Nach Angaben der europäischen Grenzschutzagentur Frontex versuchten im Jahr 2025 mehr als 12.500 Menschen über die sogenannte Balkanroute nach Europa zu gelangen.
Vier Migranten wurden in der Nähe der slowenischen Grenze tot aufgefunden, zwei weitere wurden in ernstem Zustand in ein Krankenhaus gebracht, nachdem sie unter "unmenschlichen Bedingungen" in einem Lastwagen transportiert worden waren, so die kroatische Polizei am Montag.
Zur Todesursache wurden keine näheren Angaben gemacht, aber die Ermittlungen liefen bereits.
Dreizehn weitere Personen wurden von der Polizei in der Nähe des kroatischen Dorfes Donje Prilišće, 70 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Zagreb, aufgefunden und in eine Haftanstalt gebracht.
Nach Angaben der Polizei wurde die Gruppe vermutlich von einem unbekannten Schmuggler an der Grenze abgesetzt, der daraufhin floh.
Kroatien, ein Mitglied der Europäischen Union, ist ein wichtiges Transitland für irreguläre Migranten, die versuchen, Europa über die Balkanroute zu erreichen.
Anfang dieses Jahres kam ein Chinese ums Leben, als ein Migrantenboot bei der Überfahrt von Bosnien nach Kroatien kenterte.
Im vergangenen Monat wurden ebenfalls 30 Menschen aus einem Sumpf an derselben Grenze gerettet.
Nach Angaben der europäischen Grenzschutzagentur Frontex nutzten im Jahr 2025 mehr als 12 500 Menschen die Balkanroute.
Seit 2014 wurden nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) mehr als 400 Menschen bei dem Versuch, die Balkanroute zu überqueren, als tot oder vermisst gemeldet.
Migranten, die diese Route nutzen, werden oft strengen Grenzkontrollen unterworfen, was viele dazu zwingt, gefährliche, irreguläre Reisen durch oft gefährliches Terrain zu unternehmen, um einer Entdeckung zu entgehen, so die IOM.
Die Balkanroute wurde 2016 offiziell für geschlossen erklärt, als die EU und die Türkei eine Vereinbarung trafen, nachdem Tausende die Route genutzt hatten, um von Griechenland über die Balkanländer nach Westeuropa zu gelangen.
Doch trotz dieser Ankündigung wird sie weiterhin jedes Jahr von Tausenden von Migranten genutzt.