersten und am billigsten?

Eine Preistafel für Benzin ist an einer Tankstelle im hessischen Neu-Anspach nahe Frankfurt am Main am Freitag, 27. März 2026, zu sehen.
Eine Anzeige mit Benzinpreisen an einer Tankstelle im hessischen Neu-Anspach nahe Frankfurt am Main, aufgenommen am Freitag, 27. März 2026. Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
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Von Servet Yanatma
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Seit der Zuspitzung der Krise im Nahen Osten steigen die Benzin- und Dieselpreise in Europa deutlich. Euronews Business analysiert die aktuellen Kosten.

Der Preis für Rohöl der Sorte Brent liegt seit dem gemeinsamen Angriff der USA und Israels auf den Iran wieder über 100 Dollar je Barrel. Auch die Spritpreise für Verbraucherinnen und Verbraucher sind wegen der Krise im Nahen Osten deutlich gestiegen.

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Anfang April lagen die Benzinpreise in der EU rund fünfzehn Prozent höher als Ende Februar 2026, Diesel verteuerte sich um etwa dreißig Prozent.

Wie sehen die aktuellen Kraftstoffpreise in Europa aus? Und in welchen Ländern ist Tanken am günstigsten oder am teuersten?

Laut dem am 2. April 2026 veröffentlichten Weekly Oil Prices Bulletin der EU-Kommission kostet ein Liter Benzin der Sorte Euro-super 95 im EU-Durchschnitt 1,871 €; Diesel (Gasöl) liegt bei 2,076 € je Liter. Die Daten beziehen sich auf den 30. März.

Diesel am teuersten in den Niederlanden, Dänemark und Deutschland

In der EU reicht die Preisspanne für einen Liter Diesel von 1,21 € in Malta bis 2,46 € in den Niederlanden.

Neben den Niederlanden melden auch Dänemark (2,36 €), Deutschland (2,29 €), Finnland (2,27 €) und Belgien (2,23 €) Spitzenpreise für Diesel.

Über dem EU-Schnitt liegen die Dieselpreise zudem in Österreich (2,20 €), Frankreich (2,19 €), Irland (2,18 €), Schweden (2,15 €), Litauen (2,12 €) und Griechenland (2,12 €).

Diesel am günstigsten in Malta, Ungarn und Slowenien

Malta fällt mit dem niedrigsten Dieselpreis von 1,21 € je Liter deutlich aus dem Rahmen. Dahinter folgen Ungarn, Slowenien und Bulgarien mit jeweils 1,62 €.

Unter 2 € pro Liter bleibt Diesel auch in der Slowakei (1,69 €), in Spanien (1,78 €), Zypern (1,84 €), Kroatien (1,88 €) und Tschechien (1,97 €).

Benzinpreise: Diesel-Spitzenreiter auch hier vorn

Bei Benzin der Sorte Euro-super 95 reicht die Spanne von 1,34 € je Liter in Malta bis 2,33 € in den Niederlanden. Damit liegen die höchsten und niedrigsten Preise für Benzin und Diesel in denselben Ländern.

Die Staaten mit den höchsten Benzinpreisen entsprechen weitgehend den Diesel-Spitzenreitern. Ein Liter Euro-super 95 kostet in Dänemark 2,23 €, in Deutschland 2,13 € und in Finnland 2,05 €.

Über 2 € pro Liter liegen die Benzinpreise auch in Griechenland (2,05 €) und Frankreich (2,01 €).

Malta weist mit 1,34 € zwar den niedrigsten Benzinpreis in der EU auf, sticht aber im Gegensatz zu Diesel nicht so stark heraus, denn Bulgarien folgt mit 1,44 € dicht dahinter.

Unter 1,60 € je Liter bleibt Euro-super 95 zudem in Slowenien (1,51 €), Ungarn (1,54 €), Spanien (1,56 €), der Slowakei (1,58 €) und Zypern (1,58 €).

Autogaspreise in der EU

Im EU-Durchschnitt kostet ein Liter Autogas (LPG) 0,841 €. Am günstigsten ist er in Italien mit 0,66 €, am teuersten in Kroatien mit 1,26 €.

Ein Vergleich der Spritpreise vor Beginn des US‑israelischen Angriffs am 28. Februar 2026 mit Anfang April zeigt: Der Durchschnittspreis für Benzin stieg von 1,64 € am 23. Februar auf 1,87 € am 30. März.

Im gleichen Zeitraum kletterte Diesel von 1,59 € auf 2,08 €. Das entspricht einem Anstieg von vierzehn Prozent bei Benzin und dreißig Prozent bei Diesel.

Steueranteil am Spritpreis

Ein großer Teil des Kraftstoffpreises in Europa entfällt auf Steuern. Der Euronews‑Business‑Artikel ‚Wer zahlt die höchsten Spritsteuern in Europa?‘ analysiert den Steueranteil auf Basis der Preise vom 16. März 2026.

Zu diesem Zeitpunkt machten Steuern 44,6 % des Dieselpreises und 52,1 % des Benzinpreises aus. Den höchsten Steueranteil bei Benzin verzeichnete Slowenien mit 54,8 %, den niedrigsten Bulgarien mit 43,9 %.

Bei Diesel lag der höchste Anteil in Malta mit 54,3 %, der niedrigste in Estland mit 37,6 %.

Der tatsächlich gezahlte Steuerbetrag in Euro kann trotzdem stark von diesen Prozentwerten abweichen, weil die Nettopreise für Kraftstoff von Land zu Land sehr unterschiedlich sind.

Nach Eurostat entfielen im Jahr 2024 66,6 % der Neuzulassungen auf Benziner, 16,9 % auf Diesel und 13,5 % auf reine Elektroautos.

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