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Nach Amokfahrt in Leipzig: Tatverdächtiger in psychiatrische Einrichtung verlegt

Nach Amokfahrt in Leipzig: Tatverdächtiger in psychiatrischer Einrichtung untergebracht
Nach Amokfahrt in Leipzig: Tatverdächtiger in psychiatrischer Einrichtung untergebracht Copyright  AP Photo
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Von Franziska Müller
Zuerst veröffentlicht am
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Der mutmaßliche Amokfahrer in Leipzig wurde in eine psychiatrische Einrichtung gebracht, wie aus einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft hervorgeht. Ihm wird unter anderem zweifacher Mord vorgeworfen.

Am Montag ist ein Mann in Leipzig mit dem Auto in eine Fußgängerzone gefahren. Zwei Menschen wurden dabei getötet, weitere Personen wurden verletzt. Der mutmaßliche Täter wurde noch vor Ort im Auto festgenommen.

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Nun hat das Amtsgericht Leipzig angeordnet, den Tatverdächtigen in eine psychiatrische Einrichtung zu bringen. Damit folgt es dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Instanzen sehen die Unterbringung in der psychiatrischen Einrichtung als erforderlich für die öffentliche Sicherheit an. Aufgrund seines Zustandes sei es wahrscheinlich, dass der Tatverdächtige "weitere erhebliche rechtswidrige Taten vergleichbarer Schwere begehen wird", heißt es in der Mitteilung weiter.

Dem Verdächtigen wird zweifacher Mord sowie versuchter Mord in vier Fällen vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft weiter mitteilte.

Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 33-jährigen Deutschen mit Wohnort in der Region Leipzig. Den Ermittlungen zufolge gibt es dringende Gründe dafür, dass der Beschuldigte die Tat "im Zustand der zumindest erheblich verminderten Schuldfähigkeit" begangen habe.

Amokfahrt in Leipziger Fußgängerzone

Am Montagnachmittag ist der Verdächtige mit einem Auto in die Fußgängerzone in der Grimmaische Straße in Leipzig eingefahren. Dort wurden nach Angaben der Polizei mehrere Menschen von dem Wagen erfasst.

Nach Angaben des Bürgermeisters gibt es zwei Tote und mehrere Verletzte. Bei den Toten handelt es sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft sowie der Polizeidirektion Leipzig um eine 63-jährige Frau und einen 77-jährigen Mann. Neben den beiden Todesopfern gibt es nach Angaben des Leipziger Branddirektors Axel Schuh zudem drei Schwerverletzte und 20 weitere Betroffene.

Zu den Hintergründen der Tat gibt es weiterhin keine gesicherten Erkenntnisse. Die Ermittler gehen derzeit nicht von Hinweisen auf ein politisches oder religiöses Motiv aus. Sie gehen jedoch davon aus, "dass der Beschuldigte mit seinem Fahrzeug in Tötungsabsicht handelnd möglichst viele Menschen töten und schwer verletzen wollte und mit seiner Tat die Mordmerkmale der Heimtücke und der niedrigen Beweggründe erfüllt hat", wie es in der Mitteilung heißt.

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