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Musk darf Hirn-Computer-Implantate am Mensch testen

Tech-Milliardär Elon Musk
Tech-Milliardär Elon Musk Copyright Patrick Pleul/(c) dpa-Zentralbild POOL
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Von Julika Herzog mit dpa, AP, AFP
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Elon Musks Firma Neuralink hat nach eigenen Angaben von der US-Gesundheitsbehörde FDA eine Zulassung bekommen, um ihre vernetzten Hirnimplantate am Menschen zu testen.

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Ziel von Neuralink ist es das menschliche Gehirn direkt mit einem Computer zu vernetzen. Das Start-Up entwickelt vernetzte Geräte, die in das Gehirn implantiert werden und direkt über Gedanken mit Computern kommunizieren. Die Idee ist es, menschliche Gedanken durch technische Schaltkreise zu lesen, zu verarbeiten und in Bewegungen oder Sprache zu übersetzen.

Menschen helfen: Gelähmte sollen wieder gehen

Gelingt das, könnten auf diese Weise zum Beispiel Gelähmte per Gedankensteuerung ein Exoskelett steuern oder Menschen mit Locked-In-Syndrom mit ihrer Außenwelt kommunizieren.

Die Zulassung von Menschentests sei ein wichtiger erster Schritt, "der es unserer Technologie eines Tage ermöglichen wird, vielen Menschen zu helfen", schrieb das kalifornische Unternehmen auf Twitter.

Neuralink will später Implantate kommerzialisieren

Die Implantate von Neuralink sollen zunächst Menschen helfen, die gelähmt sind oder an neurologischen Erkrankungen leiden. Das Start-up möchte diese Implantate dann sicher und zuverlässig genug machen, um sie dann auf dem freien Markt anzubieten. Damit könnten sich Kunden für ein paar tausend Dollar ihr Gehirn mit Computerleistung ausstatten.

Elon Musk sagte auf der Jahreskonferenz des Unternehmens 2020, dass diese Chips der Menschheit eine "Symbiose mit künstlicher Intelligenz (KI)" ermöglichen. Der Tech-Milliardär befürchtet, dass KI-Systeme den Menschen überholen und eines Tages die Kontrolle übernehmen könnten.

Musk, der auch Twitter-Chef ist, gratulierte dem Team im Kurznachrichtendienst. Die Suche nach Probanden für die klinische Studie habe noch nicht angefangen, teilte Neuralink weiter mit. Mehr Informationen dazu gebe es bald.

Neben dem Elektroauto-Hersteller Tesla und der Raumfahrtfirma SpaceX gehört das Start-up Neuralink zu den eher kleinen Projekten des 51-jährigen Tech-Milliardärs Musk. Die 2016 gegründete Forschungseinrichtung entwickelt Technologien zur direkten Vernetzung von Menschen und Computern mithilfe von Hirnimplantaten.

OP um Leitungen mit menschlichem Gehirn zu verbinden

Für den Einsatz des Neuralink-Implantats ist laut dem US-Sender CNBC eine Operation am Hirn notwendig. Der sogenannte Link werde im Kopf mit feinen Leitungen direkt mit dem menschlichen Gewebe verbunden. Externe Geräte sollen dann kabellos angesteuert werden können.

Äußerlich soll außer einer kleinen Narbe unter den Haaren später davon nichts zu sehen sein, sagte Musk 2020 bei der Vorführung eines Prototyps, den Neuralink zunächst an Schweinen testete.

Die mutmaßliche Zulassung für eine Testung am Menschen sei schon ein Erfolg, schrieb CNBC. Eine finale Marktzulassung für ein Produkt habe bislang kein Unternehmen, das im BCI-Bereich forscht.

Schweizer Forschern war es jüngst gelungen, einen nach einem Unfall gelähmten Niederländer mittels elektronischer Sensoren im Kopf, der Wirbelsäule und den Beinen wieder zum Laufen zu bringen. Die Funktionsweise der experimentellen Studie wurde am Mittwoch im Fachjournal "Nature" veröffentlicht.

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