US-Botschafter Andrew Puzder sagte in der Euronews-Morgensendung "Europe Today", Trump und sein Team hätten dazu beigetragen, Europa vom "Drücken der Schlummertaste" abzuhalten und den Kontinent zum Handeln zu bewegen.
Die Trump-Administration habe den Europäern geholfen, "nicht länger die Schlummertaste zu drücken", sondern aufzuwachen, sagte der US-Botschafter bei der EU, Andrew Puzder. In der Euronews-Morgensendung Europe Today begrüßte er die Rede von Außenminister Marco Rubio auf der Münchner Sicherheitskonferenz als "positiv" für das transatlantische Bündnis. Rubio hatte eine stärkere Annäherung zwischen den USA und Europa gefordert.
Es sei das "Markenzeichen eines großen Diplomaten", Dinge auszusprechen, "die die Menschen hören müssen, auch wenn sie sie vielleicht nicht hören wollen", betonte Puzder am Mittwoch.
Rubios Auftritt erfolgte ein Jahr nach der Rede von US-Vizepräsident JD Vance auf derselben Konferenz, die von vielen als feindselig gegenüber den europäischen Verbündeten wahrgenommen wurde. Dieses Mal sei das Publikum jedoch "sehr offen" gewesen, sagte Puzder, und Rubio habe stehenden Applaus erhalten.
Der Botschafter lobte zudem die "Fortschritte" Europas bei der Angleichung seiner Migrationspolitik an die der USA. "Ich glaube, dass sich die Position der EU in der Einwanderungsfrage der amerikanischen sehr angenähert hat", erklärte er.
Als eines der drängendsten Probleme Europas bezeichnete Puzder die Auswirkungen der Masseneinwanderung. Dabei gehe es nicht um richtig oder falsch, sondern um unterschiedliche Werte. "Es gibt einen Unterschied zwischen gesteuerter Migration und Massenmigration. In den vergangenen zehn Jahren haben wir vor allem große Menschenströme erlebt, die auf den Kontinent kamen und die Reaktionen darauf waren nicht positiv", sagte er.
Auf den Hinweis, dass die Zahl der in der EU ankommenden Migranten zuletzt gesunken sei, entgegnete Puzder, Rubio spreche vor allem über die langfristigen Folgen früherer Migrationsbewegungen und die damit verbundene "zivilisatorische Herausforderung".
Neben der Migration sieht Puzder auch die wirtschaftlichen Auswirkungen der Klimapolitik als mögliche Belastung für Europa, insbesondere mit Blick auf Wachstum und Pro-Kopf-BIP.
Rubios Reise nach München war nicht seine einzige Station in Europa. Der US-Außenminister besuchte auch die Slowakei und Ungarn, zwei Länder mit engen Verbindungen zur Trump-Administration.
Besonders der Besuch bei Ungarns Premierminister Viktor Orbán, der sich im April Wahlen stellen muss, sorgte für Bedenken hinsichtlich einer möglichen US-Einmischung. Puzder wies dies zurück: "Er hat jedes Recht, Budapest zu besuchen. Ungarn ist ein Verbündeter der USA und Mitglied der Europäischen Union", sagte der Botschafter.