Der Präsident der Vereinigten Staaten griff erneut auf den Beitrag Spaniens zur NATO zurück, um die Lage in Spanien zu kritisieren. Trump bezeichnete die spanische Wirtschaft als "erbärmlich", trotz guter Beschäftigungszahlen und eines Wachstums über dem Durchschnitt der Eurozone.
US-Präsident Donald Trump hat erneut die spanische Regierung kritisiert und erklärt, die Wirtschaft des Landes sei "sehr erbärmlich". Zugleich verwies er auf den aus seiner Sicht geringen Beitrag Spaniens zur NATO – ein Argument, das er bereits mehrfach vorgebracht hat.
"Hat jemand bemerkt, wie schlecht es Spanien geht?", schrieb Trump in seinem sozialen Netzwerk Truth Social. "Ihre wirtschaftlichen Zahlen sind absolut katastrophal, obwohl sie so gut wie nichts zur NATO oder ihrer militärischen Verteidigung beitragen. Es ist so traurig, das zu sehen."
Die Aussagen kommen nur wenige Tage, nachdem der Internationale Währungsfonds (IWF) die Widerstandsfähigkeit der spanischen Wirtschaft hervorgehoben hatte. Demnach wuchs die Wirtschaft 2025 um 2,8 Prozent – deutlich über dem Durchschnitt der Eurozone von 1,5 Prozent.
Zudem überschritt Spanien im März erstmals die Marke von 22 Millionen Sozialversicherungsbeitragszahlern – ein neuer Rekord für den Arbeitsmarkt, der unter anderem auf den Beginn der Osterzeit und die Stärke des Dienstleistungssektors zurückgeführt wird.
Auch beim Thema Verteidigungsausgaben bleibt Spanien im Fokus von Trumps Kritik. Ministerpräsident Pedro Sánchez hatte im vergangenen Jahr ausgeschlossen, den von einigen NATO-Partnern geforderten Zielwert von fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erfüllen.
Nach Angaben der NATO erreichte Spanien jedoch im August erstmals die Marke von zwei Prozent des BIP für Verteidigungsausgaben, die für 2025 angestrebt wird. Zum Vergleich: 2014 lag der Anteil noch bei 0,93 Prozent und damit deutlich unter den damaligen Vorgaben des Bündnisses.