Der puertoricanische Künstler erhielt sieben Emmys für seine Super-Bowl-LX-Show bei der Vorgala zur Hauptverleihung. Diese findet am 14. September in Los Angeles statt.
Die Creative Arts Emmy Awards in Los Angeles dienen als Auftakt zur großen TV-Gala am 14. September und machten Bad Bunny zu einem der Stars des Abends. Der puerto-ricanische Künstler gewann mit seiner Halbzeitshow der Super Bowl LX insgesamt sieben Preise.
Die Produktion mit dem offiziellen Titel „The Apple Music Super Bowl LX Halftime Show Starring Bad Bunny“ kam mit Vorschusslorbeeren zu diesen Emmys. Im Juli wurde sie zur Musikproduktion dieses Formats mit den meisten Nominierungen seit Einführung der Preise – insgesamt neun. Damit übertraf Bad Bunny den Rekord, den Lady Gaga seit 2017 hielt.
Die Akademie für Fernsehkunst und -wissenschaft würdigte die technische Umsetzung und Kreativität der Latin-Show nun mit sieben Trophäen. Darunter sind der Emmy für die beste musikalische Leitung für den Brasilianer Miguel Gandelman und der Preis für die beste Choreografie in Varieté-Formaten für die Choreografinnen Charm La'Donna und Karina Ortiz. Hinzu kommen Auszeichnungen für technische Regie, Lichtdesign, Tonmischung und Regie eines Spezialprogramms.
Die Präsenz von Bad Bunny bei dieser Ausgabe beschränkte sich nicht auf Sport und Musik. Seine Arbeit als Moderator wurde ebenfalls ausgezeichnet, denn die von ihm Ende 2025 moderierte Folge von „Saturday Night Live“ erhielt den Emmy für das beste Make-up in der Kategorie Varieté-, Non-Fiction- oder Reality-Formate.
Für Bad Bunny ist es ein Rekordjahr. Bereits der Grammy 2026 und der Latin Grammy 2026 haben die spanische Sprache in die weltweit meistgehörte und meistprämierte Popmusik katapultiert. Nun setzt er seine Erfolgsserie mit sieben Emmy-Awards fort.
Kontinentaler Appell vor Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern
Der Sänger nutzte die größte Bühne des US-Fernsehens, um Amerika als ganzen Kontinent zu verteidigen und nicht als bloßen Ersatzbegriff für die Vereinigten Staaten.
Am Ende der Show flog ein Erinnerungsball mit dem Motto „Together we're America“ („Gemeinsam sind wir Amerika“) durchs Stadion, begleitet von einem Einzug der Flaggen und Namen aller Länder der Region von Kanada bis Chile.
Die Nominierungen dieser Ausgabe gaben die aus Puerto Rico stammende Schauspielerin Liza Colón-Zayas, bekannt aus der Serie „The Bear“, und der Komiker Jeff Hiller bekannt. Die Verleihung der Emmy Awards 2026 findet am Sonntag, 14. September, im Peacock Theater in Los Angeles statt.
Weitere Preisträger der ersten Creative-Arts-Emmy-Nacht
Der Erfolg von Bad Bunny blieb in der ersten Creative-Arts-Emmy-Nacht nicht die einzige Überraschung. Seine Super-Bowl-Show wurde mit sieben Trophäen zur meistprämierten Sendung des Abends und lag damit vor Formaten wie „The Traitors“ mit sechs Preisen oder „The Late Show With Stephen Colbert“ mit fünf Auszeichnungen.
Die Sendung von Stephen Colbert, die im Mai nach elf Jahren zu Ende ging, gewann den Emmy für die beste Bildmontage in einem Varieté-Programm für eine Folge mit Paul McCartney und Elvis Costello. Außerdem erhielt sie den Preis für bestes Design und beste Beleuchtung einer Serie für eine Ausgabe mit Bruce Springsteen als Gast.
„The Muppet Show“ von Disney+ holte vier Preise und setzte sich in der Kategorie bestes vorab aufgezeichnetes Varieté-Special gegen Taylor Swift durch, deren Abschlussshow „Taylor Swift, The Eras Tour, The Final Show“ ebenfalls nominiert war. Sabrina Carpenter, die bei dem Muppet-Special als ausführende Produzentin und Sängerin mitwirkte, gewann damit ihren ersten Primetime Emmy.
Weitere wichtige Auszeichnungen des Abends gingen an „Mr. Scorsese“, die Apple-TV-Dokumentation über Regisseur Martin Scorsese, als beste Dokumentar- oder Non-Fiction-Serie, und an „Billy Joel, And So It Goes“ von HBO Max für die beste Tonmischung in einem Non-Fiction-Programm. Der Abschnitt „Blink Again“ aus der Netflix-Reihe „Sean Combs, The Reckoning“ erhielt den Emmy für die beste Bildmontage in einem Non-Fiction-Programm.
Im Musikbereich gewann Miguel Gandelman mit Bad Bunnys Show den Preis für die beste musikalische Leitung und ist damit erst die dritte Person, die für eine Super-Bowl-Halbzeitshow ausgezeichnet wird – nach Adam Blackstone 2022 und Kendrick Lamar gemeinsam mit Tony Russell im vergangenen Jahr. Tyler Strickland erhielt den Emmy für die beste Musikkomposition in einer Dokumentar-, Non-Fiction- oder Reality-Produktion für seine Arbeit an „John Candy, I Like Me“. Für beide ist es der erste Primetime Emmy.
Regisseur Hamish Hamilton gewann erneut den Emmy für die beste Regie eines Varieté-Specials, diesmal für Bad Bunnys Show. Es ist bereits das dritte Mal in den vergangenen vier Jahren: 2023 siegte er mit der von ihm gemeinsam mit Jay-Z verantworteten Halbzeitshow von Rihanna, 2024 mit seiner Regie bei der Oscar-Verleihung.
Schauspielerin und Regisseurin Mariska Hargitay erhielt zwei Preise als Produzentin und Regisseurin von „My Mom Jayne, A Film by Mariska Hargitay“, einer Dokumentation über ihre Mutter, die Schauspielerin Jayne Mansfield. Hargitay moderiert zudem die 78. Ausgabe der Emmy Awards, die am Montag, 14. September, live bei NBC aus dem Peacock Theater in Los Angeles übertragen und parallel auf Peacock gestreamt wird.
Von den am Samstag vergebenen 49 Kategorien ergibt sich damit diese Zwischenbilanz. Weitere 53 Emmys werden an diesem Sonntag in der zweiten Creative-Arts-Emmy-Nacht verliehen. Nur 19 dieser Preise erscheinen später in der TV-Übertragung der Hauptgala am 14. September. Die Höhepunkte beider Creative-Arts-Zeremonien sind am Samstag, 12. September, um 20.00 Uhr Pacific Time bei FXX zu sehen und ab dem folgenden Tag bei Hulu abrufbar.