Loader
Finden Sie uns
Werbung

Frankreich: Riskante Sprünge von Klippen in Marseille werden immer beliebter

Trend zum Sprung von der Kaimauer breitet sich aus
Sprünge von der Uferpromenade nehmen zu Copyright  AP Photo
Copyright AP Photo
Von Nina Borowski
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen
Teilen Close Button
Den Link zum Einbetten des Videos kopieren Copy to clipboard Link kopiert!

Durch soziale Netzwerke verbreitet, gewinnt die Praxis bei Jugendlichen und Touristen an Popularität. Die Stadt reagiert auf Unfallrisiken mit mehr Prävention und prüft spezielle Zonen, um das Phänomen zu steuern.

In Marseille locken Sprünge von der Corniche ins Mittelmeer immer mehr Jugendliche an, die den Nervenkitzel suchen. Obwohl Sprünge aus mehr als drei Metern Höhe seit 2006 verboten sind, breitet sich die Szene unter dem Einfluss der sozialen Netzwerke weiter aus. Die Stadt will deshalb stärker vorbeugen und nach Lösungen suchen, um das Ganze besser zu regeln.

WERBUNG
WERBUNG

„Ich habe dieses Jahr angefangen. [...]Wir wärmen uns auf, springen und versuchen dann, den Ort zu wechseln“, erzählt Dédé, ein Bewohner von Marseille.

Zu den Stammgästen der Hafenstadt kommen inzwischen auch Touristen, die zum Teil extra anreisen, um den Sprung zu wagen.

„Ich habe Videos im Internet gesehen, das hat mich interessiert. Ich habe auch Freunde von hier, die springen und mir gesagt haben, ich soll kommen“, erzählt Romain, ein junger Schweizer.

Dominik aus Deutschland hat sich vorab nach den besten Spots erkundigt: „Das ist der dritte Ort, den wir ausprobiert haben, und hier springen auch viele Leute. [...]Man fühlt sich sicherer, denn wenn die Menschen, die hier leben, springen, ist das beruhigend.“

Gefährliche Spots unter Beobachtung

Hinter der spektakulären Seite des Phänomens stehen echte Risiken. In Marseille verletzen sich jedes Jahr mehrere Menschen bei solchen Sprüngen schwer.

Die Stadtpolizei kontrolliert die gefährlichsten Stellen und fährt dort verstärkt Streife, um die Springer abzuschrecken.

„Wir achten hier besonders auf diesen Abschnitt, weil es sehr hoch ist. Das kann sehr gefährlich sein, vor allem bei der Landung“, sagt Céline Lefléfian, Chefin der Stadtpolizei von Marseille.

Vorbeugen statt bestrafen

Angesichts der wachsenden Beliebtheit setzt die Stadt verstärkt auf Aufklärung. Eine spezielle Stelle für Bürgersinn und öffentliche Ordnung ermöglicht es jungen Regelbrechern, ein Bußgeld zu vermeiden, wenn sie an einer Sitzung über die Gefahren der Sprünge teilnehmen.

Die Stadt denkt darüber nach, noch weiter zu gehen und eigene Bereiche einzurichten. Bewachte Sprungplattformen könnten in Zonen entstehen, in denen Sprünge unter sichereren Bedingungen möglich sind.

Die Stadtverwaltung von Marseille will ihre Botschaft außerdem direkt in den sozialen Netzwerken verbreiten. Eine Sensibilisierungskampagne zusammen mit Influencern soll bald starten.

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen

Zum selben Thema

Wer die Sonnenfinsternis am zwölften August verpasst: Lage, Wolken oder Arbeit

Acht Nicht-EU-Staaten übernehmen EU-Sanktionen gegen Belarus

ISS: Astronautin Sophie Adenot wird erste Französin auf Spacewalk