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Chef von BTS-Agentur Bang Si-Hyuk droht Festnahme wegen mutmaßlichen Betrugs

Bang Si-Hyuk, Chef des Unterhaltungskonzerns Hybe, beantwortet nach seiner Ankunft bei der Polizeibehörde Seoul Fragen von Reportern, Seoul, Südkorea, 2025.
Bang Si-hyuk, Vorstandschef von Hybe, beantwortet bei seiner Ankunft im Hauptquartier der Polizei von Seoul Fragen von Journalistinnen und Journalisten, Südkorea, 2025. Copyright  Kim Keun-soo/Newsis via AP
Copyright Kim Keun-soo/Newsis via AP
Von Mohammad Shayan Ahmad & AP
Zuerst veröffentlicht am
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Die südkoreanische Polizei will Hybe-Chef Bang Si-hyuk wegen mutmaßlichen Anlegerbetrugs rund um den Börsengang festnehmen – ein Fall, der den K-Pop-Konzern treffen könnte, wenn BTS wieder auf Tour geht.

Die südkoreanische Polizei will die Festnahme von Bang Si-Hyuk erwirken, dem einflussreichen Musikmanager hinter Hybe und der K‑Pop-Weltmarke BTS. Es geht um eine sich ausweitende Ermittlung wegen mutmaßlichen Betrugs an Investoren.

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Die Behörden in Seoul teilten heute mit, sie hätten die Staatsanwaltschaft gebeten, beim Gericht einen Haftbefehl zu beantragen. Damit verschärft sich ein Verfahren, in dessen Mittelpunkt der Vorwurf steht, Bang habe frühe Geldgeber vor dem Börsengang von Hybe in die Irre geführt.

Ermittler werfen Bang vor, er habe im Jahr 2019 Investoren versichert, das Unternehmen plane keinen Börsengang. Daraufhin sollen sie ihre Anteile an einen Private-Equity-Fonds verkauft haben. Später ging Hybe doch an die Börse. Nach Einschätzung der Polizei könnte Bang über eine Nebenabrede, die an die Gewinne nach dem IPO gekoppelt war, rund 200 Milliarden Won, umgerechnet etwa 115,7 Millionen Euro, erhalten haben.

Bang und seine Anwälte haben die Vorwürfe bislang nicht im Detail kommentiert. Sie betonen jedoch, er arbeite „voll und konsequent“ mit den Ermittlungsbehörden zusammen und werde das auch weiterhin tun. Hybe erklärt ebenfalls, sein Gründer weise jede Schuld zurück.

Der Fall bedeutet für Hybe zu einem heiklen Zeitpunkt einen massiven Imageschaden. BTS sind nach einer fast vierjährigen Pause, in der die Mitglieder ihren Wehrdienst in Südkorea absolvierten, kürzlich auf die Weltbühne zurückgekehrt.

Die Gruppe hat bereits Zehntausende Fans bei Comeback-Konzerten in Seoul und Japan angezogen. Ende des Monats startet in den USA eine weitere Konzertreihe.

Bang, der Hybe im Jahr 2005 unter dem ursprünglichen Namen Big Hit Entertainment gründete, gilt seit Langem als Architekt des Aufstiegs zu einem globalen Unterhaltungskonzern. Zum Expansionskurs gehörte 2021 der rund eine Milliarde Dollar schwere Kauf von Ithaca Holdings, wodurch Stars wie Justin Bieber und Ariana Grande zu Hybe stießen.

In den vergangenen Jahren erlebte der Konzern jedoch erhebliche Turbulenzen im Inneren. Ein öffentlich ausgetragener Streit zwischen Bang und Produzentin Min Hee-Jin über die Kontrolle der Tochterfirma Ador und die Führung der Girlgroup NewJeans landete vor Gericht und machte Risse in einer der einflussreichsten K‑Pop-Agenturen sichtbar.

Da der juristische Druck wächst, könnte das Ergebnis der Ermittlungen weitreichende Folgen haben – nicht nur für Bang persönlich, sondern auch für Hybes globale Ambitionen, in einer Phase, in der das Aushängeschild des Konzerns wieder im Rampenlicht steht.

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