Nach Angaben der britischen Polizei wurden bei Anti-Terror-Einsätzen acht Männer festgenommen. Die Sicherheitslage im Land habe sich aufgrund von Anschlägsplänen mit iranischer Unterstützung verschärft.
In Großbritannien sind bei zwei Anti-Terror-Einsätzen insgesamt acht Männer festgenommen worden.
Laut britischer Polizei wurden fünf Männer im Alter von 29 bis 46 Jahren verhaftet. Sie stehen im Verdacht, einen terroristischen Anschlag vorbereitet zu haben. Mindestens vier der festgenommenen Männer besitzen die iranische Staatsbürgerschaft. Bei einem weiteren Verdächtigen ist die Staatsangehörigkeit laut Polizei noch nicht abschließend geklärt.
Die Behörden erklärten, der mutmaßliche Anschlag habe sich auf einen bestimmten Ort konzentriert. Einzelheiten dazu würden aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit zurückgehalten.
Zudem werde geprüft, welches Motiv hinter der mutmaßlichen Tat steht und ob weiterhin eine Gefährdung für die Öffentlichkeit besteht. Die Festnahmen erfolgten in London, Swindon und im Großraum Manchester.
In einem anderen Fall gab die Polizei bekannt drei iranische Männer im Alter von 39, 44 und 55 Jahren in London festgenommen zu haben. Sie stehen im Verdacht, gegen die nationale Sicherheit verstoßen zu haben. Weitere Ermittlungsdetails wurden noch nicht bekannt gegeben. Nach Angaben der britischen Polizei gebe es zwischen beiden Fällen keinen Zusammenhang.
Vermehrt Anschlägspläne mit Unterstützung aus dem Iran
Laut der britischen Innenministerin Yvette Cooper seien die Verhaftungen eine deutliche Mahnung, weiter wachsam zu bleiben. Die Sicherheitslage habe sich verschärft.
Der britische Inlandsgeheimdienst MI5 warnt vor einer zunehmenden Bedrohung durch Personen und Unternehmen mit Verbindungen zum Iran.
MI5-Chef Ken McCallum erklärte im Oktober 2023, dass seit 2022 insgesamt 20 Anschläge mit Verbindungen zum Iran vereitelt wurden. Viele richteten sich gegen Iran-Kritiker im Vereinigten Königreich.
Ob auch im aktuellen Fall Verbindungen zum Iran bestehen, wird derzeit noch geprüft.
Im März 2024 wurde Pouria Zeraati, ein Moderator eines persischsprachigen Senders, vor seinem Haus in London erstochen. Er hatte zuvor die iranische Führung kritisiert. Zwei Verdächtige wurden später in Rumänien festgenommen.