Auf dem Weg zu Dunesday: große Herbstfilmvorschau von Euronews Culture
Auch in den letzten vier Monaten 2026 kommt noch viel Kinoqualität auf uns zu. Hier unsere Auswahl der meist erwarteten Filme, die Sie nicht verpassen sollten.
Die Sommersaison der Blockbuster ist vorbei. Das kann nur eines bedeuten: Es ist Zeit, auf die Kinostarts im Herbst zu schauen.
Und natürlich beginnt jetzt die Phase, in der alle wieder alles mit Pumpkin Spice bevorraten. Viel Glück – und übertreibt es nicht. Oder doch, uns ist das latte.
Hinter uns liegen bereits acht Monate voller Kinokost – von Horror-Hits wie Obsession und Backrooms bis zu waschechten Epen. Dazu kam ein sommerlicher Kassenrekord dank Spider-Man: Brand New Day – 2026 sieht jetzt schon nach einem Ausnahmejahr aus. Die letzten vier Monate versprechen noch einmal Großes und gipfeln in einem Dezembertag, an dem beide größten Blockbuster des Jahres gleichzeitig starten...
Bis dahin wird es eng im Startkalender, aber höchst spannend. Damit Sie den Überblick behalten, hat Euronews Culture die wichtigsten Filme zwischen September und Dezember herausgefiltert. Die Starttermine unterscheiden sich je nach Land, deshalb haben wir die Auswahl so chronologisch wie möglich sortiert. Und falls Sie den diesjährigen Palme-d’Or-Gewinner Fjord oder das majestätische Fatherland hier vermissen: Beide laufen bereits in einigen europäischen Ländern, und wir haben sie schon ausführlich besprochen. Gern geschehen.
Und jetzt ohne Umschweife: Die heiß erwarteten Herbststarts, die Sie nicht verpassen sollten.
SEPTEMBER
Oasis: Don’t Look Back In Anger
Während die eingefleischten Oasis-Fans noch auf neue Tourdaten für 2027 warten, bekommen sie vorerst eine Doku über die Oasis Live ’25-Reunion-Tour serviert. Der Film eröffnet in diesem Jahr die Filmfestspiele von Venedig und wird als „schamlos aufmunternder Bericht über das größte Musikereignis 2025, der Erlebnisse und Emotionen der Band und ihrer Fans weltweit einfängt“ beschrieben. Er startet im Laufe des Monats im Kino und kommt später exklusiv zu Disney+.
Practical Magic 2
Fast 30 Jahre ist es her, dass Sandra Bullock und Nicole Kidman als Hexen-Schwestern Sally und Gillian zu sehen waren. Jetzt kehren sie zurück – zusammen mit den altbekannten Dianne Wiest und Stockard Channing sowie den Neuzugängen Joey King, Lee Pace und Maisie Williams. Diesmal kämpft die Familie mit einem über Generationen vererbten Fluch. Als großes Plus: Die Fortsetzung entsteht unter der Regie der großartigen Susanne Bier (Open Hearts, In A Better World, The Night Manager) – die Erwartungen sind entsprechend hoch. Hexerei mit Happy-End?
Resident Evil
Als Videospiel-Fan hat man es bei Kinoadaptionen schwer, und seit 2002 gab es bereits sieben Resident-Evil-Filme... Sie reichen von durchschnittlich bis grottenschlecht. Keiner davon wurde jedoch von Zach Cregger mitgeschrieben und inszeniert – dem Mann hinter Barbarian und dem letztjährigen Gänsehaut-Schocker Weapons. Sein Film wird als dringend nötiger Neustart der Reihe angepriesen. Wir sind gespannt, ob Creggers Sprung von Indie-Grusel zu Franchise-Horror den ewigen Konsole-ins-Kino-Fluch endlich bricht.
