Angesichts des Kriegs gegen den Iran, der vielen Toten im Nahen Osten und der explodierenden Spritpreise wächst die Kritik an dem umstrittenen Prestigeprojekt.
Donald Trump treibt seine Bemühungen voran, Washington nach seinen Vorstellungen umzugestalten.
Nach seinen umstrittenen Umbauten im Oval Office, der Umbenennung des Kennedy Center und dem Ballsaalprojekt im Ostflügel des Weißen Hauses will Trump nun einen eigenen Triumphbogen in der Hauptstadt.
Das Weiße Haus hat Pläne für einen gigantischen „Triumphbogen“ vorgestellt - Spitzname „Arc de Trump“, weil er dem französischen Arc de Triomphe verblüffend ähnelt.
Falls das Projekt genehmigt wird, wäre das Monument mit einer Höhe von sechsundsiebzig Metern höher als sowohl das US-Kapitol als auch das Lincoln Memorial.
Es werde „der GRÖSSTE und SCHÖNSTE Triumphbogen der Welt“ sein, schrieb Trump in sozialen Netzwerken zu einer Entwurfszeichnung. „Das wird eine wunderbare Ergänzung für den Großraum Washington DC, an der sich alle Amerikaner noch viele Jahrzehnte erfreuen werden!“
Die Regierung erklärte, sie habe die Pläne offiziell bei der Commission of Fine Arts eingereicht, einem Gremium, in dem vor allem Verbündete Trumps sitzen.
Angesichts des Kriegs gegen Iran, der vielen Toten im Nahen Osten und explodierender Spritpreise wächst die Kritik an dem umstrittenen Prestigeprojekt.
„Die Amerikaner sorgen sich um die Inflation, und Trump gibt Steuergeld für Kriege, den Bogen und seine Lieblingsprojekte aus“, schrieb eine Person auf X, während eine andere den Plan als „widerlich“ und „peinlichen Mist“ bezeichnete.
Weitere Reaktionen im Überblick:
Zuvor hatte bereits eine Gruppe von Veteranen des Vietnamkriegs und ein Architekturhistoriker die Trump-Regierung wegen des Bogens verklagt. Sie warnten, der Bau stehe im Widerspruch zur Botschaft von Einheit, die das Lincoln Memorial und der Nationalfriedhof Arlington nach dem Bürgerkrieg vermitteln sollen.
In der neunzehnseitigen Klageschrift heißt es: „Der Bau würde die historisch bedeutsamen Sichtachsen zwischen beiden Gedenkstätten versperren, die bewusst geplant wurden und seit fast einem Jahrhundert bestehen. Mit dem Bogen ist das Arlington House vom Lincoln Memorial aus nicht mehr zu sehen, und umgekehrt wird der Blick vom Arlington House auf das Lincoln Memorial verstellt. Damit wird die historische und symbolische Verbindung zwischen beiden Orten zerstört.“
Die Kläger argumentieren, Trumps Pläne verstießen gegen den Commemorative Works Act von 1986 und seien damit rechtswidrig. Außerdem warnen sie, der Bogen könne den Flugverkehr am Ronald-Reagan-Nationalflughafen beeinträchtigen.