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Peppa Wutz: Kritik an Hasbro wegen KI-Rechten an Kinderstimmen

Peppa Wutz: Empörung über Hasbro, das Kinderstimmen an KI abtreten lässt
Peppa-Pig-Protest: Hasbro lässt Kinder-Sprecher Stimmrechte an KI abtreten Copyright  Entertainment One / Hasbro
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Von David Mouriquand
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Der US-Spielzeugkonzern Hasbro soll junge Sprecher der Serie „Peppa Pig“ drängen, ihre Stimmen per Vertrag an KI abzutreten. In einem offenen Brief verurteilen 1.000 Branchenprofis die Klausel und warnen vor fehlender Zustimmung.

Der US-Spielzeugkonzern Hasbro setzt Berichten zufolge auf künstliche Intelligenz in der beliebten britischen Zeichentrickserie für Kinder „Peppa Pig“. Für Unruhe sorgt dabei vor allem eine bestimmte Vertragsklausel.

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Die Kritik richtet sich gegen eine neue KI-Klausel in Verträgen für Kindersprecherinnen und -sprecher. Wie Deadline (Quelle auf Englisch) berichtet, sollen junge Talente damit die Rechte an ihren Stimmen an KI abtreten – für „kommerzielle Inhalte innerhalb der Franchise“.

Rein rechtlich könnte diese Klausel Hasbro erlauben, die Stimmen der Kinder mithilfe von KI zu klonen und dauerhaft für Werbezwecke und andere Formate zu nutzen.

Nahezu 1.000 Branchenprofis haben eine von der Agents of Young Performers Association (AYPA) organisierte offene Erklärung unterzeichnet. Sie verurteilen darin die umstrittenen KI-Bedingungen für eine „internationale Kinderfranchise“.

Das Schreiben nennt „Peppa Pig“ oder Hasbro nicht ausdrücklich. Quellen bestätigten „Deadline“ jedoch, dass sich der Brief auf die äußerst erfolgreiche Zeichentrickserie des Konzerns bezieht.

„Zuletzt hat ein großes Studio, das die Rechte an einer internationalen Kinderfranchise hält und eine langlaufende animierte Fernsehserie produziert, Kindersprecherinnen und -sprechern Verträge angeboten, in denen sie der Nutzung von KI zustimmen sollen. Dadurch dürfte das Studio die Stimme des Kindes in allen kommerziellen Inhalten innerhalb der Franchise verwenden“, heißt es in dem Brief.

„Die Weigerung, diese Klausel zu streichen, verbunden mit der Haltung ‚friss oder stirb‘, hat uns zu diesem Schreiben veranlasst. Wir wollen klarstellen, dass wir das nicht hinnehmen und die gesamte Branche auf dieses Problem aufmerksam machen.“

Der Brief warnt, dass „bei Minderjährigen die Einwilligung mit größter Sorgfalt behandelt werden muss“, denn „Kinder können keine vollständig informierte rechtliche Zustimmung geben. Die Zustimmung von Eltern oder Vormund dürfe niemals als pauschale Lizenz dienen, die Stimme eines Kindes unbegrenzt zu erfassen, zu klonen, zu Trainingszwecken zu nutzen oder wiederzuverwenden“.

Er schließt: „Alle Vereinbarungen, die die Stimme eines Kindes betreffen, sollten vollständig von jeglicher KI-Nutzung ausgenommen sein. Kein Kind darf seine künftige berufliche Identität von einem KI-Modell geprägt bekommen, das erstellt wurde, bevor es die Folgen verstehen konnte. Wir lehnen alle Verträge ab, die verlangen, dass Kinder ihre Stimmrechte unbegrenzt und ohne Einschränkungen abtreten.“

In einer Stellungnahme gegenüber „Variety“ (Quelle auf Englisch) erklärte Hasbro, man kenne das Schreiben. Der Schutz von Kinderdarstellerinnen und -darstellern stehe „im Mittelpunkt dessen, wofür Hasbro steht“. Weiter hieß es: „Da sich Branchenstandards rund um KI ständig weiterentwickeln, setzen wir uns dafür ein, verantwortungsvoll und transparent mit diesem Thema umzugehen.“

Die Sorge wächst, zumal KI-Klauseln in Sprechverträgen zunehmend verbreitet sind.

Wie es in dem offenen Brief heißt, können sie das Klonen von Stimmen, das Training von KI-Modellen und die Generierung künstlicher Audios ermöglichen. Zudem könnten Produktionsfirmen so womöglich die Daten von Sprecherinnen und Sprechern an Dritte verkaufen oder lizenzieren, ohne erneut eine Einwilligung einzuholen oder Tantiemen zu zahlen.

„Peppa Pig“ lief erstmals 2004 im britischen Fernsehen und wurde rasch zu einem internationalen Erfolg. Hasbro übernahm die gesamte Marke „Peppa Pig“ 2019 vom Unternehmen Entertainment One für rund 3,8 Milliarden Dollar.

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