Primetime
Robert Pattinson erlebt gerade ein bemerkenswertes Jahr. In The Drama spielt er einen überforderten Bräutigam in spe, in The Odyssey einen winselnden Verehrer, und zum Jahresende wird er als machthungriger Strippenzieher in Dune: Part Three zu sehen sein. Vorher verkörpert er Chris Hansen, den Moderator der moralisch fragwürdigen Realityshow To Catch a Predator. Regie führt Dokumentarfilmer Lance Oppenheim, der nach Some Kind of Heaven und Spermworld sein Spielfilmdebüt gibt. Der Trailer macht Lust auf mehr und erinnert an Nightcrawler... Vielleicht ist da sogar eine Oscar-Nominierung für R-Patz drin?
OCTOBER
Verity
Das Anne-Hathaway-Jahr geht weiter. Nach Mother Mary, The Devil Wears Prada 2, The Odyssey und The End Of Oak Street steht sie nun in ihrem fünften Kinofilm 2026 vor der Kamera. Sie spielt eine berühmte Autorin, deren unvollendete Buchreihe eine erfolglose Schriftstellerin (Dakota Johnson) in ihr Haus bringt – und gefährlich nah an ihren Ehemann (Josh Hartnett). Verity adaptiert den Roman von Colleen Hoover („It Ends With Us“) und wird als „gotischer, psychosexueller Thriller im Stil von Rebecca und Gone Girl“ beschrieben. Klingt vielversprechend, wenn man das Desaster der Verfilmung von It Ends With Us aus dem Jahr 2024 ausblendet. Hoffen wir, dass Verity ein starkes Jahr für seine Hauptdarstellerin nicht entgleisen lässt.
Digger
Wird Digger der Film, der Tom Cruise endlich einen Oscar beschert? Der erste Trailer zu Alejandro González Iñárritus heiß erwarteter Neuheit zeigt Cruise in seiner wohl radikalsten und am schwersten wiederzuerkennenden Rolle seit Tropic Thunder. Er spielt Digger Rockwell, einen mächtigen Ölunternehmer aus Texas, der „eine fieberhafte Mission startet, um zu beweisen, dass er der Retter der Menschheit ist, bevor die von ihm ausgelöste Katastrophe alles vernichtet“. Der satirische Ton erinnert an Dr. Seltsam, und es wirkt, als würde Cruise hier einen der größten Risikogänge seiner Karriere wagen, um daran zu erinnern, dass er mehr ist als nur ein rennender-springender-kämpfender Action-Star.
The Social Reckoning
Der Zeitpunkt für diesen Nachfolger könnte kaum besser sein. Nach den jüngsten Schlagzeilen über Metas wegweisenden Milliardenvergleich und Mark Zuckerbergs unsympathischen Plan, Mitarbeitende durch KI zu ersetzen, kommt nun das sehr aktuelle Begleitstück zu David Finchers Oscar-prämiertem The Social Network. Jeremy Strong übernimmt von Jesse Eisenberg die Rolle des Facebook-Gründers in Aaron Sorkins Film über Zuckerbergs anhaltende Probleme. Strong beherrscht diesen leeren, „Ist er ein Mensch?“-, „Vielleicht doch nur ein seelenloser Droide“-Blick perfekt. The Social Reckoning konzentriert sich auf Whistleblowerin Frances Haugen (Oscar-Preisträgerin und Anora-Star Mikey Madison), die die algorithmischen Fehlleistungen von Facebook und die aktive Verbreitung von Falschinformationen öffentlich gemacht hat. Bleibt zu hoffen, dass Sorkin erneut ein mitreißendes Drehbuch abliefert und Finchers starke Regiearbeit würdig ergänzt.
