Loader
Finden Sie uns
Werbung

Warnung in Frankreich: Fast 40.000 mangelhafte Kondome verkauft

Über 40.000 mangelhafte Kondome in Frankreich über asiatische Websites verkauft: Gesundheitsministerium rät zu Tests
Über 40.000 mangelhafte Kondome aus Asien in Frankreich verkauft: Gesundheitsministerium rät zu Tests Copyright  BUSINESS WIRE/BUSINESS WIRE
Copyright BUSINESS WIRE/BUSINESS WIRE
Von Christina Molle mit AFP
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen
Teilen Close Button

Die Betrugsbekämpfungsbehörde in Frankreich stuft rund 30 online und in Apotheken verkaufte Kondome als unzuverlässig gegen sexuell übertragbare Infektionen oder ungewollte Schwangerschaften ein.

Sie sollen schützen, doch einige in Frankreich verkaufte Kondome sind offenbar nicht sicher. Die Betrugsbekämpfungsbehörde (DGCCRF) und die Generaldirektion für Gesundheit (DGS) warnen an diesem 21. August vor mehreren Produkten, von denen einige eventuell sogar die europäische Kennzeichnung CE tragen.

WERBUNG
WERBUNG

Rund 1 000 Schachteln, also „mehr als 40 000“ Kondome, sind nach Angaben der Behörden bereits im Internet verkauft worden, „größtenteils“ über „asiatische“ Händler. Die betroffenen Produkte könnten außerdem in Geschäften oder Apotheken verkauft worden sein.

Schon Anfang Juli 2026 hatten europäische Behörden vor gefälschten Kondomen gewarnt.

Vier Marken im Visier der Behörden

Die Plattform Rappel Conso listet jetzt die in Frankreich betroffenen Marken auf: Friday Bae (Le Préservatif), Okamoto (003 und 002), Sagami (Sagami Original 002, verkauft über Amazon) und My Lubie. Deren Kondome wurden auf Amazon, in Apotheken und durch verschiedene Ketten vertrieben, darunter Nuoo, Mademoiselle Bio, Monoprix, Ayanature und Passage du Désir.

Diese Produkte tragen kein CE-Kennzeichen und haben kein europäisches Konformitätsbewertungsverfahren durchlaufen. Sie sind zudem laut DGCCRF und der Generaldirektion für Gesundheit des Gesundheitsministeriums „größtenteils ohne französischsprachige Verpackung“.

Risiko von „Platzen“ und „Perforationen“

Kontrollen in Geschäften und Apotheken haben außerdem „zwei Referenzen“ von Kondomen mit CE-Kennzeichnung als nicht konform identifiziert: Bei einem Produkt besteht laut Behörden ein „Risiko des Platzens“, bei einem anderen wurde das „Vorhandensein von Perforationen“ festgestellt.

Insgesamt wurden rund „260 000 Einheiten“ von „Rückrufen, die Ende Mai und Anfang August gestartet wurden“, erfasst, so das Gesundheitsministerium.

Nicht konforme Kondome können laut Behörden „schwere Risiken für die Gesundheit und Sicherheit der Nutzer darstellen: sexuell übertragbare Infektionen, ungewollte Schwangerschaften“.

Behörden raten zu IST- und Schwangerschaftstest

Die Behörden empfehlen Personen, die diese Kondome benutzt haben, sich auf sexuell übertragbare Infektionen (IST) testen zu lassen und bei ausbleibender Regelblutung einen Schwangerschaftstest durchzuführen.

Die Onlineplattformen mussten die betreffenden Angebote unverzüglich entfernen. 36 Angebote wurden gelöscht und die Drittanbieter informiert. „Mehrere“ Plattformen hätten sich zudem „verpflichtet, ihre Prüfsysteme und Filterregeln“ für Kondome zu überprüfen, heißt es in der Mitteilung.

Die DGCCRF erinnert daran, dass die europäische Konformitätskennzeichnung (CE) den Herstellern die Einhaltung der Sicherheitsnormen vorschreibt. Verbraucherinnen und Verbraucher sollten vor dem Kauf das CE-Zeichen kontrollieren, auf eine Gebrauchsanweisung in französischer Sprache achten sowie Ablaufdatum und Unversehrtheit der Verpackung prüfen.

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen

Zum selben Thema

Ungeregelte Arbeitszeiten: versteckte gesundheitliche Belastung

Heiße Nächte rauben Schlaf und belasten die Gesundheit: das können Sie tun

Forscher zeigen, wie Raumschiffdesign Psyche von Astronauten beeinflusst