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Mit zwölf verheiratet, Genitalien verstümmelt: Millionen Mädchen betroffen, auch in Europa

Mit zwölf verheiratet, Genitalien verstümmelt: Millionen Mädchen betroffen, auch in Europa
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Von Euronews
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Selbst im 21. Jahrhundert sind Millionen Mädchen vor Zwangsehe und Genitalverstümmelung nicht gefeit. Und das Phänomen breitet sich mit den Migrantenströmen auch in Europa aus

Der 11. Oktober war Weltmädchentag. Die UNO hat diesen Tag 2011 ins Leben gerufen, um auf die Probleme und Herausforderungen für Mädchen auf dieser Welt aufmerksam zu machen. Mit zwölf an einen 80-Jährigen verheiratet: Zu den schlimmsten Praktiken, denen Mädchen und junge Frauen auch im 21. Jahrhundert noch ausgesetzt sind, gehören Kinderehe, Zwangsverheiratung und Genitalverstümmelung.

Zum #Weltmädchentag erstrahlte gestern das Holstentor in Pink: http://t.co/TwgJpUZDu9 (Bild: © Lutz Roeßler) pic.twitter.com/MNbQ3yCRLc

— Plan Deutschland (@PlanGermany) 12 October 2015

Laut Unicef droht weltweit schätzungsweise allein drei Millionen Mädchen jedes Jahr die Genitalverstümmelung.
Und mit den Migrantenströmen machen diese Gepflogenheiten sich auch auf europäischem Boden breit.

Exakte Zahlen dazu für Europa zu nennen, ist schwierig, denn vieles passiert im Geheimen oder bevor die Opfer nach Europa kommen. Häufig sind die Eltern Beihelfer oder Täter.

Nach Schätzung des Europäischen Parlaments leben etwa eine halbe Million Frauen in der EU, die genitalverstümmelt wurden, und etwa 180.000 Mädchen und jungen Frauen droht dieses Schicksal.

Genitalverstümmelung: Hilfe in Deutschland – Die Sendung gleich in SWR2, hier oder im SWR2 Wissen-Podcast https://t.co/YT1rogfBMu

— SWR2 Wissen (@swr2wissen) 10 October 2016

Genitalverstümmelung und Zwangsheirat gehen oft miteinander einher, wie unsere Reportage aus Großbritannien zeigt. Wir trafen dort Opfer von Genitalbeschneidung und Frauen, die dieser lebensbedrohlichen Praktik nur knapp entgingen.

In Belgien, einem Land, das Zwangsehen als eines der ersten mit einem speziellen Gesetz unter Strafe stellte, sprachen wir mit Frauen, die zwangsverheiratet wurden. Die ihren Männern entweder durch die Flucht nach Europa entkamen oder durch eine mühsam erkämpfte Scheidung.

Was kann man gegen diese inhumanen Sitten und Traditionen, die von einer in die nächste Generation weitergegeben werden, sogar von den eigenen Müttern, tun? Mit der Soziologin Isabelle Gillette-Faye, Leiterin der namhaften Vereinigung GAMS, die in Frankreich gegen weibliche Genitalverstümmelung kämpft, sprachen wir über die Ursprünge und die Möglichkeiten der Prävention und Repression.

- Projekt der EU zum Kampf gegen GenitalverstümmelungDeutsches Netzwerk gegen GenitalverstümmelungEU-Bericht zum Thema Zwangsehe

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