Klara And The Sun
Basierend auf Kazuo Ishiguros Roman von 2021 versucht Taika Waititi mit Klara And The Sun, in Hollywood wieder auf die Sonnenseite zu kommen – nach den beiden Enttäuschungen Thor: Love And Thunder und Next Goal Wins. In einem dystopischen Zukunftssetting spielt Jenna Ortega die solarbetriebene Begleit-Androide Klara, die verzweifelt eine Bindung zu Josie (Mia Tharia) sucht, dem kranken Mädchen, für das sie gekauft wurde. Mal sehen, ob Waititi seinen Humor diesmal so dosiert, dass er dem Ausgangsmaterial dient und die bislang makellose Bilanz von Ishiguro-Verfilmungen keinen ersten Schönheitsfehler bekommt.
Minotaur
Nach dem Grand-Prix-Sieg in Cannes erhält Andrey Swjaginzews Minotaur im Oktober und November einen gestaffelten Kinostart in Europa. Der Film basiert auf Claude Chabrols französischem Werk La Femme Infidèle von 1969, spielt jedoch im Jahr 2022 und folgt einem wohlhabenden russischen Topmanager, der den Seitensprung seiner Frau entdeckt und den jüngeren Liebhaber töten will. Die Stimmen aus Cannes sind überwiegend begeistert; gelobt werden nicht nur Swjaginzew, sondern auch Iris Lebedeva und Dmitriy Mazurov, die das Paar verkörpern, das in Putins Russland durch Verrat und Korruption taumelt.
Ali G: Who Iz I?
Interessiert sich überhaupt noch jemand für Ali G? Sacha Baron Cohen scheint überzeugt davon und hat seine Channel-4-Figur aus Ali G Indahouse (2002) für eine neue Mockumentary wiederbelebt. Der Film wurde heimlich gedreht und markiert Baron Cohens Regiedebüt. Ali G: Who Iz I? sorgt jedoch schon vor dem Start für heftige Kritik. Der schmerzhaft unlustige Trailer hat Aktivistengruppen auf den Plan gerufen, die verlangen, den Film aus den Kinos zu nehmen. Ihre Argumentation: Die „veralteten“ und „rassistischen“ Klischees funktionieren selbst als Satire nicht mehr. Ob der Film taugt, wird sich zeigen – Gesprächsthema im Oktober wird er aber wohl in jedem Fall sein. Nur vermutlich nicht im positiven Sinn.
Clayface
Einer der großen Halloween-Starts 2026 ist überraschenderweise ein DC-Comics-Film. Unter der Regie von James Watkins (Eden Lake, Speak No Evil) und nach einem Drehbuch des verlässlichen Mike Flanagan erzählt Clayface die Ursprungsgeschichte des Batman-Gegners mit der schleimigen Visage. Im Zentrum steht ein junger, gefeierter Schauspieler, der bei einem Unfall schwer entstellt wird und sich an eine Wissenschaftlerin (Naomi Achie) wendet, damit sie mit einer neuartigen Hautbehandlung sein altes Gesicht zurückbringt. Die Nebenwirkungen sehen ziemlich übel aus. Die verstörenden Trailer machen klar, dass Watkins und Co. voll auf Body-Horror setzen, und einige Szenen wirken jetzt schon, als würden sie das Publikum auf den Sitzen winden lassen. Eine buchstäblich augenöffnende Sequenz im Flugzeug dürfte ein paar Mägen in Turbulenzen versetzen.
Hope
Ein Polizeichef, ein unerfahrener Polizist und eine Gruppe Jäger versuchen, eine geheimnisvolle Kaiju-ähnliche Kreatur aufzuspüren und zu töten, die ein koreanisches Dorf verwüstet. Was soll man daran nicht mögen? Der heiß erwartete Monster-Film des südkoreanischen Autors und Regisseurs Na Hong-Jin kommt zehn Jahre nach seinem Horrorjuwel The Wailing. Die Cannes-Reaktionen waren geteilt: Für die einen ist Hope überladen und mit schwachen Effekten ausgestattet, für die anderen hemmungslos und hochoktanig. Ach ja: Michael Fassbender und Alicia Vikander spielen zwei der Kreaturen. Wir sind auf jeden Fall neugierig.
