Was haben China und Griechenland gemeinsam? Die Ausstellung "Reise ins antike Griechenland", die gerade in China tourt, zeigt die Verbindungen zweier antiken Zivilisationen.
Griechenland ist eines der beliebtesten Reiseziele der Deutschen. Sie lieben die Inseln, das Essen und die antiken Sehenswürdigkeiten. Auch außerhalb Europas fasziniert das Land, vor allem mit seiner antiken Geschichte. Eine neue Ausstellung bringt die griechische Attraktionen und Artefakte nun nach China.
"Eine Reise ins antike Griechenland" - so heißt die Ausstellung über die griechischen Archäologie - wurde im Liangzhou-Museum in der südchinesischen Provinz Zhejiang mit großer Feierlichkeit eröffnet. Es ist bereits die zweite Station, die ins entfernte Griechenland entführt. Die erste Präsentation der Ausstellungstournee war im Shanshindui-Museum, weitere Stationen sind geplant.
Griechenland in China
An der Eröffnungszeremonie nahmen der griechische Botschafter in China, Dr. Eugenios Kalpyris, eine Delegation des griechischen Kulturministeriums unter Leitung von Generalsekretär Georgios Didaskalos sowie hochrangige chinesische Regierungs- und Kulturvertreter teil.
Die Ausstellung ist nun in einem der wichtigsten archäologischen Museen Chinas untergebracht, das jährlich Hunderttausende Besucher empfängt. Das dürfte ihre internationale Ausstrahlung erheblich steigern.
"Eine Reise ins antike Griechenland" zeigt die lange Entwicklung der griechischen Zivilisation von der Vorgeschichte bis zur Zeit von Alexander dem Großen. Anhand von mehr als 160 ausgewählten archäologischen Funden von großer künstlerischer und historischer Bedeutung kommt das Publikum mit entscheidenden Aspekten der antiken griechischen Gesellschaft in Berührung: der Entstehung der Demokratie, der Entwicklung des Theaters und des philosophischen Denkens, den Olympischen Spielen und der Wahrnehmung von Ästhetik in Kunst und Alltag.
Stärkung der Beziehungen über Kultur
Während der Zeremonie übermittelte der griechische Botschafter die Grüße des Präsidenten der Republik, Constantinos Tasoulas, und dankte Kulturministerin Lina Mendoni für den Beitrag des Ministeriums zur Stärkung der kulturellen Beziehungen zwischen Griechenland und China.
Dr. Kalpyris hob die besondere Symbolik der Ausstellung hervor und beschrieb sie als lebendigen Kommunikationskanal zwischen zwei antiken Zivilisationen, aber auch als Instrument für ein tieferes Verständnis des griechischen Kulturerbes, das eine der Grundlagen sowohl der europäischen als auch der globalen Zivilisation darstellt.
Schließlich wies er darauf hin, dass 20 Jahre seit der Unterzeichnung der Integrierten Strategischen Beziehung zwischen Griechenland und China im Jahr 2026 vergangen sind und dass diese Ausstellung die Zeitlosigkeit und Aufrichtigkeit der Beziehungen zwischen den beiden Völkern unterstreicht.
Der Generalsekretär des Kulturministeriums, George Didaskalou, richtete ebenfalls das Wort an das Publikum.
Die Ausstellung wird gemeinsam vom griechischen Kulturministerium und dem Liangzhou-Museum mit Unterstützung der griechischen Botschaft in China organisiert und ist bis zum 31. Juli 2026 zu besichtigen.