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Größte EU-Wirtschaften vs. Top-US-Bundesstaaten: Vergleich des BIP

Eine Kassiererin tauscht am Mittwoch, 13. Juli 2022, an einer Wechselstube in Rom einen 50-Euro-Schein in US-Dollar um.
Eine Kassiererin tauscht einen fünfzig-Euro-Schein an einem Wechselbüro in Rom gegen US-Dollar, Mittwoch, 13. Juli 2022. Copyright  Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved.
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Von Servet Yanatma
Zuerst veröffentlicht am
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In Wirtschaftsrankings liegen große EU-Staaten und US-Bundesstaaten eng beieinander. Beim BIP pro Kopf liegen die Bundesstaaten aber vorn – nominal wie nach Kaufkraft.

Beim Pro‑Kopf-BIP lag im Jahr 2024 selbst der ärmste US-Bundesstaat vor den fünf größten Volkswirtschaften Europas. Einzige Ausnahme: Deutschland, dort schrumpfte der Abstand auf rund 1.500 Euro.

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Doch wie schlagen sich die wirtschaftlichen Schwergewichte im direkten Vergleich? Euronews Business stellt die fünf größten EU-Volkswirtschaften den fünf stärksten US-Bundesstaaten gegenüber. Grundlage sind sowohl die gesamte Wirtschaftsleistung als auch das Pro‑Kopf-BIP – jeweils in nominalen Werten und in Kaufkraftstandards (PPS).

Nach Daten von Eurostat und dem Bureau of Economic Analysis weist Deutschland unter diesen zehn Volkswirtschaften im Jahr 2025 das höchste Bruttoinlandsprodukt auf: 4,47 Billionen Euro. Auf Rang zwei folgt Kalifornien mit 3,76 Billionen Euro.

Frankreich kommt auf 2,98 Billionen Euro, dahinter liegen Texas (2,57 Billionen Euro), Italien (2,26 Billionen Euro) und New York (2,18 Billionen Euro).

Spanien ist die viertgrößte Volkswirtschaft der EU und belegt mit 1,69 Billionen Euro Platz sieben der Rangliste. Dahinter folgt Florida mit 1,62 Billionen Euro.

Die Niederlande sind mit 1,18 Billionen Euro die fünftgrößte EU-Volkswirtschaft. Illinois weist mit 1,06 Billionen Euro das niedrigste BIP unter allen zehn betrachteten Regionen auf.

Bemerkenswert: EU-Staaten und US-Bundesstaaten wechseln sich in der Rangfolge ab, sie bilden keine geschlossenen Blöcke.

US-Bundesstaaten liegen beim Pro‑Kopf-BIP vorn

Beim Pro‑Kopf-BIP ergibt sich ein deutlich anderes Bild. Die fünf größten US-Volkswirtschaften übertreffen die europäischen Konkurrenten klar.

Nach Daten für 2024 von Internationalem Währungsfonds und Bureau of Economic Analysis führt New York mit 108.444 Euro. Es folgen Kalifornien mit 96.887 Euro und Illinois mit 83.490 Euro.

Texas liegt mit 82.058 Euro knapp über dem US-Durchschnitt von 79.587 Euro. Florida bildet mit 69.706 Euro das Schlusslicht.

Unter den führenden EU-Volkswirtschaften erreichen die Niederlande mit 62.537 Euro den höchsten Pro‑Kopf-Wert. Der EU-Durchschnitt liegt bei 39.970 Euro.

Deutschland kommt auf 51.817 Euro, Frankreich auf 42.671 Euro, Italien auf 37.162 Euro und Spanien auf 32.475 Euro.

Pro‑Kopf-BIP in Kaufkraftstandards

Beim Pro‑Kopf-BIP in internationalen Dollar, das die Kaufkraft berücksichtigt, liegen 2025 nach Angaben des Internationalen Währungsfonds die US-Bundesstaaten im Schnitt vor den EU-Volkswirtschaften. Eine Ausnahme bilden Florida und die Niederlande.

New York liegt mit 108.500 internationalen Dollar weiterhin an der Spitze, gefolgt von Kalifornien mit 90.300. Der US-Durchschnitt beträgt 89.599. Illinois kommt auf 89.300, Texas auf 87.600 internationale Dollar.

Unter den großen EU-Volkswirtschaften verzeichnen die Niederlande mit 84.035 internationalen Dollar den höchsten Wert. Florida bildet mit 75.000 internationalen Dollar das Schlusslicht unter den US-Bundesstaaten.

Deutschland belegt in der EU mit 73.553 internationalen Dollar Rang zwei. Frankreich liegt mit 66.061 knapp über dem EU-Durchschnitt von 64.870.

Italien bleibt leicht unter dem EU-Durchschnitt. Spanien weist das niedrigste Pro‑Kopf-BIP in Kaufkraftstandards sowohl unter den fünf größten EU-Volkswirtschaften als auch unter allen zehn verglichenen Regionen auf.

Neue Armutskennzahl: USA fallen hinter Europa zurück

Bei extremer Armut stehen die USA dagegen schlechter da als die führenden Volkswirtschaften Europas.

Im Schnitt benötigen Menschen in den USA 63 Minuten, um einen internationalen Dollar zu verdienen. Das ist etwa doppelt so lange wie im Durchschnitt in Deutschland, Frankreich und dem Vereinigten Königreich, berichtet ein Forscher der Universität Oxford.

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