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EU plant Bankenreform bis Anfang 2027 und will Milliardeninvestitionen mobilisieren

EZB-Präsidentin Christine Lagarde im Gespräch mit Bankenunionskommissarin Maria Luis Albuquerque am 22. Mai 2026.
EZB-Präsidentin Christine Lagarde spricht mit Bankenunion-Kommissarin Maria Luis Albuquerque am 22. Mai 2026. Copyright  AP Photo/Petros Karadjias
Copyright AP Photo/Petros Karadjias
Von Eleonora Vasques
Zuerst veröffentlicht am
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Die EU-Kommission plant für das erste Quartal 2027 Reformen. Sie sollen Bankenmärkte öffnen, Firmen und Schlüsselbranchen besser finanzieren und die Abhängigkeit von ausländischen Banken verringern.

Die Europäische Union will mit neuen Gesetzesvorschlägen den Bankensektor reformieren. Ziel ist es, finanzielle Barrieren im Binnenmarkt abzubauen und die Abhängigkeit von ausländischen Banken bei der Finanzierung wichtiger Vorhaben zu verringern. Das geht aus einem Entwurf der Europäischen Kommission hervor, der Euronews vorliegt.

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Der Bericht soll am 15. Juli vorgestellt werden und bereitet umfassendere Reformen des Bankensektors vor, die für 2027 erwartet werden.

„Der EU-Bankenmarkt ist weiterhin zersplittert und in manchen Bereichen übermäßig komplex geworden“, heißt es in dem Papier. Dadurch müssten „Privathaushalte und Unternehmen mehr für Kredite zahlen, als eigentlich nötig wäre“.

Grenzüberschreitende Bankdienstleistungen innerhalb der EU sind weiterhin deutlich weniger verbreitet als in den Vereinigten Staaten, obwohl der Markt seit Jahrzehnten schrittweise integriert wird.

Der Reformvorstoß kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Europas Investitionsbedarf stark wächst. Eine im Juni veröffentlichte Studie der Beratungsfirma Oliver Wyman im Auftrag des Europäischen Bankenverbands schätzt, dass der Staatenverbund jährlich zusätzlich 1,4 Billionen Euro an Investitionen benötigt. Zuvor hatte der Wettbewerbsbericht von Mario Draghi für 2024 einen Bedarf von 800 Milliarden Euro errechnet.

Nach Einschätzung der Kommission können effizientere Banken Schlüsselbranchen besser finanzieren.

In dem Entwurf wird betont, wie wichtig es ist, die Abhängigkeit der EU von Banken außerhalb des Blocks zu verringern. Der „Bankensektor der EU kann helfen, die europäische Wirtschaft zu finanzieren, einschließlich ihrer strategischen Prioritäten wie Verteidigung sowie die digitale und grüne Transformation“, heißt es weiter.

Das Dokument nennt drei Hauptziele, um den Bankensektor wettbewerbsfähiger zu machen: den Binnenmarkt für Banken vollenden, internationale Standards für die Branche übernehmen und einige „unnötig komplexe und belastende Aspekte des Sektors“ vereinfachen.

Der Bericht enthält Vorschläge, die grenzüberschreitenden Aktivitäten von Banken erleichtern sollen. Dazu gehören ein freierer Fluss von Kapital und Liquidität zwischen den Mitgliedstaaten sowie ein besseres Management von Bankenpleiten.

Parallel zur Reform und weiteren Integration des Bankensektors sollen auch die europäischen Kapitalmärkte stärker zusammenwachsen. Jede Reform müsse mit einer Vertiefung der Kapitalmarktunion einhergehen, heißt es in dem Text.

Über die Reform der Kapitalmärkte wird in Brüssel derzeit noch verhandelt. Die EU strebt eine Einigung bis zum Jahresende an.

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