Viralen Videos in den sozialen Medien zufolge haben Trumps Pläne, Grönland zu kaufen, im dänischen Parlament hysterisches Gelächter ausgelöst. Doch was war tatsächlich los?
Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hat am Samstag, den 14. Februar 2026, auf der Münchner Sicherheitskonferenz erklärt, sie glaube, dass US-Präsident Donald Trump es immer noch "sehr ernst" meine, dass er die Kontrolle über Grönland übernehmen wolle.
Für die Regierung in Kopenhagen ist die Grönland-Frage eine wichtiges diplomatisches Problem. Doch in viralen Videos, die in den sozialen Medien kursieren, lösten Trumps Übernahmepläne für Grönland hysterisches Gelächter im dänischen Parlament aus.
Die Clips mit den Titeln "Dänemarks urkomische Reaktion auf Trumps Grönland-Vorschlag" und "Dänisches Parlament lacht über Trumps Forderungen zur Kontrolle Grönlands" sind in den vergangenen Wochen hunderttausendfach aufgerufen worden.
In Wirklichkeit ist das Filmmaterial zwar authentisch, aber es wurde irreführend beschriftet und aus dem Zusammenhang gerissen.
Durch eine umgekehrte Bildersuche hat The Cube, das Faktencheck-Team von Euronews, herausgefunden, dass das Video tatsächlich vom 3. Oktober 2019 stammt und auf der Website des dänischen Parlaments zusammen mit einer Abschrift der Parlamentssitzung veröffentlicht wurde.
Es ging 2019 um Elefanten und um ein Kamel
Im Plenarsaal brach Gelächter aus, nachdem die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen ein Lachen nicht unterdrücken konnte, als sie erklärte, warum der dänische Staat beschlossen hatte, neben vier Zirkuselefanten auch ein Kamel zu kaufen.
Der Kauf, der eine Kontroverse auslöste, weil die Tiere mehr als 1,5 Millionen Euro kosteten, wurde nach einem staatlichen Verbot von Wildtieren in Zirkussen beschlossen, das Ende 2019 eingeführt wurde.
Frederiksen sagte im Parlament, man habe der Regierung geraten, das Kamel namens Ali zusammen mit den Elefanten zu kaufen, da sie angeblich "beste Freunde" und unzertrennlich seien.
Später habe sich herausgestellt, dass die Tiere in Wirklichkeit nicht die besten Freunde waren.
"Leider geht es Ali nicht so gut, und er war auch nicht der beste Freund von Ramboline [einem der Elefanten], also war es wahrscheinlich kein so gutes Geschäft, das wir gemacht haben", erklärte die Regieungschefin.
Wie steht es um den Grönland-Deal mit Trump?
Die Äußerungen von Mette Frederiksen auf der Münchner Sicherheitskonferenz am Samstag deuten an, dass die Beziehungen zwischen Dänemark und der US-Regierung wieder angespannter sind. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos hatte NATO-Generalsekretär Mark Rutte eine Einigung mit US-Präsident Donald Trump über die Zukunft Grönlands erzielt.
Doch die genauen Einzelheiten der Vereinbarung blieben vage. Trump begrüßte den Deal als Möglichkeit für die USA, "totalen Zugang" zu Grönland zu erhalten. Die NATO hat unterdessen begonnen, ihre strategische Sicherheitspräsenz in der Arktis zu erhöhen.