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Tim Curry, legendärer Star aus „Rocky Horror Picture Show“ und „Es“, stirbt mit 80 Jahren

Tim Curry: legendärer Star von „The Rocky Horror Picture Show“ und „Es“ stirbt mit 80
Tim Curry ist tot: Kultstar aus „The Rocky Horror Picture Show“ und „ES“ stirbt mit 80 Jahren Copyright  AP Photo
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Von David Mouriquand
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Der britische Bühnen-, Film- und Synchronstar war vor allem für seine Hauptrollen in „The Rocky Horror Picture Show“, „Clue“, „Es“ und „Muppet Treasure Island“ bekannt.

Der beliebte britische Schauspieler Tim Curry ist im Alter von 80 Jahren gestorben.

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Die genaue Todesursache ist noch nicht bekannt. Curry hatte jedoch seit einem schweren Schlaganfall im Jahr 2012 mit mehreren gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, der ihn gehunfähig machte.

Berühmt wurde er vor allem als Frank-N-Furter, der „sweet transvestite from transsexual Transylvania“, in der Kult-Musicalkomödie The Rocky Horror Picture Show (1975). Viele Kritiker und Fans hielten Curry für einen der charismatischsten Darsteller seiner Generation.

Er wurde am 19. April 1946 im englischen Cheshire geboren. Seine professionelle Laufbahn begann er 1968 in einer West-End-Produktion des Rockmusicals Hair, kurz nachdem er die University of Birmingham abgeschlossen hatte.

Es folgten Rollen in Bühneninszenierungen von Shakespeare, Brecht und Stoppard. Der subversive Camp-Klassiker Rocky Horror machte ihn dann über Nacht zum Weltstar. Der Film gilt bis heute als Klassiker des Musical-Kinos und läuft weiterhin in ausgewählten Kinos. Damit ist er der am längsten ununterbrochen gezeigte Film aller Zeiten.

Tim Curry in The Rocky Horror Picture Show
Tim Curry in The Rocky Horror Picture Show Fox-Rank Distributors / 20th Century Fox

Der äußerst produktive Schauspieler blieb auch mit vielen anderen Rollen im Gedächtnis. So spielte er Bill Sikes in dem Fernsehfilm „Oliver Twist“ von 1982, den furchterregenden Bösewicht Darkness in Ridley Scotts Fantasyfilm Legend (1985), den Butler Wadsworth in der Komödie Clue von 1985 – der zu Unrecht wenig beachteten, aber brillanten Verfilmung des Brettspiels Cluedo – sowie den Piraten Long John Silver in Muppet Treasure Island (1996).

Auf der großen Leinwand sorgte er außerdem als Rooster Hannigan in Annie, als Dr. Yevgeniy Petrov in The Hunt for Red October, als Concierge Hector in Home Alone 2: Lost in New York und als Kardinal Richelieu in The Three Musketeers für Aufsehen.

Über Rocky Horror hinaus prägte Curry die Popkultur mit der 1990 ausgestrahlten Miniserie It, basierend auf Stephen Kings gleichnamigem Roman. Er verkörperte dort den Hauptantagonisten Pennywise, den Clown, und jagte damit einer ganzen Generation von Kindern Angst ein.

Tim Curry als Pennywise in It
Tim Curry als Pennywise in It ABC screenshot

Parallel dazu stand Curry immer wieder auf der Bühne. Für seine Darstellung von Mozart in der Broadway-Produktion von Amadeus im Jahr 1981 erhielt er eine Tony-Nominierung. Weitere prägende Auftritte hatte er in The Pirates of Penzance, The Rivals und My Favourite Year, wofür er seine zweite Tony-Nominierung bekam, sowie in Spamalot, der Bühnenadaption von Monty Python and the Holy Grail, in der er König Artus spielte. Diese Rolle brachte ihm seine dritte Tony-Nominierung ein.

Tim Curry in Spamalot - 2005
Tim Curry in Spamalot - 2005 AP Photo

Nach seinem Schlaganfall im Juli 2012 verlagerte Curry seine Arbeit vor allem auf die Sprecherkabine. Zu seinen Synchron- und Voice-over-Projekten gehörten FernGully: The Last Rainforest, Star Wars: The Clone Wars und Peter Pan & the Pirates. Letztere Serie brachte ihm einen Emmy Award ein.

Curry, der nie verheiratet war und keine Kinder hatte, hielt sein Privatleben weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus. In seinen 2025 erschienenen Memoiren „Vagabond“ schrieb er jedoch, dass ihn zahlreiche bewegende Begegnungen mit Fans schließlich dazu gebracht hätten, seine Geschichte zu erzählen.

„Der Gedanke, dass meine Erfahrungen bei anderen etwas auslösen könnten, gibt mir Kraft. Wenn sie nur bei einem Teenager Anklang finden, der allein mit einem Buch in seinem Zimmer sitzt, so wie ich es so oft war; oder bei jener jungen Frau, die dies auf einer endlos langen Busfahrt liest; oder bei dieser älteren Queen, hoffentlich noch immer in Strapsen, die ‚Rocky Horror‘ im Obergeschoss des Royal Court gesehen hat; oder bei jener Mutter mittleren Alters, die ‚Clue‘-Abende organisiert und niemanden ohne Kostüm hineinlässt; oder bei diesem steifen Bankangestellten, der Musicals liebt; oder bei jener Frau, die mich aus dem Waverly geworfen hat, nur weil ich ich selbst war“, schrieb er.

RIP Tim Curry 1946 - 2026

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