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Eurovision: Kanada ist erstes neues Teilnehmerland seit 2015

Foto des Publikums beim diesjährigen Eurovision Song Contest.
Ein Foto des Publikums beim Eurovision Song Contest dieses Jahres. Copyright  AP Photo
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Von Liam Gilliver
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Kanada ist beim nächsten Eurovision Song Contest dabei: Der öffentlich‑rechtliche Sender CBC ist nun Vollmitglied der EBU und darf beim Musikwettbewerb starten.

Kanada nimmt im kommenden Jahr am Eurovision Song Contest teil. Es ist das erste neue Teilnehmerland seit Australien im Jahr 2015.

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Die Veranstalter bestätigten am Mittwoch, dass CBC/Radio-Canada, der öffentlich-rechtliche Sender des Landes, als Vollmitglied in die Europäische Rundfunkunion (EBU) aufgenommen wurde.

Damit darf Kanada nun auch beim Wettbewerb antreten und wird sein Debüt in den Halbfinals im nächsten Jahr geben. CBC/Radio-Canada will in den kommenden Monaten bekanntgeben, wie der Beitrag ausgewählt wird.

Eurovision: Kanada steigt ein und hat schon einen Siegertitel

„Unsere Teilnahme am Eurovision Song Contest ab dem kommenden Jahr in Bulgarien wird kanadischen Talenten eine der traditionsreichsten Musikbühnen der Welt eröffnen“, sagt Marie-Philippe Bouchard, Präsidentin und Geschäftsführerin von CBC/Radio-Canada.

„Außerdem können Fans in Kanada den Wettbewerb weiter verfolgen und mit abstimmen, wie sie es seit Jahren tun – mit dem zusätzlichen Nervenkitzel, ihr eigenes Land auf der Eurovision-Bühne zu sehen.“

Auch Martin Green, Leiter des Eurovision Song Contest bei der EBU, begrüßte den Schritt und erinnerte an die in Kanada geborene Sängerin Céline Dion, die den Wettbewerb 1988 für die Schweiz gewann.

„Da CBC/Radio-Canada nun als vollwertiges EBU-Mitglied am Wettbewerb teilnehmen kann, freuen wir uns darauf, dass Kanada seine eigene Stimme, Kreativität und Energie 2027 auf die Eurovision-Bühne in Bulgarien bringt“, fügte er hinzu.

Das Interesse in Kanada am Eurovision Song Contest ist groß. Beim 70. Eurovision Song Contest im Mai gehörte Kanada im Voting der „Rest der Welt“-Länder zu den drei führenden Nationen.

Kanadierinnen und Kanadier zählten zudem zu den größten Ticketkäufern außerhalb Europas. Viele reisten nach Wien, um sowohl die Halbfinals als auch das große Finale live zu erleben.

Eurovision-Boykott geht weiter

Der Eurovision Song Contest 2027 findet im kommenden Jahr in Bulgarien statt. Vorausgegangen war ein nervenaufreibendes Finale, in dem das Land Israel in einer dramatischen Publikumsabstimmung entthronte.

Sängerin Dara holte mit ihrer Partyhymne „Bangaranga“ die Trophäe – der erste Sieg für Bulgarien überhaupt. Überschattet wurde der Wettbewerb jedoch von wachsendem Widerstand gegen die Teilnahme Israels.

ARCHIV: Demonstrierende protestieren in Wien, Österreich, am Samstag, 16. Mai 2026, gegen Israel vor dem Finale des 70. Eurovision Song Contest.
ARCHIV: Demonstrierende protestieren in Wien, Österreich, am Samstag, 16. Mai 2026, gegen Israel vor dem Finale des 70. Eurovision Song Contest. Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.

Noch bevor der erste Act die Bühne betrat, füllten Demonstrierende bereits die Straßen von Wien und forderten ein Ende des Kriegs in Gaza.

Irland, Island, die Niederlande, Slowenien und Spanien zogen sich aus Protest gegen die Entscheidung der EBU, Israel zuzulassen, geschlossen aus dem Wettbewerb zurück. Ob sie im kommenden Jahr zurückkehren – oder ob sich weitere Länder dem Boykott anschließen – ist noch offen.

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