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Steuert die EU in den Krieg? Abgeordnete debattieren Nahostkrise in The Ring

Die EU-Abgeordneten Reinhold Lopatka (EVP) und Hana Jalloul (S&D) in "The Ring"
Die Europaabgeordneten Reinhold Lopatka (EVP) und Hana Jalloul (S&D) in „The Ring“. Copyright  Euronews
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Von Mared Gwyn Jones
Zuerst veröffentlicht am
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In dieser Ausgabe von „The Ring“ diskutieren die Europaabgeordneten Hana Jalloul und Reinhold Lopatka über den eskalierenden Nahostkonflikt und seine Folgen für die EU.

Im Nahen Osten eskaliert ein neuer Konflikt. Er droht die gesamte Region in Mitleidenschaft zu ziehen und auch Staaten der Europäischen Union hineinzuziehen.

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Der Krieg legt tiefe Risse zwischen den Staats- und Regierungschefs der EU offen. Bisher hat nur Spanien den ersten Angriff der USA und Israels auf den Iran öffentlich verurteilt. US‑Präsident Donald Trump droht nun, sämtliche Handelsbeziehungen mit Madrid abzubrechen.

Vor dem Militäreinsatz suchten die Initiatoren keine Rücksprache mit den europäischen Partnern. Trotzdem stellen mehrere europäische Länder nun ihren Verbündeten militärische Schutzschirme zur Verfügung. In Zypern, einem EU-Mitgliedstaat, schlug bereits eine Drohne iranischer Bauart ein.

Lag die EU richtig, als sie den ersten Angriff auf den Iran nicht kritisierte? Müssen die EU-Staaten nun zwangsläufig in den Krieg hineingezogen werden? Und was bedeutet das für Europas Wirtschaft, Sicherheit und politische Stabilität?

Über diese Fragen sprechen wir in dieser Woche in der Sendung The Ring mit Hana Jalloul, einer spanischen Europaabgeordneten aus der sozialdemokratischen Fraktion S&D, und mit Reinhold Lopatka, einem österreichischen Abgeordneten der konservativen Europäischen Volkspartei EVP.

Jalloul gehört der sozialistischen Partei von Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez an. Sie betont, Spanien habe zu Recht die Rechtmäßigkeit der US‑israelischen Angriffe auf den Iran infrage gestellt und Washington die Nutzung der Militärbasen in Rota und Morón in Südspanien verweigert. Zugleich prangert sie die Brutalität des iranischen Regimes an und unterstützt den Kampf der Menschen im Iran um ihre Freiheit.

Lopatka stimmt zu, dass die Rechtmäßigkeit der Angriffe umstritten ist. Er hält das Eingreifen dennoch für „gerechtfertigt“, weil die USA Irans nukleare Fähigkeiten und die Unterstützung für Stellvertretergruppen wie die Hisbollah und die Huthis begrenzen wollen.

Uneins sind die beiden auch bei der Frage, welche Rolle der im Exil lebende Reza Pahlavi, Sohn des letzten Schahs, spielen soll. Teile der Opposition sehen in ihm eine mögliche Symbolfigur, zugleich bleibt er hoch umstritten.

Beide Abgeordneten sind sich einig: Die EU steht an einem Wendepunkt, der ihre Energiesicherheit und ihre Wirtschaft massiv beeinflussen kann.

Durch die Sendung führt Mared Gwyn Jones. Die Produktion übernehmen Luis Albertos und Amaia Echevarria. Den Schnitt verantwortet Vassilis Glynos.

The Ring sehen Sie auf Euronews TV oder im Player oben. Ihre Meinung können Sie uns per E‑Mail an thering@euronews.com schicken.

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