Loader
Finden Sie uns
Werbung

Waldbrände in Deutschland: Landkreis ruft zum Verzicht auf Duschen und Baden auf

Feuerwehrleute löschen einen Brand in Rodenbach, Deutschland, 10. August 2026
Feuerwehrleute löschen einen Brand in Rodenbach, Deutschland, 10. August 2026 Copyright  (c) Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Copyright (c) Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Von Laura Fleischmann
Zuerst veröffentlicht am
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen
Teilen Close Button

Trockenheit und Hitze erhöhen die Waldbrandgefahr in Deutschland. Im Main-Kinzig-Kreis werden bereits Wasserreserven für die Brandbekämpfung benötigt. Der DWD warnt vor einer weiteren Ausbreitung.

Deutschland brennt und das an mehreren Orten, darunter in Südniedersachsen, der Oberpfalz, im Main-Kinzig-Kreis – und es könnten noch mehr werden. Da alle Wasserreserven zur Brandbekämpfung gebraucht werden, sind die Einwohner im Main-Kinzig-Kreis nun dazu angehalten, nicht mehr zu duschen, so eine Warnmeldung des Landkreises. "Bitte verzichten Sie möglichst auf Duschen, Baden, das Bewässern von Gärten sowie wasserintensive Tätigkeiten", heißt es darin.

WERBUNG
WERBUNG

Genutzt werden solle nur noch das "absolut Notwendigste" an Wasser. Das Brandgebiet in der Region misst inzwischen etwa 30.000 Quadratmeter. Es sind mehrere Brände in einem Waldstück. Doch durch den Wind werden sie immer wieder angefacht.

In weiten Teilen der Bundesrepublik ist das Waldbrandrisiko in diesen Tagen hoch bis sehr hoch, so der Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdiensts (DWD). Er ordnet die Regionen je nach Risiko auf einer Skala von 1 = sehr geringe Gefahr bis 5 = sehr hohe Gefahr ein.

Betroffen ist derzeit vor allem der Südwesten. Doch in den nächsten Tagen breitet sich die Waldbrandgefahr weiter aus: Für diesen Freitag warnt der DWD fast flächendeckend in ganz Deutschland vor hoher Waldbrandgefahr, so die Behörde basierend auf dem Grasland-Feuerindex. Der Index zeigt die Feuergefährdung für offenes und nicht abgeschattetes Gelände. Gleichzeitig hat dieses Gelände eine abgestorbene Wildgrasauflage ohne grünen Unterwuchs.

Problematisch ist dieses Jahr vor allem die anhaltende Trockenheit, so der DWD. "n Teilen Deutschlands sind die Böden derzeit ungewöhnlich stark ausgetrocknet. Die Entwicklung der Bodenfeuchte nahm dabei einen ähnlichen Verlauf wie in den Dürrejahren 2018 und 2022, Natur und Landwirtschaft werden zunehmend in Mitleidenschaft gezogen", heißt es.

Seit März seien die Niederschlagsmengen in fast ganz Deutschland "unterdurchschnittlich", so der DWD weiter. Von der Pfalz und Rheinhessen bis nach Unterfranken seien in vielen Teilen weniger als 150 Liter Niederschlag pro Quadratmeter gefallen. Teilweise sei die Niederschlagsmenge nicht einmal die Hälfte des Durchschnitts zwischen 1991 und 2020 gewesen.

In Westeuropa waren Juni und Juli dieses Jahres die heißesten seit Beginn der Aufzeichnungen. Durchschnittlich wurden 21,6 Grad gemessen. Der neue Rekordwert liegt 2,8 Grad höher als der bisherige Höchstwert, so der Klimawandeldienst Copernicus mit Sitz in Bonn. Rund 11.900 Menschen sind dieses Jahr in Deutschland bislang an der Hitze gestorben, so das Robert-Koch-Institut.

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen

Zum selben Thema

Löscharbeiten in Ostspanien: Feuerwehr kämpft gegen Waldbrand bei Castellón

Der Käfer, der Feuer hört: Was ihn für die Forschung so wertvoll macht

Europas Feuerprobe: Warum die EU den Waldbränden nur hinterherfliegt