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Sicherungsseil offenbar vergessen: 21-Jährige stirbt bei Rope Jumping in Brasilien

Archivbild vom 19.06.2009: Ein unbekannter Mann springt beim Bungee-Jump nahe der Rennstrecke Silverstone in die Luft.
Archivaufnahme vom 19.06.2009: Ein unbekannter Mann springt beim Bungee-Jumping nahe der Rennstrecke von Silverstone in die Tiefe. Copyright  AP Photo/Luca Bruno
Copyright AP Photo/Luca Bruno
Von Manuel Ribeiro
Zuerst veröffentlicht am
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Eine 21-Jährige ist in Brasilien gestorben, nachdem sie ohne Sicherungsseil beim Rope-Jumping in den Tod stürzte. Videos in sozialen Netzwerken zeigen den Moment des Absprungs, Zeugen rufen: "Sie hat kein Seil!". Nun ermittelt die Polizei.

Eine 21-jährige Frau ist am Samstag in Brasilien ums Leben gekommen. Sie ist beim sogenannten "Rope Jumping", einer Extremsportart ähnlich dem Bungee-Jumping, verunglückt.

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Den Sprung wollte sie in der Stadt Limeira, rund 150 Kilometer von São Paulo entfernt, machen.

In sozialen Netzwerken veröffentlichte Videos zeigen die Verzweiflung der Zuschauer. Sie bemerkten, dass drei Mitarbeiter der Firma "Entre Cordas", die diese Extremaktivität anbietet, die junge Frau von der sogenannten Skelett-Brücke stießen – ohne Sicherungsseil. "Sie hat kein Seil", ruft eine Augenzeugin.

Brasilianische Einsatzkräfte wurden zum Unfallort gerufen, um die junge Frau zu retten. Sie war aus 40 Metern Höhe gestürzt und hatte schwere Mehrfachverletzungen erlitten. Die Helfer konnten nur noch ihren Tod feststellen.

Drei Männer wurden wegen "homicídio com dolo eventual" (Tötung mit bedingtem Vorsatz) festgenommen. Das bedeutet, dass sie sich des Todesrisikos bewusst waren, aber dennoch handelten. Es wird gemutmaßt, dass vergessen wurde, das Seil an den Gurt der Frau anzubringen. Es lag eingerollt oben auf der Brücke.

"Es laufen Ermittlungen, um die Umstände zu klären und die Verantwortlichen zu identifizieren", erklärte die Polizei laut AFP.

Laut brasilianischen Medien versuchten die Verantwortlichen für den Sprung zu fliehen. Die Polizei spürte sie mit Unterstützung eines Hubschraubers auf. Insgesamt nahm sie sechs Personen fest, drei sitzen in Untersuchungshaft.

Nach Angaben der Lokalmedien handelt es sich bei der Toten um Maria Eduarda Rodrigues de Freitas, 21 Jahre alt. Auf ihren Profilen in sozialen Netzwerken veröffentlichte sie "Fotos von Outdoor-Aktivitäten und Ausflügen in die Natur".

Kurz vor dem Unfall postete Maria Eduarda ein Bild des Ortes auf Instagram. Die Bildunterschrift lautete: "Welcher Verrückte hat mich hier von einer Brücke springen lassen???"

Frühere Videos dieser Extremsportart auf derselben Brücke, produziert von der Firma Entre Cordas selbst, zeigen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit einem dicken Sicherungsseil um die Taille, bevor sie springen.

Der Sprung mit Seil („Rope Jumping“) unterscheidet sich vom Bungee-Jumping, weil ein weniger elastisches Seil verwendet wird. Die Sportlerinnen und Sportler schwingen nach dem Sprung vor und zurück, statt am Ende stark in die Höhe katapultiert zu werden.

Weitere Quellen • AFP

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