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Essen für besseren Schlaf? Was das Abendessen mit der Schlafqualität zu tun hat

Schlaf und Ernährung hängen zusammen, wie die Studie belegt
Schlaf und Ernährung hängen zusammen, wie die Studie belegt Copyright  Canva
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Von Lucia Blasco
Zuerst veröffentlicht am
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Eine Studie der Universität Granada zeigt, dass die Zusammensetzung des Abendessens mit der Schlafqualität und diese wiederum mit der Art des folgenden Frühstücks zusammenhängen kann - zumindest bei Fettleibigen.

Vielleicht haben Sie das bei sich selbst schon beobachtet: Die letzte Mahlzeit des Tages kann beeinflussen, ob wir gut schlafen. Und das kann sich wiederum darauf auswirken, wie wir am nächsten Tag frühstücken. Dies geht aus einer Studie hervor, die von der Universität Granada (UGR) geleitet und in der renommierten Fachzeitschrift European Journal of Nutrition veröffentlicht wurde.

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"Die letzte Mahlzeit des Tages beeinflusst den Schlaf, und dieser wiederum beeinflusst das Frühstück am nächsten Morgen", fasst die spanische Universität zusammen. Dabei handelt es sich keineswegs um eine lineare Beziehung, sondern die Forscher beschreiben ein bidirektionales Muster, bei dembeide Faktoren - Ernährung und Ruhe - miteinander in Beziehung stehen.

Im Rahmen der Studie wurden fettleibige Frauen und Männer 14 Tage lang "unter realen Bedingungen" beobachtet, wobei eine detaillierte Aufzeichnung der Mahlzeiten (insbesondere des Abendessens und des Frühstücks) mit objektiven Messungen des Schlafs mit einem Schlafmonitor oder einem Beschleunigungsmesser kombiniert wurde.

Dieser Ansatz ermöglicht eine Analyse der täglichen Vorgänge außerhalb der kontrollierten Bedingungen eines Labors. Wie die Autoren betonen (Quelle auf Spanisch), bestand das Ziel darin, "diese Beziehungen unter Bedingungen des freien Lebens zu analysieren, wo mehrere Faktoren gleichzeitig eine Rolle spielen", was ein vollständigeres Bild der Wechselwirkung zwischen Essen und Schlaf ergibt.

Warum Essen das Schlafverhalten beeinflusst

Eine der wichtigsten Erkenntnisse ist, dass die Nährstoffzusammensetzung der abendlichen Mahlzeit mitder Qualität des Schlafes in der Nacht zusammenhängt. Nach Angaben der UGR geht eine höhere Aufnahme von Energie, Fett, Cholesterin, Eiweiß, Alkohol, rotem Fleisch oder gebratenen Lebensmitteln mit einem schlechteren Schlaf einher.

Andererseits scheinen andere Essgewohnheiten den Schlaf zu fördern. Mahlzeiten mit einem höheren Anteil an Kohlenhydraten, Blaufisch und Olivenöl werden mit einer besseren Schlafqualität in Verbindung gebracht. Wie die Universität hervorhebt, zeigen diese Ergebnisse, dass "die Nahrungsbestandteile des Abendessens verschiedene Schlafparameter beeinflussen können".

Ein Abendessen mit einem höheren Anteil an Kohlenhydraten und Olivenöl wird mit einer besseren Schlafqualität in Verbindung gebracht.
Ein Abendessen mit einem höheren Anteil an Kohlenhydraten und Olivenöl wird mit einer besseren Schlafqualität in Verbindung gebracht. Canva

Die Autoren betonen jedoch, dass die Forschungsergebnisse mit Vorsicht zu interpretieren sind, da es sich um eine Beobachtungsstudie handelt, die keinen direkten kausalen Zusammenhang belegen lässt.

Schlaf verändert auch das, was man isst

Die Analyse beschränkt sich nicht auf das Abendessen. In der Studie wird auch der umgekehrte Effekt untersucht, d. h. wie der Schlaf die Essgewohnheiten am nächsten Tag beeinflusst. In diesem Zusammenhang weist die Universität Granada darauf hin, dass "eine schlechtere Schlafqualität mit weniger gesunden Frühstücksgewohnheiten verbunden ist".

Die Daten deuten auf mehrere Muster hin:

  • Späteres Aufwachen ist mit einer höheren Kalorienaufnahme beim Frühstück verbunden.
  • Ein unregelmäßigerer Schlaf steht im Zusammenhang mit einem höheren Zuckerkonsum und einer geringeren Aufnahme von Ballaststoffen.
  • Eine längere Schlafdauer wird mit einer besseren Qualität der ersten Mahlzeit des Tages in Verbindung gebracht.

Diese Ergebnisse bekräftigen den Gedanken, dass Schlaf nicht nur von der Ernährung beeinträchtigt werden kann, sondern auch die darauf folgenden Ernährungsentscheidungen beeinflussen kann.

Eine komplexe tägliche Beziehung

Für die Forscher besteht einer der wichtigsten Aspekte der Studie darin, dass sie unter realen Bedingungen durchgeführt wurde, bei denen Essen und Schlaf Teil desselben miteinander verbundenen Systems sind.

In diesem Zusammenhang kommen die Autoren zu dem Schluss, dass es eine bidirektionale Beziehung zwischen dem Abendessen, der Nachtruhe und dem Frühstück gibt, bei der kleine Veränderungen bei einem dieser Elemente die anderen beeinflussen können.

Obwohl die beobachteten Auswirkungen relativ bescheiden sind, liefert die Studie wichtige Hinweise darauf, wie diese Gewohnheiten im täglichen Leben zusammenwirken. Den Forschern zufolge könnten diese Ergebnisse dazu beitragen, umfassendere Strategien zur Vorbeugung und Behandlung von Fettleibigkeit zu entwickeln, bei denen nicht nur berücksichtigt wird, was man isst, sondern auch , wann man isst und wie man schläft.

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