Vorläufige Daten zeigen: Bis zum 31. Mai 2026 gab es landesweit 57 Todesfälle im Wasser. Im ersten Quartal stieg die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 28,6 %.
In den ersten fünf Monaten des Jahres hat Portugal insgesamt 57 Todesfälle in Gewässern verzeichnet. Die Zahlen stammen von der Beobachtungsstelle für Ertrinkungsfälle, die die Portugiesische Föderation der Rettungsschwimmer (FEPONS) am Dienstag veröffentlicht hat.
Der jüngste Bericht der Beobachtungsstelle analysiert detailliert die Todesfälle durch Ertrinken im ersten Quartal 2026 und ergänzt sie um vorläufige Zahlen bis zum 21. Mai dieses Jahres. Er bestätigt damit die weiterhin hohe Zahl an Todesopfern.
Für die ersten drei Monate wurden 36 Todesfälle in Gewässern gemeldet. Das sind 28,6 % mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Laut der Beobachtungsstelle waren 69,4 % der Opfer männlich. Dabei handelt es sich um den höchsten Wert seit Beginn der Erfassungsreihe der Beobachtungsstelle im Jahr 2017.
Flüsse und Flussstrände machten 47,2 % der Fälle aus, weitere 19,4 % ereigneten sich im Meer. Alle Todesfälle geschahen laut Bericht an Orten ohne Badeaufsicht.
Demnach zeigen die Daten, dass Portugal weiterhin „besonders besorgniserregende“ Ertrinkungsraten aufweist. Das Land schafft es nach wie vor nicht, die Zahl der Todesfälle durch Ertrinken verlässlich zu senken, vor allem in Flüssen, Stauseen und anderen Binnengewässern.
Die Organisation betont, dass Ertrinken ein Problem der öffentlichen Sicherheit bleibe, das eine koordinierte nationale Antwort mit klarem Schwerpunkt auf Prävention erfordere.
In einem Gespräch mit Euronews warnte FEPONS-Präsident Alexandre Tadeia kürzlich vor dem Mangel an Rettungsschwimmern für den Sommer. Portugal habe große Schwierigkeiten, Fachkräfte zu halten, weil die Arbeitsbedingungen in diesem Beruf prekär seien.
Die Badesaison 2026 läuft in Portugal offiziell vom 15. April bis zum 31. Oktober.