Nach dem Tod eines zwölfjährigen Jungen in Rennes nahm die Polizei einen 16-Jährigen fest. Zudem stellte sich ein Mädchen den Behörden. Beide sitzen in Gewahrsam. Taucher suchten nahe dem Fundort der Leiche im Fluss Vilaine nach Spuren.
Die Ermittlungen nach dem Tod eines zwölfjährigen Jungen in Rennes kommen weiter voran. Der Junge war am späten Sonntagnachmittag ums Leben gekommen. Die Polizei nahm am Montagmorgen einen 16-jährigen Jugendlichen fest. Kurz darauf stellte sich zudem ein weiteres Mädchen den Behörden. Beide befinden sich laut der Staatsanwaltschaft in Polizeigewahrsam.
Wie genau sich die Tat abgespielt hat und in welcher Beziehung die drei Minderjährigen zueinander standen, ist bislang noch unklar. Die Staatsanwaltschaft in Rennes leitete Ermittlungen wegen Mordes an einem Kind unter 15 Jahren ein und übergab den Fall an die Abteilung für organisierte und spezialisierte Kriminalität. Vor Ort sind weiterhin zahlreiche Einsatzkräfte im Einsatz.
Feuerwehrtaucher durchsuchen derzeit den Fluss Vilaine nach möglichen Spuren. In dem sonst ruhigen Viertel herrschen nach dem Tod des Jungen Fassungslosigkeit und Bestürzung.
Umstände weiter unklar
Nach ersten Erkenntnissen schlug ein Angler Alarm, nachdem er die Schreie eines Kindes gehört hatte, dieses jedoch zunächst nicht finden konnte. Kurz darauf entdeckten Zeugen den Jungen und verständigten die Rettungskräfte. Als die Feuerwehr eintraf, zeigte das Kind keinen Herzschlag und keine Atmung mehr.
Laut Berichten war ein Handtuch fest um seinen Hals gezogen. Trotz mehrerer Reanimationsversuche gemeinsam mit einem Notarztteam konnte der Junge nicht mehr gerettet werden. Der Arzt stellte den Tod noch am Einsatzort fest. Die Eltern des Kindes trafen wenig später ein. Nach Angaben von Zeugen hatte die Mutter bereits zuvor intensiv nach ihrem Sohn gesucht. Der Vater kam erst nach Beginn des Rettungseinsatzes hinzu.