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Brandanschlag auf Synagoge in Skopje: Behörden sehen Verbindung zum "Islamischen Staat"

Brandschaden an der Synagoge in Skopje, 12. April 2026
Brandschaden an der Synagoge in Skopje, 12. April 2026 Copyright  North Macedonian Jewish Community Board
Copyright North Macedonian Jewish Community Board
Von Gavin Blackburn
Zuerst veröffentlicht am
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Die Terrormiliz "Islamischer Staat" gilt als zutiefst anitsemitisch. In ihrer Ideologie wird das Judentum als zentraler Feind des Islam dargestellt.

Ein Brandanschlag auf eine Synagoge in der nordmazedonischen Hauptstadt ist im vergangenen Monat nach Angaben des Geheimdienstes mit der Terrorgruppe "Islamischer Staat" (IS) in Verbindung gebracht worden.

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Bei dem Angriff am 12. April, der auf das orthodoxe Osterfest fiel, wurde niemand verletzt. Allerdings setzte der Täter einen Eingang des Gebäudes in Skopje in Brand, der vollständig ausbrannte. Die Agentur für Nationale Sicherheit erklärte, man habe mehrere Wohnungen durchsucht und sieben Verdächtige festgenommen.

Sie sollen Teil einer radikalen Gruppierung sein, die ideologisch dem globalen Netzwerk des sogenannten "Islamischen Staates" nahesteht. Nach Angaben der Polizei wurden im Anschluss an die Einsätze am Donnerstag ein 21-Jähriger und ein 38-Jähriger wegen terroristischer Delikte angeklagt. "Die Verdächtigen befinden sich weiterhin in Gewahrsam, während die Ermittlungen andauern", erklärte Polizeisprecher Goce Andreevski.

Von der israelischen Botschaft bereitgestelltes Überwachungsmaterial, das den Vorfall zeigen soll, zeigt zwei Männer mit Motorradhelmen. Sie klettern über einen Zaun, gießen Benzin vor dem Gebäude aus und setzen den Vorhof in Brand.

Die örtliche jüdische Gemeinde erklärte nach dem Anschlag, das Gebäude sei nur leicht beschädigt worden. Der israelische Außenminister Gideon Sa'ar dankte den nordmazedonischen Behörden für die Festnahmen. "Ihr schnelles und entschlossenes Handeln, um die Täter zur Verantwortung zu ziehen, unterstreicht das Engagement Nordmazedoniens für den Schutz der jüdischen Gemeinde", schrieb Sa'ar auf der Plattform X.

Der sogenannte "Islamische Staat" gilt als zutiefst antisemitisch. Auch wenn die Gruppe vergleichsweise selten direkt jüdische Gemeinden im Nahen Osten angreift, stellt ihre Ideologie das Judentum als zentralen Feindbild dar. Immer wieder hat die Organisation zu Angriffen auf Juden sowie auf jüdische Einrichtungen weltweit aufgerufen.

Weitere Quellen • AFP

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