Wicker
Eine weitere Halloween-Premiere sieht höchst vielversprechend aus: ein komödiantisches Märchen mit Olivia Colman als Fischerin, die in einem starren mittelalterlichen Bauerndorf ausgegrenzt wird. Aus purer Einsamkeit baut sie sich kurzerhand selbst einen Ehemann aus Weidenruten (Alexander Skarsgård). Warum auch nicht. Die auf einer Kurzgeschichte von Ursula Wills-Jones basierende, ungewöhnliche Romanze von Eleanor Wilson und Alex Huston Fischer scheint alle Kästchen abzuhaken. Colman in einer Komödie? Check. Eine schräge, derbe Volkserzählung mit einem Mann, der „stark wie ein Baum und genauso hart“ ist und reichlich F-Wörter? Check. Skarsgård als begehrenswerte Flechtarbeit, an der die Dorfbewohner hochklettern wollen wie an einem Baum? Check. Dieser Film dürfte bei einigen Zuschauerinnen und Zuschauern unerwartete Vorlieben wecken.
NOVEMBER
Godzilla Minus Zero
Die Fortsetzung des Oscar-prämierten Hits Godzilla Minus One aus dem Jahr 2023 knüpft direkt an die Geschichte an. Autor und Regisseur Takashi Yamazaki kehrt zurück, um hoffentlich erneut ein beeindruckendes Kaiju-Spektakel zu liefern. Minus One gehörte zu den besten Godzilla-Filmen überhaupt – ein beachtlicher Erfolg, wenn man bedenkt, dass es nach unserer Rechnung bereits 39 gibt. Es gibt also guten Grund, Yamazaki erneut zu vertrauen. Minus Zero ist zudem die erste japanische Produktion, die speziell für IMAX gedreht wurde. Die Inhaltsangabe klingt passend: „Der Krieg hat Japan auf null reduziert, Godzilla hat es ins Minus gestürzt. Zwei Jahre sind vergangen, das Land kämpft verzweifelt um den Wiederaufbau und ein normales Leben. Gerade als sich die Menschen mühsam an einen hart erkämpften Frieden klammern, schlägt eine neue Bedrohung zu und zerschlägt jede Hoffnung im Handumdrehen. Ein drittes Mal wird es nicht geben. Hier endet alles.“ Klingt nach großem Krach.
Wild Horse Nine
Nach dem vielfach ausgezeichneten The Banshees of Inisherin meldet sich Martin McDonagh mit einer weiteren rabenschwarzen Komödie zurück, die an seinen eigenen Klassiker In Bruges erinnert. Statt zweier streitender Auftragskiller in Belgien stehen diesmal zwei sich ständig zoffende CIA-Agenten (John Malkovich und Sam Rockwell) im Mittelpunkt, die kurz vor dem chilenischen Putsch von 1973 auf der Osterinsel Chaos stiften. Das Ensemble, das in Venedig Premiere feiert, umfasst unter anderem Steve Buscemi, Parker Posey, Mariana di Girolamo und den großartigen Tom Waits. Auf diesen Film warten wir sehnsüchtig.
Ebenezer
Als verstörende Neubearbeitung von „A Christmas Carol“ durch Horrorregisseur Ti West (The Innkeepers, die X-Trilogie) und als große Kinorückkehr von Johnny Depp beworben, könnte Ebenezer entweder ein gewagtes weihnachtliches Gothic-Märchen oder ein lauwarmer Dickens-Abklatsch werden. Viel hängt davon ab, ob das Publikum Depp wieder willkommen heißt. Erste Reaktionen auf seine mit Prothesen überzogene Verwandlung in Ebenezer Scrooge fallen positiv aus, doch die Geister seiner Vergangenheit sind für viele nicht verschwunden. Offenheit schön und gut – der allzu meta geratene Trailer legt allerdings dick auf: „Er brachte uns Jack Sparrow, Edward Scissorhands und den verrückten Hutmacher. Im November kehrt der Meister der Außenseiter zurück.“ Dann flüstert Depp: „Es ist gut, zurück zu sein.“ Wie gut, wird sich bald zeigen.
