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Lukaschenkos Deal mit USA: 250 Gefangene aus Belarus frei, US-Sanktionen gegen Banken aufgehoben

Menschrechtler Valiantsin Stefanovic nach seiner Freilassung in Belarus
Menschrechtler Valiantsin Stefanovic nach seiner Freilassung in Belarus Copyright  AP Photo
Copyright AP Photo
Von Gavin Blackburn
Zuerst veröffentlicht am
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Nach Gesprächen zwischen einem Unterhändler von US-Präsident Trump mit Machthaber Alexander Lukaschenko sind sehr viele politische Gefangene in Belarus freigelassen worden.

Der Gesandte der US-Regierung, John Coale, war in Minsk mit dem belarussischen Staatschef Alexander Lukaschenko zusammengetroffen. Wenige Stunden später wurden 250 politische Häftlinge aus Gefängnissen in Belarus freigelassen. Coale sagte, die USA würden im Gegenzug ihre Sanktionen gegen zwei belarussische Banken und das Finanzministerium aufheben. Auch die Kaliumkarbonat-Produzenten des Landes sollen nicht mehr auf der Sanktionsliste stehen.

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Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko ist ein enger Verbündeter des russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Einige politische Gefangene sind nach Litauen ausgereist

Medienberichten zufolge blieben die meisten Freigelassenen in Belarus, doch fünfzehn von ihnen reisten ins Ausland aus.

Freigelassene Journalistin Katsyaryna Andreeva aus Belarus bei ihrer Ankunft in Vilnius in Litauen
Freigelassene Journalistin Katsyaryna Andreeva aus Belarus bei ihrer Ankunft in Vilnius in Litauen AP Photo

Die Investigativ-Journalistin Kazjaryna Andrejewa, der Menschenrechtsexperte Valiantsin Stefanovic und Nikita Zolotorev, der im Alter von 16 Jahren inhaftiert worden war, flogen nach Vilnius in Litauen. Dort leben viele Oppositionelle aus Belarus, wie Swjatlana Zichanouskaja.

Nikita Zolotorev hatte Berichten zufolge im Gefängnis versucht, sich das Leben zu nehmen. Er war nach den Protesten 2020 zu einer mehrjährigen Haft in einer Strafkolonie verurteilt worden, weil er einen Molotow-Cocktail auf einen Soldaten geworfen haben soll.

Nikita Zolotorev spricht in Vilnius nach seiner Freilassung aus Belarus
Nikita Zolotorev spricht in Vilnius nach seiner Freilassung aus Belarus AP Photo

Der von Alexander Lukaschenko autoritär geführte Staat Belarus hat in den vergangenen Monaten Dutzende Inhaftierte freigelassen, vor allem infolge diplomatischer Bemühungen der USA. US-Präsident Donald Trump bemüht sich seit seinem Amtsantritt im vergangenen Jahr um eine Annäherung an Minsk.

Dazu hat er Sanktionen gegen das Land gelockert und Belarus in sein "Board of Peace" aufgenommen. Nach Angaben des Menschenrechtszentrums Viasna sitzen mehr als 1.100 politische Gefangene in belarussischen Haftanstalten. Viele von ihnen wurden nach den umstrittenen Wahlen im Jahr 2020 festgenommen, die landesweite Proteste ausgelöst hatten.

Der belarussische Präsident Aliaksandr Lukaschenka und der US-Gesandte John Coale schütteln sich während ihres Treffens in Minsk die Hände, 12. Dezember 2025
Der belarussische Präsident Aliaksandr Lukashenka und der US-Gesandte John Coale schütteln sich während ihres Treffens in Minsk die Hände, 12. Dezember 2025 AP/Belarusian Presidential Press Service

Maria Kolesnikowa ist jetzt in Deutschland

Zu den prominentesten Freigelassenen der vergangenen Monate zählen die belarussische Oppositionspolitikerin Maria Kolesnikowa, der Friedensnobelpreisträger Ales Bialiatski sowie der Dissident und Aktivist Mikola Statkewitsch. Vor wenigen Tagen konnte Maria Kolesnikowa in Aachen persönlich den Karlspreis entgegennehmen, der ihr 2022 verliehen worden war. Die Aktivistin war seit 2020 inhaftiert, jahrelang machten sich Angehörige und Freunde Sorgen um ihre Gesundheit.

Belarussische Staatsmedien veröffentlichten am Donnerstag Aufnahmen, die zeigen, wie Lukaschenko Coale in einem Regierungsgebäude in Minsk empfängt und umarmt.

"Wir sprechen über unsere bilateralen Beziehungen – von der Wiederaufnahme eines normalen Botschaftsbetriebs bis hin zur Freilassung sogenannter politischer Gefangener. Wobei wir diese Bezeichnung nicht verwenden", zitieren staatliche Medien Lukaschenko vor dem Treffen.

Weitere Quellen • AFP

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