Im Jahr 1974 begann mit dem Angriff türkischer Truppen auf die Republik Zypern die Teilung der Insel. Im Jahr 2023 dann machten sich Einwohner beider Hälften der Insel auf den Weg in die UN-Pufferzone, um kulturelles Erbe zu retten. Aus dem früheren Airport soll ein Begegnungsort werden.
Ein Besuch auf dem internationalen Flughafen Nikosia. Im Juli 1974, mit der türkischen Invasion, wurde der Reisebetrieb eingestellt. Das letzte Flugzeug der Cypriot Airlines landete dort, wo einst das Herz des Luftverkehrs der Insel schlug. Es steht noch immer an Ort und Stelle. In der UN-Pufferzone der geteilten Insel.
Nach mehr als fünf Jahrzehnten betrat eine Gruppe griechischer und türkischer Zyprer im Jahr 2023 unter Leitung von Alexis Sofokleous mit Erlaubnis der Vereinten Nationen das Innere des Flughafens und der Betriebsbüros.
Hunderte wertvolle Dokumente, Flugpläne und Aufzeichnungen der Cypriot Airways, die seit dem Tag der türkischen Invasion auf dem Flughafengelände lageren, wurden geborgen. Mehr als 50 Jahre später soll auch ein altes Flugzeug restauriert und zu einem Museum umgewandelt werden.
Alexis Sofokleous und seine Mitstreiter haben sich die Unterstützung verschiederner diplomatischer Vertretungen und internationaler Kulturerbe-Organisationen in Zypern gesichert, sammeln online Unterschriften und haben sich bereiterklärt, das Museum im Inneren des Flugzeugs zu betreiben. Zunächst aber müssen die Vereinten Nationen und die UNFICYP (United Nations Peacekeeping Force in Cyprus) die Genehmigung dafür erteilen.
Das Ziel: Ein Museum, das die Vergangenheit mit der Zukunft verbindet, das den Menschen aus beiden Teilen der Insel gehört und ein greifbares Zeichen für Frieden, Respekt und Solidarität darstellt.
Studierende, Forschene und Bürgerinnen und Bürger aus beiden Teilen der Insel sollen sich auf diesem gemeinsamen Boden unter der Aufsicht des UNFICYP wieder näher kommen können.