Paper Tiger
James Grays neuestes New-York-Familiendrama ist eine Crime-Geschichte, die in den 80ern spielt – ein Stoff, der perfekt zu dem Regisseur von Little Odessa, The Yards und We Own The Night passt. Paper Tiger erzählt von zwei Brüdern, die in ein Komplott mit der russischen Mafia geraten. Ihre Geschäfte gefährden nicht nur ihr Verhältnis, sondern die gesamte Vorstadtfamilie. Mit Adam Driver, Miles Teller und Scarlett Johansson in den Hauptrollen könnte dies der prominent besetzte Film werden, der Gray endlich die überfällige Anerkennung bei den großen Preisen bringt. Wie The Lost City of Z und Armageddon Time ohne zumindest eine „Goldene Glatze“-Nominierung bleiben konnten, bleibt ein Rätsel.
The Further Mis-Adventures of Cliff Booth
Quentin Tarantino wollte eigentlich nicht, dass dies sein zehnter und letzter Film wird – so jedenfalls besagen die Regeln, die er sich selbst gesetzt hat. Dennoch schrieb er eine Fortsetzung zu Once Upon A Time In Hollywood, die sich auf Brad Pitts Stuntman Cliff Booth konzentriert, und übergab das Projekt niemand Geringerem als David Fincher. Positiv daran: Wir bekommen ein weiteres Fincher-Pitt-Zusammentreffen nach Se7en, Fight Club und The Curious Case of Benjamin Button. Weniger erfreulich: Brauchen wir das wirklich? Once Upon A Time In Hollywood war nicht Tarantinos stärkstes Werk. Außerdem bleibt die Frage, ob Tarantinos Stimme und Finchers Handschrift wirklich zusammenpassen. Ende November wissen wir mehr – dann startet der Film im Kino, bevor er am 23. Dezember weltweit zu Netflix wandert.
DECEMBER
La Bola Negra
Zwischen November und Dezember kommt La Bola Negra in die europäischen Kinos. Der Film gehörte in Cannes zu den meistdiskutierten Beiträgen. Regie führen Javier Calvo und Javier Ambrossi; ihr queeres Epos, inspiriert von Federico García Lorcas unvollendetem Werk gleichen Namens, brachte den beiden gemeinsam mit Paweł Pawlikowski für Fatherland die Palme für die Beste Regie ein. Wenn La Bola Negra nur annähernd so meisterhaft ist wie Fatherland, steht dem Publikum ein echtes Ereignis bevor. Die weit ausgreifende Geschichte reicht von Spanien der frühen 1930er Jahre über die Verfolgung queerer Menschen im Bürgerkrieg bis ins 21. Jahrhundert und dürfte bei den Oscars nächstes Jahr als Bester Internationaler Film ganz vorne mitmischen.
Ink
Der Eröffnungsfilm der diesjährigen Filmfestspiele von Venedig ist Danny Boyles Ink. Der Film kommt im Dezember und Januar zunächst in ausgewählte Kinos und läuft Anfang nächsten Jahres bei Netflix. Boyles Debüt am Lido ist ein Biopic, das James Graham aus seinem Bühnenstück von 2017 adaptiert hat. Im Mittelpunkt stehen die frühen Jahre von Rupert Murdoch rund um den Erwerb der Boulevardzeitung The Sun. Guy Pearce spielt den australischen Medienmogul, Jack O’Connell den Chefredakteur Larry Lamb und Claire Foy eine fiktive Reporterin. Die Synopsis verspricht eine scharfe, zeitgemäße Analyse des Zustands des Journalismus: „Eine explosive filmische Achterbahnfahrt über eine Gruppe von Visionären und Außenseitern, die eine Idee für eine neue Art von Nachrichten hatten – Nachrichten, die den Menschen geben sollten, was sie wollen, und die die Welt, in der wir heute leben, verändern würden.“ Boyles letztes Biopic, Steve Jobs aus dem Jahr 2015, brachte zahlreiche Nominierungen ein. Es wäre keine Überraschung, wenn Ink im kommenden Preisrennen eine wichtige Rolle spielt.
