Das außerordentliche Regularisierungsverfahren in Spanien beginnt mit mehr als 130.000 Anträgen in einer Woche, inmitten von Warteschlangen, Verzögerungen und einer hohen Nachfrage von Migranten ohne Papiere.
In der ersten Woche seit Einführung des von der Regierung von Pedro Sánchez vorangetriebenen außerordentlichen Legalisierungsverfahrens haben bereits mehr als 130.000 Migranten ohne gültige Papiere einen Antrag gestellt.
Die hohe Zahl verdeutlicht die Bedeutung der Maßnahme, die Menschen, die bereits in Spanien leben und arbeiten – viele von ihnen seit Monaten oder Jahren – einen legalen Status verschaffen soll. Das Verfahren richtet sich an Personen, die nachweisen können, dass sie sich vor 2026 ununterbrochen im Land aufgehalten haben und bestimmte Voraussetzungen erfüllen, etwa keine Vorstrafen haben.
Das Verfahren läuft noch bis Ende Juni und kann online oder persönlich beantragt werden. Der Start war jedoch von administrativen Problemen geprägt: In mehreren Städten kam es zu langen Warteschlangen, Schwierigkeiten bei der Terminvergabe und Verzögerungen bei der Beschaffung erforderlicher Unterlagen, was bei vielen Antragstellern für Unsicherheit sorgte.
Soziale Organisationen, die mit Migranten arbeiten, fordern zusätzliche Ressourcen, um eine Überlastung der Behörden zu vermeiden. Zudem verlangen sie mehr Klarheit bei einzelnen Anforderungen und Abläufen, insbesondere für besonders vulnerable Gruppen.
Mehrere Regionalregierungen äußerten unterdessen Bedenken hinsichtlich möglicher Auswirkungen auf öffentliche Dienste, die in Bereichen wie Gesundheit und Soziales bereits stark belastet sind.
Die Regierung verteidigt die Initiative als wichtiges Instrument zur Förderung der Integration und zur Eindämmung der Schattenwirtschaft. Sie ermögliche es vielen Menschen, offiziell zu arbeiten, Beiträge zu zahlen und Zugang zu Arbeitsrechten zu erhalten.