Den Wettbewerb 2026 haben 2026 im TV 131 Millionen Menschen – rund 35 Millionen weniger als im Vorjahr. Fünf Länder machten wegen Israels Teilnahme nicht mit.
Die Niederlande werden am Eurovision Song Contest im kommenden Jahr nicht teilnehmen. Der öffentlich-rechtliche Sender AVROTROS erklärte, die Veranstaltung könne angesichts der Spannungen rund um den Gaza-Krieg „nicht länger als neutral gelten“.
„Es ist unbestreitbar, dass internationale Konflikte den Wettbewerb zunehmend beeinflussen und seinen neutralen Charakter aushöhlen. Der Eurovision Song Contest ist damit zu einer Plattform der Spaltung geworden“, sagte Taco Zimmerman, Generaldirektor von AVROTROS, in einer Mitteilung des Senders.
Die Ausgabe von Mai 2026 hatten mehrere Länder wegen der Teilnahme Israels boykottiert.
Die Organisatoren des Eurovision Song Contest kündigten Anfang August an, dass künftig kein Land den Wettbewerb ausrichten darf, das in einen bewaffneten Konflikt verwickelt ist.
„Die jüngst angekündigten Änderungen … geben jedoch nicht genügend Vertrauen, dass der unabhängige und neutrale Charakter des Eurovision Song Contest wiederhergestellt ist“, heißt es in der Erklärung von AVROTROS.
Israel stand 2025 und 2026 jeweils kurz vor dem Sieg, belegte am Ende aber beide Male den zweiten Platz.
Nächster ESC im Mai 2027 in Burgas in Bulgarien
Die nächste Ausgabe, die weltweit größte live im Fernsehen übertragene Musikshow, soll am 15. Mai 2027 in der bulgarischen Schwarzmeerstadt Burgas stattfinden.
Für den Balkanstaat ist es das erste Mal, dass er den Wettbewerb austrägt. Die bulgarische Sängerin Darina Yotova, bekannt als Dara, hatte in der österreichischen Hauptstadt Wien mit dem eingängigen Dance-Track „Bangaranga“ den ESC 2026 gewonnen.
Seit dem Start 1956 hatte sich der Eurovision Song Contest zu einer großen Pop-Bühne entwickelt. Er verhalf schwedischen Ikonen wie ABBA zum weltweiten Durchbruch und stärkte auch die Karrieren von Stars wie Celine Dion, Cliff Richard und Olivia Newton-John.
Den Wettbewerb 2026 verfolgten 131 Millionen Zuschauer. Das waren 35 Millionen weniger als im Jahr davor, nachdem fünf Länder aus Protest gegen die Teilnahme Israels ferngeblieben waren.
Die Niederlande, Island, Spanien, Irland und Slowenien stiegen aus dem Wettbewerb aus, in Spanien, Irland und Slowenien wurde der ESC überhaupt nicht live im Fernsehen übertragen.