Avengers: Doomsday
Die vergangenen fünf Jahre liefen für das größte Filmfranchise der Welt alles andere als rund. Das MCU hatte in der Post-Endgame-Phase mehr Fehlgriffe als Treffer, und viele Zuschauerinnen und Zuschauer schienen genug zu haben von den überladenen Multiversums-Spielereien. Doch offenbar ist die Superhelden-Müdigkeit noch nicht am Höhepunkt – das zeigen die Rekordzahlen von Spider-Man: Brand New Day, das inzwischen ein größerer Kassenerfolg ist als Titanic. Trotzdem steht Marvel Ende des Jahres vor einer echten Bewährungsprobe. Das Studio geht auf Nummer sicher und fährt für Avengers: Doomsday das bislang wohl größte Crossover-Spektakel auf. Fast alle sind wieder an Bord: die Endgame-Regisseure Russo Brothers, die angeblich aus dem MCU ausgestiegenen Chris Evans und Robert Downey Jr., The Fantastic Four, The Thunderbolts, die originalen X-Men... Der Film bildet eine Hälfte des größten Blockbuster-Doppels 2026 und wird die weltweiten Kassen vermutlich sprengen. Rekorde sind bereits gefallen: Der Vorverkauf übertraf die Marke von 35 Millionen Dollar. Richtig gelesen – vier Monate vor dem Start hat Doomsday schon Vorverkaufsrekorde gebrochen. Ob der Film den Erwartungen gerecht wird oder gar zu einem Kulturphänomen wie Endgame avanciert, bleibt abzuwarten. Sicher ist: Dieses Abenteuer geht nicht nur um den Kampf gegen Doctor Doom. Es ist der Versuch des MCU, seinen Spitzenplatz zurückzuerobern und zu beweisen, dass es unsere Aufmerksamkeit noch wert ist.
Dune: Part Three
Wenn Avengers: Doomsday eine Hälfte des gigantischen Blockbuster-Spektakels 2026 ist, dann bildet Dune: Part Three die andere. Beide Filme starten am gleichen Tag, dem 18. Dezember. Viele rechnen deshalb mit einem Barbenheimer-artigen Doppelereignis, das bereits den Spitznamen Dunesday trägt. Wir werden uns dieses blasenstrapazierende Kinodoppel im Dezember natürlich gönnen, geben aber zu: Unsere Vorfreude gilt deutlich mehr Dune: Part Three. Der Film beschließt Denis Villeneuves Trilogie nach Frank Herberts Dune-Romanen und basiert auf „Dune Messiah“, in dem der heilige Krieg von Imperator Paul Atreides völlig aus dem Ruder läuft. Fast alle Figuren kehren für das Finale zurück, darunter der zuvor verstorbene Duncan Idaho (Jason Momoa), und es stoßen neue Gesichter dazu: der omnipräsente Robert Pattinson, Isaach de Bankolé und Anya Taylor-Joy, die vom Kurzauftritt zur Hauptrolle aufsteigt. Da sowohl Dune als auch Dune: Part Two herausragend waren, könnte dieses Schlusskapitel die Trilogie endgültig zu einem Klassiker machen. Bleibt nur eine Frage: Welcher Film wird an den Kinokassen die Nase vorn haben, Doomsday oder Dune: Part Three?
Damit hätten wir das Herbst-Line-up. Auf welche Filme freuen Sie sich am meisten? Aktuelle Rezensionen zu den neuesten Kinostarts finden Sie im Bereich „Film der Woche“ von Euronews Culture – und dort auch unsere Auswahl der besten Filme 2026 bisher.