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200.000 ungeprüfte, unsichere Kondome in Europa entdeckt

Rumänien, Serbien, Spanien: Behörden stellen gefälschte Kondome im Wert von über 200.000 Euro sicher.
Behörden in Rumänien, Serbien und Spanien ziehen gefälschte Kondome im Wert von über 200.000 € aus dem Verkehr. Copyright  Cleared/Canva
Copyright Cleared/Canva
Von Giedre Peseckyte
Zuerst veröffentlicht am
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Das Europäische Amt zur Betrugsbekämpfung hat eine Route für den Handel mit gefälschten Kondomen aufgedeckt. Sie gefährdet die sexuelle Gesundheit Tausender Europäer.

Mehr als 200.000 Kondome aus China, die fälschlich als Spielzeug deklariert waren, haben die Qualitätsanforderungen der Europäischen Union umgangen. Für Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet das ein erhöhtes Risiko für sexuell übertragbare Infektionen, ungewollte Schwangerschaften sowie den Kontakt mit unsicheren Chemikalien und Materialien.

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In Europa gelten Kondome als Medizinprodukte. Sie müssen strenge Gesundheits- und Sicherheitsstandards erfüllen, dazu zählen Vorgaben zur Kontrolle mikrobieller Verunreinigungen, zur Biokompatibilität, zur Dichtigkeit, zu Abmessungen, Haltbarkeit und Stabilität.

Die Fälschungen aus China erfüllten diese Vorgaben nicht.

„Gefälschte Kondome sind gefährlich“, erklärte Petr Klement, Leiter der europäischen Betrugsbekämpfungsbehörde, in einer Pressemitteilung. „Sie sind ungeprüft, unkontrolliert und unsicher.“

In Rumänien, Serbien und Spanien stellten die Behörden gefälschte Kondome im Wert von mehr als 200.000 Euro sicher.

Nach Angaben der Behörde wurden sie in Europa unter Namen und Logo einer bekannten Marke verkauft. Welche Marke betroffen ist, in welchen Ländern die Produkte angeboten wurden und wie viele der mehr als 200.000 Kondome bereits bei Verbraucherinnen und Verbrauchern gelandet sind, blieb offen. Auf eine Anfrage von Euronews Health um weitere Klarstellung reagierte die Behörde vor Veröffentlichung nicht.

In Zusammenarbeit mit den chinesischen Behörden machte die europäische Behörde den Exporteur hinter den Lieferungen ausfindig, nannte dessen Namen jedoch nicht.

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