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Neue Gefahr für die Energiemärkte: Explosion in Katars Gaszentrum

ARCHIV: Aufnahme vom vierten April 2009 zeigt eine Gasförderanlage in Ras Laffan, Katar.
ARCHIV - Auf dieser Aufnahme vom vierten April 2009 ist eine Gasförderanlage in Ras Laffan in Katar zu sehen. Copyright  AP Photo
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Von Malek Fouda
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Nach der schweren Explosion am wichtigsten Energiestandort Katars dauern die Such- und Rettungsarbeiten an. Nach Angaben des Innenministeriums sind rund 13 Menschen ums Leben gekommen.

Bei einer schweren Explosion am zentralen Flüssiggas-Exportterminal von Katar in Ras Laffan sind nach Angaben des katarischen Energieministers und Qatar-Energy-Chefs Saad Sherida Al-Kaabi am Sonntagabend mindestens 13 Arbeiter ums Leben gekommen. Weitere 66 Menschen wurden verletzt.

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Der Unfall ereignete sich, als Beschäftigte versuchten, den Betrieb der LNG-Anlage in Ras Laffan wieder aufzunehmen. Die Anlage war zuvor während des Krieges durch iranische Angriffe beschädigt worden.

In sozialen Medien veröffentlichte Videos zeigten einen gewaltigen Feuerball und einen Großbrand auf dem Gelände der Gasanlage. Euronews-Reporter in Doha berichteten, dass die Explosion die Hauptstadt erschütterte. Berichten zufolge war die Detonation auch im benachbarten Bahrain zu spüren.

Katar hatte die Produktion nach iranischen Angriffen auf die Anlage in den ersten Tagen des Krieges eingestellt. Hinzu kam, dass Iran die Straße von Hormus zeitweise kontrollierte, wodurch Katar keine Lieferungen an seine Kunden ausführen konnte.

Dieses Satellitenbild von Planet Labs PBC zeigt das Industriegebiet Ras Laffan in Katar am 6. März 2026
Dieses Satellitenbild von Planet Labs PBC zeigt das Industriegebiet Ras Laffan in Katar am 6. März 2026 Planet Labs PBC via AP/Planet Labs PBC

Da Teheran seinen Druck auf die wichtige Schifffahrtsroute im Zuge der laufenden Verhandlungen über ein dauerhaftes Ende des Krieges gelockert hat, begann Katar mit den Arbeiten zur Wiederinbetriebnahme seines Exportterminals.

Die Explosion könnte neue Auswirkungen auf die globalen Energiemärkte haben. Katar zählt zu den größten Erdgasproduzenten der Welt, weshalb Störungen der Exportinfrastruktur weltweit aufmerksam beobachtet werden.

Die Barzan-Anlage verfügt über eine Kapazität von fast 1,4 Milliarden Standardkubikfuß Verkaufsgas pro Tag. Katar nutzte das Gas vor allem zur Stromerzeugung im Inland und zur Versorgung seiner lebenswichtigen Meerwasserentsalzungsanlagen in den Wüstengebieten der Arabischen Halbinsel.

Katar hält nahezu alle Anteile an der Anlage. Ein kleiner Anteil gehört ExxonMobil.

Bereits im März hatte eine iranische Rakete den Standort Ras Laffan getroffen und einen Brand ausgelöst. Nach Angaben der Behörden verursachte der Angriff "erhebliche" Schäden, bevor das Feuer gelöscht werden konnte. Doha hatte die Produktion dort wegen der iranischen Angriffe schon zuvor gestoppt.

Arbeiter gehen in der Mittagspause über die Baustelle der Oryx-Gas-to-Liquids-Anlage in der Ras Laffan Industrial City nördlich von Doha in Katar, am 16. Februar 2005
Arbeiter gehen in der Mittagspause über die Baustelle der Oryx-Gas-to-Liquids-Anlage in der Ras Laffan Industrial City nördlich von Doha in Katar, am 16. Februar 2005 STR/AP2005

Katar teilt sich sein riesiges Offshore-Erdgasfeld im Persischen Golf mit Iran. Die Gasförderung hat das Emirat zu einem der wohlhabendsten Staaten der Welt gemacht.

Mit den Einnahmen hat Katar sein internationales Investitionsprofil ausgebaut und Schlüsselbeteiligungen in Metropolen wie London und Paris erworben. Das Land richtete die Fußball-WM 2022 aus, gründete den Nachrichtensender Al Jazeera und finanziert seine Rolle als internationaler Vermittler, darunter die Gespräche in der Schweiz zwischen Iran und den USA.

Weitere Quellen • AP

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