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Carmen, vom Opfer zur Heldin

Notwehr: Carmen greift zur Waffe
Notwehr: Carmen greift zur Waffe
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Von Andrea Büring mit reuters, ap
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Georges Bizets Meisterwerk wird umgeschrieben, um auf das Thema Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen.

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Vom Opfer zur Heldin: Carmen, eine der bekanntesten Opern der Welt, bekommt ein neues Ende verpasst. Erstmals darf sich die junge Andalusierin in der Oper von Georges Bizet am Ende verteidigen. Bei der Inszenierung in Florenz wird Carmen ihren eifersüchtigen Verehrer aus Notwehr erschießen - statt von ihm getötet zu werden.

Während in Italien fast täglich Frauenmorde für Schlagzeilen sorgen, soll mit dem neuen Ende auf das Problem "Gewalt gegen Frauen" aufmerksam gemacht werden, erklärt der Regisseur Leo Muscato: "Während der ganzen Oper sehen wir Carmen, die von Don Josés obsessiver Gewalt gequält wird. Er ist nicht nur eifersüchtig, sondern sehr besitzergreifend. Sie wird mehrmals geschlagen, einmal sehen wir sogar Blut auf ihrem Körper." Veronica Simeoni, die in die Rolle der Caren schlüpft, sagt, "in dieser Fassung ist Carmen getrieben von ihrem Freiheitsdrang und von Rachegefühlen. Es ist kein vorsätzlicher Mord, sondern nur ein Akt der Selbstverteidigung."

Carmen ist noch bis zum 18. Januar im Programm der Oper Teatro di Maggio von Florenz.

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