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Neue Gefahr für die Energiemärkte: Explosion in Katars Gaszentrum

ARCHIV: Aufnahme vom vierten April 2009 zeigt eine Gasförderanlage in Ras Laffan, Katar.
ARCHIV - Auf dieser Aufnahme vom vierten April 2009 ist eine Gasförderanlage in Ras Laffan in Katar zu sehen. Copyright  AP Photo
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Von Malek Fouda
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Nach der schweren Explosion am wichtigsten Energiestandort Katars dauern die Such- und Rettungsarbeiten an. Nach Angaben des Innenministeriums werden weiterhin rund 24 Menschen vermisst.

In der Nacht zum Sonntag hat eine Explosion das wichtigste Erdgas-Exportterminal Katars erschüttert. Arbeiter waren dabei, den Betrieb wieder aufzunehmen, nachdem Iran die Anlage im Krieg bombardiert hatte. Bei der Explosion und dem anschließenden Feuer wurden mindestens 54 Menschen verletzt. Weitere 18 galten auch Stunden später noch als vermisst.

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Der Vorfall im Industriegebiet Ras Laffan könnte die ohnehin angespannten Energiemärkte weltweit weiter belasten. Katar zählt weiterhin zu den größten Erdgasproduzenten der Welt.

Dieses Satellitenbild von Planet Labs PBC zeigt das Industriegebiet Ras Laffan in Katar am 6. März 2026
Dieses Satellitenbild von Planet Labs PBC zeigt das Industriegebiet Ras Laffan in Katar am 6. März 2026 Planet Labs PBC via AP/Planet Labs PBC

Das Land hatte seine Produktion zuvor eingestellt, weil Irans Kontrolle über die Straße von Hormus Ausfuhren zu den Kunden praktisch unmöglich machte. Nachdem Teheran im Zuge der Verhandlungen über ein dauerhaftes Kriegsende seinen Griff auf die Meerenge etwas gelockert hatte, begann Katar damit, das Exportterminal wieder hochzufahren.

Nach Angaben des staatlichen Unternehmens QatarEnergy kam es bei diesen Arbeiten in der Nacht zum Sonntag zu einer Explosion und einem Brand in der Gasaufbereitungsanlage Barzan.

Das Ausmaß der Schäden ist bislang unklar. Zunächst hatten die Behörden nur von wenigen Verletzten gesprochen. Stunden später meldete das Innenministerium jedoch deutlich höhere Opferzahlen.

Die Barzan-Anlage verfügt über eine Kapazität von fast 1,4 Milliarden Standardkubikfuß Verkaufsgas pro Tag. Katar nutzte das Gas vor allem zur Stromerzeugung im Inland und zur Versorgung seiner lebenswichtigen Meerwasserentsalzungsanlagen in den Wüstengebieten der Arabischen Halbinsel.

Katar hält nahezu alle Anteile an der Anlage. Ein kleiner Anteil gehört ExxonMobil.

Bereits im März hatte eine iranische Rakete den Standort Ras Laffan getroffen und einen Brand ausgelöst. Nach Angaben der Behörden verursachte der Angriff "erhebliche" Schäden, bevor das Feuer gelöscht werden konnte. Doha hatte die Produktion dort wegen der iranischen Angriffe schon zuvor gestoppt.

Arbeiter gehen in der Mittagspause über die Baustelle der Oryx-Gas-to-Liquids-Anlage in der Ras Laffan Industrial City nördlich von Doha in Katar, am 16. Februar 2005
Arbeiter gehen in der Mittagspause über die Baustelle der Oryx-Gas-to-Liquids-Anlage in der Ras Laffan Industrial City nördlich von Doha in Katar, am 16. Februar 2005 STR/AP2005

Katar teilt sich sein riesiges Offshore-Erdgasfeld im Persischen Golf mit Iran. Die Gasförderung hat das Emirat zu einem der wohlhabendsten Staaten der Welt gemacht.

Mit den Einnahmen hat Katar sein internationales Investitionsprofil ausgebaut und Schlüsselbeteiligungen in Metropolen wie London und Paris erworben. Das Land richtete die Fußball-WM 2022 aus, gründete den Nachrichtensender Al Jazeera und finanziert seine Rolle als internationaler Vermittler, darunter die Gespräche in der Schweiz zwischen Iran und den USA.

Weitere Quellen • AP

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