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Nach überraschendem OPEC-Austritt: VAE und Katar planen Korridor mit Südkorea

Schiffscontainer in einem Hafen in Südkorea, die die Handelsströme zwischen Asien und den globalen Märkten verdeutlichen.
Schiffscontainer in einem Hafen in Südkorea, die die Handelsströme zwischen Asien und den globalen Märkten verdeutlichen. Copyright  Yonhap
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Von Mohamed Elashi
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Die Golfstaaten sind dabei, einen Handelskorridor mit Asien zu errichten. Einen Tag nach ihrem überraschenden Austritt aus der OPEC haben die Vereinigten Arabischen Emirate ein Handelsabkommen mit Südkorea unterzeichnet. Auch Katar strebt ein eigenes Handelsabkommen mit Seoul an.

Es ist ein umfassender Vorstoß der Golfstaaten nach Asien. Die Vereinigten Arabischen Emirate haben am Tag nach ihrem Austritt aus der OPEC ein neues Handelsabkommen mit Südkorea unterzeichnet. Damit sollen die Zölle auf die meisten Handelsgüter gesenkt, der Handelsaustausch intensiviert und die Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Ländern gefestigt werden sollen.

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Am 1. Mai waren die Vereinigten Arabischen Emirate nach einem Streit über die Ölfördermengen überraschend aus dem Öl-Kartell OPEC ausgetreten.

Das Abkommen ist der erste Handelspakt Südkoreas mit einem Land des Golf-Kooperationsrates und der weiteren Region des Nahen Ostens und Nordafrikas. Und es wird zu einer Zeit geschlossen, in der Lieferketten und die allgemeine geopolitische Dynamik den Welthandel neu gestalten.

Durch das so genannte "Umfassende Wirtschaftspartnerschaftsabkommen" (CEPA) zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und Südkorea werden die Zölle auf 91,2% der zwischen den beiden Ländern gehandelten Waren abgeschafft oder gesenkt, was den Zugang zu den Märkten der jeweils anderen Seite erleichtert und die Handels- und Investitionsströme fördert.

Der Nicht-Öl-Handel zwischen den VAE und Südkorea erreichte im Jahr 2025 ein Volumen von 6,9 Milliarden US-Dollar (rund 6,3 Mrd. Euro), und die Behörden rechnen mit einem weiteren Wachstum.

Der Außenhandelsminister der VAE, Thani bin Ahmed Al Zeyoudi, erklärte, das Abkommen werde neue Möglichkeiten für Exporteure schaffen und die Zusammenarbeit in verschiedenen Sektoren wie Technologie, Fertigung und Logistik stärken.

Katar verstärkt sein Engagement in Südkorea

Parallel dazu baut Katar auch seine eigenen wirtschaftlichen Beziehungen zu Südkorea aus und setzt damit ein deutliches Zeichen für die Annäherung Seouls an die Golfregion und den Nahen Osten.

In den vergangenen Tagen führte Katars Staatsminister für Außenhandel, Ahmed bin Mohammed Al Sayed, eine Wirtschaftsdelegation nach Seoul, um sowohl auf staatlicher Ebene als auch mit koreanischen Unternehmen Gespräche über Handel und Investitionen zu führen, unter anderem in Bereichen wie künstliche Intelligenz, Halbleiter, Biotechnologie und fortschrittliche Fertigung.

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