Die Ölpreise sind am Montag gefallen. Fortschritte in den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran nahmen Anlegern die Angst vor weiteren Störungen in der Ölroute Straße von Hormus.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts notierte die Nordseesorte Brent 0,91 Prozent im Minus bei 79,12 US-Dollar je Barrel. Die US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) gab 0,70 Prozent nach auf 75,32 US-Dollar je Barrel.
Die niedrigeren Ölpreise spiegelten die allgemein vorsichtige Stimmung der Anleger im frühen Handel wider. Zuvor hatten Vermittler aus Katar und Pakistan erklärt, die erste Verhandlungsrunde zwischen den USA und Iran über ein mögliches Abkommen zur Beendigung des Konflikts sei mit „ermutigenden Fortschritten“ zu Ende gegangen.
Ein in der vergangenen Woche unterzeichnetes Memorandum of Understanding sieht vor, innerhalb von 60 Tagen ein endgültiges Abkommen zu schließen. Es beinhaltet ein Ende der Kämpfe an „allen Fronten“ – auch im Libanon – sowie die Wiedereröffnung der Straße von Hormus.
Börsen uneinheitlich: Analysten schauen auf US-Iran-Gespräche
Die europäischen Börsen sind am Montag mit gemischter Tendenz in die Woche gestartet. Auch in Asien zeigten die Aktienindizes ein uneinheitliches Bild, US-Terminkontrakte lagen im Minus.
Der französische Leitindex CAC 40 büßte 0,07 Prozent ein auf 8.415,50 Punkte. Der deutsche DAX legte 0,25 Prozent zu und stand bei 25.048,54 Zählern. Der Londoner FTSE 100 trat nahezu auf der Stelle und gewann 0,03 Prozent auf 10.367,66 Punkte.
Der japanische Leitindex Nikkei 225 in Tokio sprang um 1,6 Prozent auf 72.364,82 Punkte. Im Tagesverlauf hatte er mit 72.831,73 Zählern ein neues Rekordhoch markiert, gestützt von Technologiewerten, die von der weltweiten Euphorie rund um Künstliche Intelligenz profitieren.
Der Technologiekonzern SoftBank Group, eine stark auf KI ausgerichtete Beteiligungsgesellschaft, gewann 2,4 Prozent. Der Hersteller von Halbleiterfertigungsanlagen Tokyo Electron legte 2,3 Prozent zu.
Der südkoreanische Kospi rückte um 0,4 Prozent auf 9.084,37 Punkte vor und notierte damit nahe seines Rekordniveaus. Getrieben wurde der Markt von KI-Werten; der Speicherchiphersteller SK Hynix machte einen Satz von 4,7 Prozent.
„Wir sehen heute erneut einen starken Markt“, sagte Neil Newman, Managing Director und Chefstratege bei Astris Advisory Japan. Zugleich warnte er, der japanische Aktienmarkt sei aus Anlegersicht „wahrscheinlich schon etwas überzogen“ – „vor allem angesichts dessen, was im Nahen Osten passiert“.
Der Hang Seng in Hongkong fiel um 1 Prozent auf 23.690,86 Punkte. Der Shanghai Composite Index legte leicht um 0,2 Prozent auf 4.098,01 Zähler zu.