Die Maßnahme war bisher nur Stipendiaten und Studierenden aus prekären Verhältnissen vorbehalten, jetzt können alle für einen Euro in der Mensa essen. Die französische Regierung hat 50 Millionen Euro zur Unterstützung der Studierenden bereitgestellt.
Ab diesem Montag, dem 4. Mai, haben Studierende in Frankreich in den Mensen der Hochschulen Zugang zu Mahlzeiten für 1 Euro, ohne jegliche Einkommensbedingungen.
Die Regelung galt zuvor nur für Studierende mit Stipendium oder in prekären Verhältnissen. Nun wurde sie ausgeweitet und ist Teil einer Reihe von Reformen zur Unterstützung der Kaufkraft, die Premierminister Sébastien Lecornu im Januar angekündigt hatte.
Die Maßnahme war von den Studentenorganisationen seit langem gefordert worden.
Wie funktioniert die Regelung?
Die Regierung gibt an, dass die 1-Euro-Mahlzeiten für alle "in allen Crous-Restaurants und, wenn möglich, in anderen Verpflegungsstellen des Netzwerks (Cafeterias usw.)" eingeführt werden.
Das 1-Euro-Menü ist nun für alle Personen mit einem Studentenausweis oder einer Karte für Berufsschüler (Auszubildende und duale Studenten), Doktoranden und Zivildienstleistende zugänglich. Die Studierenden müssen außerdem ein aktives Konto bei Izly - dem vom Studierendenwerk Crous verwalteten Zahlungssystem - vorweisen, um ihren Status zu belegen.
Die Mahlzeit für 1 Euro wird "aus einem Hauptgericht und höchstens zwei anderen Komponenten (Vorspeise, Käse, Dessert, Obst...) bestehen", so die Direktion der Crous. Sie weist darauf hin, dass "Studierende, die dies wünschen, Zusatzleistungen zu dieser Mahlzeit in Anspruch nehmen können, deren Preisgestaltung vom Verwaltungsrat jedes Crous festgelegt wird".
Die Regelung wird jedem Studierenden nur einmal pro Dienst angeboten und kann auch zum Abendessen in den abends geöffneten Mensen in Anspruch genommen werden.
Die Regierung hat im Rahmen ihres Haushalts 2026 rund 50 Millionen Euro bereitgestellt, um die Einführung dieser Regelung zu unterstützen und die prekäre Lage der Studierenden zu bekämpfen. Das Studierendenwerk Crous plant, 200 zusätzliche Mitarbeiter einzustellen, um den erwarteten Anstieg der Zahl der Studierenden zu bewältigen.
Offiziellen Angaben zufolge wurden in den von den Crous verwalteten Einrichtungen mehr als 44 Millionen Mahlzeiten ausgegeben - eine Zahl, die im Vergleich zu 2024 leicht ansteigt (+1,4 %) -, die Hälfte davon an Studierende mit Stipendien und in prekären Verhältnissen.