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15.000 US-Dollar pro Jahr für US-Soldat: Polens Verteidigungschef will neue US-Militärbasis

Polens Vizepremier und Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz spricht auf einer Pressekonferenz in Warschau am 26. September 2025.
Der polnische Vizepremier und Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz spricht auf einer Pressekonferenz in Warschau am 26. September 2025. Copyright  Copyright 2025 The Associated Press. All rights reserved
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Von Mateusz Jaronski
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Auf einer Pressekonferenz in Warschau erklärte Kosiniak-Kamysz, die Initiative sei das Ergebnis mehrmonatiger diplomatischer Bemühungen.

Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz hat mitgeteilt, dass Polen die USA offiziell um die Einrichtung einer neuen, dauerhaften Militärbasis gebeten hat. Das entsprechende Schreiben liegt US-Verteidigungsminister Pete Hegseth bereits vor.

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Der Verteidigungsminister betont, die militärische Zusammenarbeit mit Washington gewinne an Tempo. Das Engagement der USA für Polens Sicherheit könne in den kommenden Jahren weiter zunehmen.

„Das Engagement der USA für die Sicherheit Polens lässt nicht nach – im Gegenteil, es könnte noch größer werden“, schrieb der Minister auf der Plattform X.

Auf einer Pressekonferenz in Warschau erklärte Kosiniak-Kamysz, die Initiative sei das Ergebnis mehrmonatiger diplomatischer Bemühungen. Dazu zählte er Gespräche mit Vertretern des Pentagon und Besuche polnischer Delegationen in den USA. Er verwies auch auf die guten Beziehungen von Präsident Karol Nawrocki zu US-Präsident Donald Trump.

Auf die Reaktion der US-Seite angesprochen sagte der Minister, „die andere Seite wartet auf unsere Vorschläge und erwartet noch mehr Details“.

Das Verteidigungsministerium arbeite daran, versicherte er. Die USA erwarteten zudem ein „finanzielles Engagement“, auch das prüfe die polnische Regierung.

Der Minister erinnerte daran, dass Polen für jeden in Polen stationierten US-Soldaten rund 15.000 Dollar pro Jahr aufwendet.

Zugleich mahnte er zu Zurückhaltung. Von „übertriebener Euphorie“ könne keine Rede sein, da es noch keine endgültigen Entscheidungen gebe und die Gespräche sich im Planungsstadium befänden. Sie liefen aber „in die richtige Richtung“.

„Wir werden alles tun, um die Präsenz der US-Truppen zu erhöhen. Wir schaffen Bedingungen, die für unseren amerikanischen Partner attraktiv sind“, kündigte er an.

USA spielen Schlüsselrolle bei Polens Verteidigung

Heute zählt Polen zu den europäischen Ländern mit den meisten stationierten US-Soldaten. Nach verfügbaren Angaben sind es rund 10.000.

Die wichtigsten Standorte der US-Militärinfrastruktur liegen in Poznań, Powidz und Redzikowo.

In der Hauptstadt der Region Wielkopolska, Poznań, sind das vorgeschobene Hauptquartier des V. US-Heereskorps und ein für die Logistik zuständiger Stützpunkt untergebracht.

Powidz dient als strategisches Transport- und Logistikzentrum. In Redzikowo ist das Raketenabwehrsystem Aegis Ashore stationiert.

Ein großer Teil der US-Soldaten ist in Polen nur rotierend stationiert.

Panzerverbände absolvieren regelmäßig Übungen, unter anderem in Żagań, Świętoszów und Bolesławiec. Das US-Kontingent nimmt zudem an NATO-Einsätzen an der Ostflanke des Bündnisses teil.

Noch vor wenigen Monaten gab es Spekulationen über einen möglichen Abbau der US-Truppenpräsenz in Polen. Nach einem Gespräch mit Pete Hegseth erklärte der Verteidigungsminister jedoch, das Pentagon habe keine Entscheidungen zur Truppenreduzierung getroffen.

Kurze Zeit später kündigte Donald Trump an, weitere 5.000 Soldaten nach Polen zu entsenden.

Scharfer Schlagabtausch zwischen Verteidigungsministerium und BBN

Die Initiative des Verteidigungsressorts rief eine Reaktion von Bartosz Grodecki hervor, dem Leiter des Nationalen Sicherheitsbüros des Präsidenten (BBN).

In einem Beitrag auf X schrieb er, der Plan zur Ausweitung der US-Militärpräsenz sei längst bekannt gewesen.

„Ich frage mich, warum Sie fast ein Jahr gebraucht haben, um zu Schlussfolgerungen zu kommen, die der Präsident der Republik Polen, Karol Nawrocki, bereits am 3. September 2025 gemeinsam mit US-Präsident Donald Trump vorgestellt hat. Damals wurde die Absicht angekündigt, die Präsenz der US-Truppen in Polen zu verstärken“, schrieb Grodecki.

Der BBN-Chef warf Teilen der Regierungskoalition zudem vor, die Maßnahmen zur Stärkung der Präsenz der US-Streitkräfte nicht konsequent zu unterstützen.

„Schade, dass ein Teil des Regierungslagers diese Initiative über viele Monate eher infrage gestellt als unterstützt hat“, erklärte er.

Die Antwort von Kosiniak-Kamysz ließ nicht lange auf sich warten.

„Wir haben in drei Tagen mehr im polnischen Rüstungssektor bestellt als die PiS in acht Jahren. Eure nervösen Reaktionen wundern daher nicht“, schrieb der Verteidigungsminister auf X.

„Eure verteufelte ‚Bedingtheit‘ wird unsere bedingungslose Liebe zum Vaterland und unsere Entschlossenheit, #PolskaSAFE für ein sicheres Polen umzusetzen, nicht stoppen“, fügte er hinzu.

Aktuell sind in Polen rund 10.000 US-Soldaten stationiert.

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