Emmanuel Macron teilte am Dienstag mit, dass zwei Franzosen nach mehr als drei Jahren Haft im Iran freikommen und nach Frankreich zurückkehren. Sie waren wegen Spionage zu 20 und 17 Jahren verurteilt, später zwar entlassen, aber weiter im Land festgehalten worden.
Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron erklärte, die in Iran inhaftierten Ex-Gefangenen Cécile Kohler und Jacques Paris"sind frei und auf dem Weg nach Frankreich". Die Botschaft veröffentlichte er am Dienstag, dem siebten April, vor dem Hintergrund des Konflikts im Nahen Osten auf X.
"Für uns alle ist das eine große Erleichterung, vor allem für ihre Familien", ergänzte das Staatsoberhaupt. Er dankte den"Behörden Omans für ihre Vermittlungsbemühungen, den staatlichen Diensten und den Bürgerinnen und Bürgern, die sich unermüdlich engagiert und so zu ihrer Rückkehr beigetragen haben".
Ebenfalls auf X erklärte der französische Außenminister Jean-Noël Barrot, er habe mit den beiden Ex-Gefangenen telefoniert: "Sie haben mir ihre Rührung und ihre Freude geschildert, bald in ihr Land und zu ihren Angehörigen zurückzukehren".
Nach mehr als drei Jahren Haft waren die 41-jährige Französischlehrerin und ihr 72-jähriger, pensionierter Lebensgefährte im vergangenen Oktober zu Haftstrafen von 20 beziehungsweise 17 Jahren verurteilt worden, unter anderem wegen Spionage zugunsten Israels. Anfang November kamen sie zwar frei, durften den Iran jedoch nicht verlassen. Seit ihrer Freilassung lebten sie in der französischen Botschaft in Teheran.
Diplomaten arbeiteten intensiv an ihrer Freilassung und an ihrem Rücktransport nach Frankreich. Die Bemühungen wurden durch den seit dem 28. Februar andauernden Krieg im Iran zusätzlich erschwert. Am Sonntag sprach Jean-Noël Barrot erneut mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghchi.