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Spanien ermittelt gegen EDP nach Stromausfall

Ein Linienbus fährt durch das Zentrum von Madrid. In der Stadt herrscht am Montag, 28. April 2025, ein großer Stromausfall.
Am Montag, 28. April 2025, fährt im Zentrum von Madrid ein Bus trotz eines großen Stromausfalls. Copyright  AP Photo
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Von Ana Filipa Palma
Zuerst veröffentlicht am
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Die spanische Wettbewerbsbehörde leitet acht neue Verfahren zum Stromausfall ein, auch gegen EDP. Der portugiesische Konzern weist jegliche Verantwortung zurück.

Die spanische Wettbewerbsbehörde CNMC hat den Energiekonzern EDP (Energias de Portugal) über die Einleitung eines Verfahrens zur Thermalkraftanlage Soto de Ribera im Zusammenhang mit dem Stromausfall informiert, wie ein Unternehmensvertreter der Nachrichtenagentur Lusa mitteilte.

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EDP weist jedoch jede Verbindung zu dem Vorfall vom 28. April zurück. Dieses Kraftwerk sei zum Zeitpunkt des Blackouts nicht einmal für den Betrieb eingeplant gewesen, erklärte das Unternehmen.

Das Wärmekraftwerk Soto de Ribera in Asturien gilt als „Reserveanlage für das Stromsystem“.

Lusa berichtet weiter, dass die CNMC am 23. April acht „schwere Untersuchungen“ gegen Unternehmen wie Naturgy, EDP und Iberdrola eingeleitet hat. Hinzu kamen 35 weitere Verfahren. Insgesamt laufen damit 63 Verfahren der Kommission, aus denen Sanktionen hervorgehen könnten.

Neben Red Eléctrica, dem Betreiber des spanischen Stromnetzes und verantwortlich für Hochspannungsübertragung und technische Systemführung, stehen in dem Verfahren auch die Unternehmen Iberdrola, Endesa, Naturgy, Repsol, TotalEnergies, Engie und ContourGlobal sowie der Nuklearverband Ascó-Vandellós im Fokus. Sie alle werden im Zusammenhang mit dem Stromausfall vom 28. April 2025 untersucht.

„Als Ergebnis dieser Untersuchungen hat die CNMC mehrere Hinweise auf Verstöße festgestellt, von denen einige über lange Zeiträume andauerten. Sie könnten den Betrieb des Stromsystems beeinflusst haben und Verwaltungsübertretungen darstellen“, heißt es in einer Mitteilung der Kommission.

Die CNMC betonte zudem, dass die in mehr als sechzig Verfahren untersuchten Vorgänge für sich genommen nicht bedeuten, dass die beteiligten Unternehmen Ursprung oder Ursache des Blackouts waren, da der Ausfall auf mehrere Faktoren zurückgehe.

In der Erklärung hebt der Regulierer außerdem hervor, dass der Beginn dieser Verfahren das endgültige Ergebnis der Ermittlungen nicht vorwegnehme.

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