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WHO warnt: aktuelle Hitzewelle in Europa ist nur Generalprobe

Jugendliche baden an einem glühend heißen Tag in einem See in Bukarest, Rumänien. Der Wetterdienst warnt landesweit vor extremer Hitze, Code Rot.
Hitze in Rumänien: Jugendliche kühlen sich in einem See bei Bukarest ab, der nationale Wetterdienst meldet für weite Teile des Landes Code Rot. Copyright  AP Photo/Vadim Ghirda
Copyright AP Photo/Vadim Ghirda
Von Marta Iraola Iribarren
Zuerst veröffentlicht am
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Europa erlebt erneut eine Rekordhitze. Die Weltgesundheitsorganisation warnt: Künftige Sommer werden noch heißer.

Der Juni zählt in Europa zu den heißesten Monaten seit Beginn der Aufzeichnungen. In mehreren Ländern kletterten die Temperaturen auf nie erreichte Höchstwerte und führten zu mehr hitzebedingten Todesfällen.

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Und das ist erst der Anfang. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt, dass die kommenden Sommer noch belastender werden.

„Diese Hitzewelle ist eine Generalprobe“, sagte Dr. Hans Henri Kluge, WHO-Regionaldirektor für Europa.

Europa erwärmt sich mehr als doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt. Hitzewellen sind keine seltenen Ausreißer mehr. Sie werden zu wiederkehrenden Krisen, die häufiger auftreten, stärker ausfallen und länger anhalten, so Kluge.

Frankreich meldete im vergangenen Monat seit dem 24. Juni über 1.000 Todesfälle, die meisten bei Menschen ab 65 Jahren. In einigen Städten stieg die Zahl der Notrufe um bis zu 50 %.

Das spanische Mortalitätsmonitoring schätzt für Juni bereits 892 zusätzliche Todesfälle im Zusammenhang mit Hitze.

Kluge warnte, jeder Sommer, auf den wir uns nicht vorbereiten, koste Menschenleben.

Für die WHO ist die Lage jedoch nicht nur düster. Die Organisation betont, dass Vorsorge wirkt.

Nach Angaben des WHO-Europadirektors zeigen Schätzungen, dass die Zahl der hitzebedingten Todesfälle in Europa im Jahr 2023 ohne die bereits umgesetzten Anpassungsmaßnahmen um rund 80 % höher gewesen wäre. Bei Menschen ab 80 Jahren hätten sich die Todesfälle sogar fast verdoppelt.

„Hitzeaktionspläne, Frühwarnungen, kühle Zufluchtsorte, gezielte Unterstützung für besonders gefährdete Menschen – das sind keine bürokratischen Übungen. Sie retten schon jetzt Leben. Wir brauchen mehr davon, in der gesamten Europäischen Region“, sagte Kluge.

Nach Angaben der Weltorganisation für Meteorologie wird sich die Hitzewelle bis zum 30. Juni voraussichtlich über große Teile West-, Mittel- und Südeuropas sowie den Balkan ausbreiten.

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