In den kommenden Jahren dürfte sich das bislang äußerst konfliktreiche Verhältnis zwischen der EU und Ungarn wandeln – viele Teilnehmende des Europatags in Budapest freuen sich darüber.
Einen Tag nach der Konstituierung des neuen Parlaments in Ungarn und der Wahl von Péter Magyar zum Ministerpräsidenten feiern in Budapest Tausende den Europatag und den 23. Jahrestag des EU-Beitritts Ungarns.
Am 9. Mai 1950, am Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs, legte die Schuman-Erklärung die Grundlagen für die Europäische Gemeinschaft, die heute Europäische Union heißt. Genau 76 Jahre später trat in Ungarn Peter Magyar als neuer Ministerpräsident sein Amt an. Das dürfte das äußerst konfliktreiche Verhältnis zwischen Brüssel und Budapest deutlich verändern. Der Regierungswechsel prägt in diesem Jahr auch den Europatag.
"Ich freue mich ehrlich"
"Wir sind alle sehr glücklich. Ich war früher nie am Europatag hier, deshalb kann ich es nicht vergleichen. Aber die gute Stimmung ist deutlich zu spüren, finde ich, besonders nach dem gestrigen Tag", sagte eine junge Frau auf dem Szabadság tér, dem Hauptort der Veranstaltungen in Budapest.
"Ich freue mich ehrlich sehr darüber, und ich habe das Gefühl, dass die Atmosphäre viel enthusiastischer und motivierter ist. Auch weil wir jetzt wieder eine Chance haben, gemeinsam mit Europa voranzugehen“, erklärt ein weiterer Teilnehmer zum Regierungswechsel.
Die Organisatoren haben für den Europatag in Budapest ein umfangreiches Programm vorbereitet, darunter auch Konzerte. Wie in jedem Jahr eröffnete ein Laufwettbewerb die Veranstaltung: Diesmal war es ein Halbmarathon. Die 21 Kilometer konnten auch als Staffellauf von mehreren Personen absolviert werden.
Die Programmpunkte des Europatags laufen bis in den Abend. Den detaillierten Ablaufplan können Interessierte hier einsehen , am Abend ist die Band HIPERKARMA der Hauptact.