Madrid verzeichnet in der ersten Jahreshälfte 2026 einen historischen Boom beim Auslandstourismus: Besucher geben 10.007 Milliarden Euro aus, das sind 11,4 % mehr als im Vorjahr, meldet das Statistikamt INE.
Mit seiner Mischung aus großen Museen, geschichtsträchtigen Straßen, renommierter Gastronomie und einer lebendigen Kulturszene wird Madrid für Reisende immer attraktiver. Die spanische Hauptstadt schloss das erste Halbjahr 2026 mit Rekordzahlen ab: Internationale Besucher gaben 10.007 Millionen Euro aus, das sind 11,4 % mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Für die Stadtverwaltung zeigen diese Werte, wie stark Madrid Gäste, Talente und Investitionen anzieht. Die Tourismusdezernentin Almudena Maíllo betont, dass das Wachstum des Sektors über reine Wirtschaftskennzahlen hinausgeht: Es belebt die Viertel, schafft Arbeitsplätze und stärkt die Dienstleistungen in der Stadt.
Madrid gewinnt nicht nur mehr Reisende, sondern auch der internationale Besuch nimmt zu. Zwischen Januar und Juni 2026 verzeichnete die Hauptstadt 5,66 Millionen Touristinnen und Touristen, 4,1 % mehr als ein Jahr zuvor. Treiber des Anstiegs waren vor allem ausländische Märkte. Sie stehen inzwischen für 59 % aller Ankünfte und für zwei von drei Hotelnächten. Insgesamt erreichten die Übernachtungen fast zwölf Millionen, internationale Gäste blieben im Schnitt 2,38 Nächte in Madrid.
Madrid steigert globale Anziehungskraft: mehr Gäste aus USA, Brasilien und Europa
Madrid baut seine internationale Reichweite aus, mit den USA als wichtigstem Herkunftsmarkt. Im ersten Halbjahr 2026 kamen mehr als 567.000 US-Reisende und sorgten für über 1,3 Millionen Übernachtungen. Italien und Vereinigtes Königreich komplettierten das Spitzentrio der ausländischen Besucher.
Den größten Sprung verzeichnete Brasilien, das sich zum Markt mit dem stärksten Wachstum entwickelte. Die Zahl der Reisenden legte um 30 % zu, die Übernachtungen stiegen um 24 %. Auch Portugal gewann an Bedeutung und stärkt Madrids Verbindung zu europäischen und lateinamerikanischen Märkten.
Der touristische Aufschwung von Madrid zeigt sich auch in der Hotelkapazität und bei den Arbeitsplätzen. Die Hauptstadt zählte im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 920 Beherbergungsbetriebe mit rund 48.600 Zimmern und über 96.000 Betten – Zahlen, die den Ausbau der touristischen Infrastruktur festigen. Im Sektor waren 15.249 Beschäftigte tätig, 5,4 % mehr als im Vorjahr, getragen vom Vertrauen der Unternehmen in die Attraktivität der Stadt.