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Untersuchung: Bad Bunny-Halbzeitshow beim Super Bowl verstößt gegen keine Regeln

Untersuchung: Bad Bunnys Super-Bowl-Halbzeitshow verstieß gegen keine Regeln
Untersuchung: Bad Bunny hielt sich bei der Super-Bowl-Halbzeitshow an alle Vorschriften Copyright  AP Photo
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Von David Mouriquand
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Konservative Abgeordnete in den USA forderten eine Bundesuntersuchung zur Super‑Bowl‑Halbzeitshow von Bad Bunny – vergeblich: Die Medienaufsicht FCC stellte klar, dass der Auftritt keine Vorschriften verletzte.

Die Empörung über Bad Bunnys historischen Auftritt beim Super Bowl ebbt nicht ab. In bestimmten politischen Kreisen der USA kommt man offenbar nicht darüber hinweg, dass eine Halbzeitshow komplett auf Spanisch stattfinden kann – oder darüber, wie katastrophal die MAGA-Alternativshow war.

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Nach Donald Trumps lautstarker Beschwerde über den Auftritt forderten mehrere republikanische Abgeordnete eine Untersuchung. Sie warfen dem puerto-ricanischen Superstar vor, gegen Anstandsregeln im Fernsehen verstoßen zu haben – obwohl er seine explizitesten Textzeilen für die Show zensierte oder ganz wegließ.

Der konservative Kongressabgeordnete Andy Ogles verlangte eine bundesweite Untersuchung von Bad Bunnys „expliziter und unsittlicher“ Halbzeitshow beim Super Bowl. In einem offenen Brief an den Energie- und Handelsausschuss des Repräsentantenhauses forderte Ogles eine „förmliche Kongressuntersuchung“ gegen die National Football League und NBCUniversal, weil sie den Auftritt ausgestrahlt hatten. Ihn empörte der Song „Safaera“ von Bad Bunny, den Ogles wegen „drastischer Textzeilen, darunter Anspielungen auf Anilingus, Geschlechtsverkehr und andere explizite Themen“, scharf kritisierte.

In einem weiteren Schreiben an den Vorsitzenden der Federal Communications Commission (FCC), Brendan Carr, erklärte der republikanische Abgeordnete aus Florida, Randy Fine: „Was die Amerikanerinnen und Amerikaner in der Halbzeitshow des Super Bowl mit Bad Bunny gesehen haben, war widerwärtig und dürfte nie wieder im Fernsehen gezeigt werden … In Amerika sind unsere Gesetze keine Empfehlungen, und egal, welche Fremdsprache Sie sprechen, Sie müssen sich daran halten.“

Fine verwies dabei auf die Zeile „el perico es blanco“ aus Bad Bunnys Song „NUEVAYoL“, eine Anspielung auf Kokain.

Im Medley der Songs, die in den dreizehnminütigen Super-Bowl-Pause gespielt wurden, tauchten die besonders expliziten Worte allerdings gar nicht auf. Viele wiesen deshalb auf die Doppelmoral der Empörung hin – zumal das Hauptproblem vieler MAGA-Anhänger offenbar war, dass Bad Bunny auf Spanisch singt...

Auch Barack Obama äußerte sich in einem Interview mit dem YouTuber Brian Tyler Cohen zu dem Auftritt. Über die Show sagte er: „Sie hat einen Nerv getroffen. Sie war klug, weil sie nicht gepredigt hat. Sie hat gezeigt, sie hat vor Augen geführt: So sieht eine Gemeinschaft aus.“

Er fügte hinzu: „Menschen, die kein Spanisch sprechen und noch nie in Puerto Rico waren, sahen diese ältere Frau, die ein Getränk ausschenkt, und die Kinder, die mit ihren Großmüttern tanzen. Es war generationenübergreifend und erinnerte daran, wie das aussehen kann, was Dr. King die ‚geliebte Gemeinschaft‘ genannt hat – nicht perfekt, manchmal chaotisch, aber eben lebendig.“

Obama sagte weiter: „Ich wette, nicht alle diese Songtexte waren politisch korrekt – und wenn man sie übersetzt … nun ja, Menschen sind kompliziert. Aber es entstand das Gefühl: In Ordnung, hier ist Platz für alle.“

Inzwischen steht fest: Die FCC sieht in Bad Bunnys Show keinen Regelverstoß.

Laut der New York Post bestätigen Quellen, dass die Songs „Tití Me Preguntó“, „Monaco“ und „Safaera“ für die Übertragung von all jenen Textzeilen bereinigt wurden, in denen sonst Sexualpraktiken und Genitalien erwähnt werden. Die FCC habe deshalb „jede weitere Prüfung auf Eis gelegt, sofern keine neuen Belege auftauchen“.

Vielleicht kann das MAGA-Lager jetzt kollektiv einen Haken an die Sache machen – und einräumen, dass die Halbzeitshow von Turning Point USA ein Flop war im Vergleich zu der verbindenden und ausgelassenen Bad-Bunny-Show.

Offizielle Zahlen belegen, dass die reguläre Halbzeitshow die viertgrößte in der Geschichte des Super Bowl ist. Bad Bunny zog demnach 128,2 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer vor den Bildschirm.

Damit liegt er hinter Kendrick Lamars Rekordshow von 2025 (133,5 Millionen), Michael Jacksons Auftritt 1993 (133,4 Millionen) und Ushers Performance 2024 (129,3 Millionen).

Laut Apple Music verzeichnete Bad Bunny nach der Halbzeitshow siebenmal so viele Abrufe wie zuvor, angeführt von den Songs „DtMF“, „BAILE INoLVIDABLE“ und „Tití Me Preguntó“.

Bad Bunny geht auf Tournee. Das sind seine nächsten EU-Termine:

  • 22. bis 23. Mai 2026: Barcelona, Spanien – Estadi Olímpic Lluís Companys
  • 26. bis 27. Mai 2026: Lissabon, Portugal – Estadio da Luz
  • 30. Mai bis 15. Juni 2026: Madrid, Spanien – Riyadh Air Metropolitano
  • 20. bis 21. Juni 2026: Düsseldorf, Deutschland – Merkur Spiel-Arena
  • 23. bis 24. Juni 2026: Arnheim, Niederlande – GelreDome
  • 27. bis 28. Juni 2026: London, UK – Tottenham Hotspur Stadium
  • 1. Juli 2026: Marseille, Frankreich – Orange Vélodrome
  • 4. bis 5. Juli 2026: Paris, Frankreich – La Défense Arena
  • 10. bis 11. Juli 2026: Stockholm, Schweden – Strawberry Arena
  • 14. Juli 2026: Warschau, Polen – PGE Narodowy
  • 17. bis 18. Juli 2026: Mailand, Italien – Ippodromo Snai La Maura
  • 22. Juli 2026: Brüssel, Belgien – King Baudouin Stadium
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